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SVG Friedrichsort I - ESC I |
4 : 4 |
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Wyker TB I - ESC II |
4½ : 3½ |
In der Verbandsliga-Nord des Schleswig-Holsteinischen Schachverbandes gibt es drei Spieltage vor Saisonende einen Vierkampf um den Aufstieg in die Landesliga. Dabei mischt unsere Erste Mannschaft – derzeit Tabellenzweiter – kräftig mit. Am 6. Spieltag – dem 05.02.2012 – kam es zum Spitzenkampf des Vierten gegen den Zweiten. Dabei setzte sich der Husumer SV gegen den SV VHS Rendsburg knapp mit 4½:3½ durch; gut für uns, weil wir beim gleichzeitigen 4:4 bei der SVG Friedrichsort in der Tabelle an den Rendsburgern vorbeimarschieren konnten. Vor allen steht weiterhin die SG Turm Kiel II. Die Oberliga-Reserve der SG Turm Kiel hält sich nach einem ebenfalls knappen 4½:3½ beim Schleswiger SV weiterhin überraschend an der Tabellenspitze.
Eigentlich wollten wir gegen den Tabellensiebten aus Friedrichsort als vermeintlich schwächerem Gegner mit einem klaren Sieg etwas für das Brettpunkteverhältnis tun, um bei Punktgleichheit mit Turm Kiel II und dem SV VHS Rendsburg an diesen vorbeizuziehen. Doch schon nach weniger als zwei Stunden verlor der bisherige Goalgetter Eduard Wiederkehr am 7. Brett nach etwas zu lockerer Partieführung mitten auf dem Schachbrett seine von Leichtfiguren umzingelte Dame. Obwohl er noch tapfer kämpfte, war nach bisher vier Siegen aus vier Spielen seine erste Saisonniederlage unvermeidbar (0:1). Kai Karl Krüger geriet nach etwa drei Stunden im Mittelspiel in eine Kombination mit Damenopfer und Matt- bzw. Abzugsdrohungen. Umstehende glaubten schon an seine Niederlage. Er gab aber nach vier Schachs gegen sich in Folge die Dame zurück und wickelte in ein Leichtfigurenendspiel gegen das Läuferpaar ab, in dem sein Gegner einen zwingenden Bauernverlust nebst Freibauernlauf nicht einberechnet hatte. So konnten wir ausgleichen (1:1). Manfred Homuth hatte am 1. Brett auf Angriff gespielt, einen Bauern geopfert, letztlich aber keinen durchschlagenden Erfolg, so dass er sich mit seinem Gegner auf Remis einigte (1½:1½). Der Ausgang der fünf verbleibenden Partien war zu diesem Zeitpunkt ungewiss. Es war aber deutlich, dass es nichts mit dem gewünschten Kantersieg werden würde. Enrique Ruiz Hampel konnte am 2. Brett den Angriff seines Gegners am Königsflügel – der dafür einen Bauern gegeben hatte – abwehren und zu seinem zweiten Sieg in Folge kontern (2½:1½), während Ulrich Bußmeier am 8. Brett bei vielleicht besserer Stellung in beginnender Zeitnot – nur noch 7 Minuten eigene Bedenkzeit für 15 Züge – seine Partie Remis gab (3:2). Ralf Koch musste am 6. Brett nach Schwächung seines Damenflügels erst einen Bauern geben, um sodann dort förmlich erdrückt zu werden, bis er nach Figurenverlust schließlich aufgab (3:3). Bei diesem Stand kam es nun auf Matthias Braun und Rolf Möller am 4. und 5. Brett an. Während Matthias Braun ein Turmendspiel mit einem Minusbauern verteidigen musste, konnte Rolf Möller im Turm/Läufer-Endspiel die bessere Bauernstellung nutzen und Raum gewinnen. Matthias Braun fand leider nicht die allerbesten Verteidigungszüge, sodass sein Gegner im Turmendspiel den letzten Bauern durchbringen konnte (3:4). Aber Rolf Möller nagelte seinen Gegner mit dem Turm in der d-Linie und dem Läufer in der a2-g8-Diagonale fest, um gleichwohl mit den freigespielten a-Bauern und h-Bauern die gegnerischen Figuren abzulenken. So konnte er seine sehenswerte Dominanz auf dem Brett in einen Sieg zum 4:4-Unentschieden umsetzen.
Für unsere "Erste" geht der Kampf um den Aufstieg weiter. Am 26.02.2012 erwarten wir den Tabellenvierten aus Husum, am 18.03.2012 den Tabellendritten aus Rendsburg, stets in der Hoffnung, dass mit Siegen gegen diese Mitfavoriten sich zugleich noch Turm Kiel II einen Ausrutscher leistet. Nach dem leichten Umbruch, der nach dem Abstieg aus der Landesliga in der vorigen Saison – durch den Verlust von Jan Dreesen und Peter Krebs – entstanden ist, ist die jetzige Platzierung an 2. Stelle der Tabelle - immer noch mit Aufstiegsambitionen - ein guter Zwischenerfolg.
Am selben Tag zog es unsere "Zweite" auf die wunderschöne Nordseeinsel Föhr gegen die Mannschaft der Schachsparte des Wyker Turnerbundes. Netterweise holten uns zwei Gesandte vom Hafen ab und brachten uns zu einem Feuerwehrhaus in der idyllischen Ortschaft "Wrixum" (wie beruhigend, dass hier das Spiellokal war, denn die anwesenden Löschfahrzeuge konnten ggf. zu stark in Brand geratene Partiestellungen sogleich bekämpfen). Nachdem auch zwei Mannschaftsangehörige von der Nachbarinsel Amrum angekommen waren und die Begrüßungsansprache verklungen war, begannen wir eine dreiviertel Stunde vor "High Noon" mit den Partien.
Von den folgenden Auseinandersetzungen ausgenommen war unser Spieler an Brett 4 (Dieter Löwenstrom), dessen Gegner nicht erschienen war, wodurch wir zu einem kampflosen Punktgewinn kamen (1:0). Unspektakulär ging es auch an Brett 2 zu: sehr schnell wurde hier der Punkt zwischen Hanfried Kiesbye und seinem Wyker Gegner geteilt (1½:½). Spektakulärer ging es für Gerd Libuda an Brett 7 zur Sache, denn nach der langen Rochade und dem Verlust von zwei Bauern geriet sein König in einen unwiderstehlichen Angriff (1½:1½). Bruno Geruschkat hatte an Brett 3 nach 90 Minuten eine Qualität und zwei Bauern verloren, eine weitere Stunde später büßte er noch eine Figur ein und gab die aussichtslos gewordene Partie auf (1½:2½). Etwa eine Stunde später war auch Dieter Eigenberz' Spiel, das dieser lange Zeit ausgeglichen halten konnte, an Brett 6 beendet. Bewaffnet mit einem Mehrbauern und dem Läuferpaar, konnte sich sein Gegner im Endspiel gegen das Springerpaar durchsetzen (1½:3½). Nun zeigten wir aber, dass auch wir es "drauf" haben: Holger Hogreve hatte an Brett 5 im Rahmen eines sehr turbulenten Mittelspiels einen gegnerischen Läufer gegen einen eigenen Bauern auf dem Königsflügel erobert. Mit diesem Figurenvorteil konnte er das Endspiel für sich entscheiden (2½:3½). Zum 3½:3½ vermochte nach ca. vier Stunden Spielzeit der 16-jährige Mirco Beyer auszugleichen, als er den Nestor der gegnerischen Mannschaft - ungeachtet dessen großen Erfahrungsschatzes - in die Schranken wies. Nach einer b4-Eröffnung seines Gegenübers stärkte Mirco seine Bauernstellung und spielte sehr umsichtig sowie zurückhaltend (verzichtete z.B. auf einen anfänglich in Aussicht stehenden Bauerngewinn, da er den Verdacht hegte, dass dieser "vergiftet" sein könnte); im weiteren Spielverlauf ließ sich sein Gegner zu einer riskanten Offensive am Damenflügel hinreißen, was Mirco den Gewinn eines Bauern sowie eine sehr starke Stellung am Damenflügel einbrachte. Im Folgenden gewann Mirco noch einen weiteren Bauern sowie den weißfeldrigen Läufer, was sein Gegenüber schließlich zur Aufgabe bewog: (Ganz toll, Mirco! Und an dieser Stelle sei auch allen Jugentrainern unseres Clubs für ihr Frucht bringendes Engagement gedankt!) (3½:3½). Nun musste Olaf Zeuch an Brett 1 "nur noch" gegen seinen über 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner die bis dahin ausgeglichen gestaltete Partie zu einem gütlichen Remis-Ende bringen; zwei derartige Angebote hatte sein Gegner abgelehnt, als es bei gleicher Bauernzahl und jeweils einem schwarzfeldrigen Läufer in die letzten fünf Minuten der maximal möglichen Spielzeit ging. In der so genannten "Endspurtphase" - beide hatten fast gleich viel Zeit verbraucht und nur noch etwa je zweieinhalb Minuten auf der Uhr - machte Zeuch beim "Tanz der Bauern, Läufer und Könige" doch noch einen kleinen Fehler, der seinem Gegner reichte, um schließlich den f-Bauern zu gewinnen, wodurch dessen eigener g-Bauer zur Umwandlung in eine Dame marschieren konnte (3½:4½).
Trotz dieser knappen Niederlage sollten wir unsere Inselreise positiv in Erinnerung behalten, zeigte sich doch wieder einmal, dass wir uns auch gegen starke - in der Verbandsliga erprobte! - Gegner nicht verstecken müssen. Und so wie sich unsere Fähre den Rückweg durch das mit Eisschollen besetzte Wattenmeer bahnte, werden wir vielleicht auch am 26.2.12 im eigenen Hause die Klippen auf dem Weg zu einem Mannschaftspunkt zu umschiffen wissen. Die "Klippen" werden dann übrigens die Schachkameraden aus Kropp sein; auf gutes Gelingen!
Am Sonnabend kam es zum Höhepunkt der Flensburger Schachwoche. Die Veranstalter hatten Aljoscha Feuerstack zum Simultanspiel eingeladen, unser ehemaliges, damals noch jugendliches Mitglied. Inzwischen ist er zum Internationalen Meister gereift und hat eine stolze ELO-Performance von 2438 Punkten. Seit einigen Jahren setzt sich Aljoscha für den SK Norderstedt ans Brett, spielt aber auch viele Internationale Turniere, z.B. in Pardubice, Wien, Groningen und Moskau - passend zu seinem Slavistikstudium. In der "Flensburg Galerie" saßen ihm am 28.01. nunmehr 20 Spieler gegenüber, begierig, ihm auf dem Brett möglichst viele Schwierigkeiten zu bereiten. Aljoscha besitzt nach eigenen Worten noch nicht sehr viel Routine beim Simultanspiel, aber er spielte zügig und vermittelte bei seinen Rundgängen einen souveränen Eindruck. Die Gegnerschaft war recht stark und es dauerte lange, bevor er erste Erfolge erzielen konnte. Die beiden Spieler unseres Vereins saßen nebeneinander und Bruno Geruschkat versuchte - in den Schuhen von Edmund Lomer - Aljoscha mit Skandinavisch zu beeindrucken, was aber nicht so recht gelang. Aljoscha siegte im Königsangriff. Claus Langmann wehrte sich tapfer gegen 1. c2-c4 und kam eigentlich während der ganzen Partie nie in Nachteil, so dass Aljoscha nach 44 Zügen in das Remis einwilligte.
Das war nicht das einzige Remis der Runde, weitere vier Spieler erreichten dieses ehrenwerte Ergebnis. Und Aljoscha musste sogar eine Niederlage hinnehmen: es siegte gegen ihn Stephan Millgramm vom ausrichtenden Flensburger SK.
Es war eine durch und durch gelungene Veranstaltung, die im gut besuchten Einkaufszentrum auch eine größere Zahl von Zuschauern erfreute.
Der Flensburger Schachklub richtet in der Woche vom 23.01. bis zum 28.01.12 zum dritten Mal eine Schachwoche in der "Flensburg Galerie" aus. Die Veranstaltung wurde am 23.01. mit einem Open für Senioren eröffnet. Aufmerksame Betrachter der nebenstehend abgebildeten Tabelle können erkennen, dass einer unserer Spieler an diesem Turnier teilgenommen hat. Weitere Veranstaltungen folgen, z.B. am Donnerstag ab 14 Uhr ein Open, am Freitag ein Partnerturnier und am Sonnabend ab 13:30 Uhr der Höhepunkt: ein Simultanspiel des uns sehr vertrauten Internationalen Meisters Aljoscha Feuerstack gegen 20 Spieler. Diese Plätze sind allerdings schon zur Gänze vergeben. Von unserem Verein werden Bruno Geruschkat und Claus Langmann an dieser Veranstaltung teilnehmen.
Wer sich über weitere Einzelheiten informieren möchte, kann sich hier bedienen.
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ESC I - Flensburger SK II |
5½ : 2½ |
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ESC II - MTV Leck II |
3 : 5 |
Von der 1. Mannschaft ist kein Bericht über den gewonnenen Wettkampf gegen den Flensburger SK mehr zu erwarten, deshalb sei hier nur eine kleine Anekdote – erzählt von einem unbeteiligten Zuschauer – geschildert.
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In der nebenstehenden Stellung hat der Weiße sehr lange an seinem nächsten Zug gegrübelt und dann – weil ihm der Verlust unvermeidlich schien – reichte er seinem Gegner zum Zeichen der Aufgabe seine Hand. Auf den ersten Blick: vorbildlich, denn allzu oft kann man im Gegenteil erleben, dass in absolut verlorener Stellung der richtige Zeitpunkt zur Aufgabe verpasst wird. Im konkreten Fall war aber die vermeintlich unvermeidbare Niederlage nicht nur zu vermeiden, sondern mit einigen eigentlich gar nicht so schwierigen Zügen in einen Sieg zu verwandeln. In der Hauptvariante 1.a5 h6 2.b4 h5 (Zugzwang!) 3.Kf4 Kxd5 4.Kg5 Kxd4 5.Kxg6 Kc4 6.Kxh5 Kxb4 7.g4 Kxa5 8.g5 b5 9.g6 b4 10.g7 b3 11.g8D kommt Weiß deutlich früher als sein Gegner zur Damenumwandlung und damit zum Sieg. - Dieser glückliche/unglückliche Punkt ist unserer Mannschaft zugute gekommen.
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Unter der Überschrift "Komödie der Irrungen und Wirrungen" könnte dieses Partieende vielleicht ein Beitrag in einer Neuauflage von Christian Hesses Buch "Expeditionen in die Schachwelt" oder im nächsten Schachkalender von Arno Nickel werden.
Die 2. Mannschaft hat am selben Tag ihren Wettkampf gegen die 2. Mannschaft des MTV Leck verloren. Gleichwohl hat den Webmaster der folgende Bericht ihres Mannschaftsführers Olaf Zeuch erreicht:
"Da unsere Gäste zwei Stunden lang vergeblich auf ihren Spieler an Brett 1 warteten, ging der erste Punkt kampflos an uns und Alexander Koch konnte sich als Zuschauer verdingen (1:0). Frohe Kunde gab es alsbald auch vom Brett 8, denn Gerd Libuda konnte nach anfänglicher Hingabe von zwei Bauern eine viel versprechende Angriffsstellung aufbauen und dabei die gegnerische Dame gegen einen seiner Türme gewinnen. Diesen Vorteil brachte er siegreich ins Endspiel (2:0). Einen halben Punkt steuerte daraufhin an Brett 5 Dieter Löwenstrom bei, der in seiner Partie zunächst einen Bauern gewann und dann auch noch weiteren Vorteil erhielt, als sein Gegner einen Läufer für zwei Bauern gab. Nach Abtausch der meisten Figuren stand im Endspiel einer von Löwenstroms Läufern zwei Bauern des Gegners gegenüber, wobei keiner der beiden einen Gewinnweg sah (2½:½).
Nun brachen härtere Zeiten für unsere Mannschaft an, denn an Brett 4 musste Bruno Geruschkat nach dreieinhalbstündiger Spielzeit "die Segel streichen", nachdem er im 44. Zug seinen b-Bauern verloren hatte und im Endspiel unvorsichtig seinen letzten Offizier abtauschen ließ (2½:1½). In etwa fünfzehnminütigen Abständen endeten dann auch die Partien von Dieter Eigenberz (Brett 7), Holger Hogreve (Brett 6) und Hanfried Kiesbye (Brett 3) und nur Dieter Eigenberz konnte - souverän spielend - zumindest eine Punkteteilung erzielen, nachdem er eine schwierige Eröffnungsphase in ein ausgeglichenes Mittelspiel lenkte. Im Endspiel standen sich dann beide Kontrahenten mit gleicher Bauernzahl und ungleichen Läufern gegenüber, so dass das Remis unvermeidbar wurde (3:2). Hogreve hatte zu viele Bauern verloren und war dadurch im Endspiel chancenlos (3:3), während Kiesbye nach vier Stunden ausgeglichener Spielgestaltung gewahr werden musste, dass seine Bauernstellung eine Schwäche aufwies, die sein Gegner nach zähem Endspiel für sich zum Sieg nutzen konnte (3:4). Zuletzt musste noch Olaf Zeuch nach fast fünf Stunden an Brett 2 die Waffen strecken, nachdem er im Mittelspiel - in der Hoffnung auf eine verheißungsvolle Angriffsstellung - einen seiner Läufer gegen zwei Bauern opferte. Seine kundige Gegnerin widerlegte ihm dies zum Ende des Spiels, denn sie konnte ihren Läufervorteil derart nutzen, dass sie nach Abtausch aller sonstigen Figuren auch noch einen Freibauern auf der h-Linie zur Dame - und somit zum Sieg -führen konnte (3:5-Endstand).
Diese Niederlage steht wieder auf der Negativseite der Mannschaftsleistungen. Positiv gilt zu vermerken, dass wir mit Gerd Libuda einen zu Beginn der Saison neu in unsere Mannschaft hinzu gekommenen Spieler haben, der nach dem nunmehr vierten Mannschaftskampf mit 2½ Punkten zum erfolgreichsten Mannschaftsspieler avanciert ist. Dicht auf den Fersen sind ihm mit jeweils zwei Punkten unsere beiden "Dieters" (Eigenberz / Löwenstrom). Also: Wenn es am 5. Februar auf die Insel Föhr geht, wo uns der Wyker TB erwartet, wissen wir, dass auch hoffnungsvolle Potentiale in der Mannschaft schlummern: Mögen wir sie in uns allen wecken!"
Am 12.12.2011 und 09.01.2012 wurden vier Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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11. Runde |
12. Runde |
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Homuth - Ruiz Hampel |
3:0 |
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
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Wiederkehr - Krüger |
0:3 |
Ruiz Hampel - Krüger |
0:3 |
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Braun - Kiesbye |
3:0 |
Lomer - Kiesbye |
3:0 |
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Koch, A. - Lomer |
0:3 |
Koch, R. - Koch, A. |
1:1 |
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Koch, R. - Hogreve |
3:0 |
Hogreve/Freilos |
3:0 |
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13. Runde |
14. Runde |
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Homuth - Braun |
3:0 |
Krüger - Homuth |
1:1 |
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Kiesbye - Krüger |
1:1 |
Braun - Wiederkehr |
0:3 |
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Möller - Wiederkehr |
1:1 |
Kiesbye - Möller |
0:3 |
Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächsten beiden Runden unserer Schnellturniere finden am 06.02.12 statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen.
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SG Turm Kiel II - ESC I |
4 : 4 |
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Husumer SV II - ESC II |
5½ : 2½ |
In der 4. Runde der Verbandsliga Nord kam es zum Spitzenduell der beiden Aufstiegs-Favoriten: Unsere "Erste" trat in Kiel gegen die "Zweite" der SG Turm Kiel an, um mit dem erhofften Mannschaftssieg einen großen Schritt nach vorn für den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga Schleswig-Holstein zu tun. Schließlich sollte der etwas unglückliche Abstieg im Vorjahr nur ein "Betriebsunfall" bleiben.
Es
begann aus unserer Sicht sehr erfreulich, da schon vor Ablauf
der dritten Stunde die 1:0-Führung gelang. Am 5. Brett
überspielte Edmund Lomer - unser Ehrenvorsitzender und Senior
der Mannschaft - mit den weißen Steinen seinen Gegner Wolfgang
Romischke und ließ ihm keine Chance. Bald darauf erreichten
Manfred Homuth am Spitzenbrett gegen Hartmut Winkelmann sowie
Kai Krüger an Brett 3 gegen Eckart Böhm jeweils mit Weiß ein
sicheres Remis (2:1). Auch nach vier Stunden standen alle noch
laufenden Partien aussichtsreich; der fein herausgespielte
Sieg von Gerd Bernhardt (Brett 7) gegen Henrik Rulofs (3:1)
sowie das sichere Remis mit Schwarz von Ulrich Bußmeier (Brett
8) gegen Roland Drewek ließ schon etwas Vorfreude aufkommen
(3½:1½). Auch Rolf Möller hatte mit Schwarz am 6. Brett
gegen Michail Berenstein keinerlei Probleme, den Remishafen zu
erreichen: Der Zwischenstand lautete nun 4:2 für unsere
Mannschaft.
Dann
aber wurde es doch noch unerwartet spannend. Matthias Braun
(Brett 4) und Enrique Ruiz Hampel (Brett 2), die beide mit
Schwarz zunächst ein gutes Spiel machten und auch Vorteile
hatten, kamen in der Schlussphase ihrer Partien plötzlich ins
Schwimmen. Juriy Krasyk startete urplötzlich - eine
Nachlässigkeit ausnutzend - gegen Ruiz ein Feuerwerk mit
seinen Figuren, eroberte schließlich die Dame und verkürzte
auf 4:3. Matthias Braun kam gegen Bernd Hansen im Endspiel von
der Erfolgsspur ab und eine kluge Riposte seines Gegners
bescherte diesem den vollen Punkt zum 4:4.
So war das unentschiedene Endergebnis für das unser Team eine nicht mehr erwartete Enttäuschung. Noch aber sind 5 Runden zu spielen und der Aufstieg ist noch keinesfalls vergeben, denn unsere Mannschaft "überwintert" auf Platz 2 mit einem Brettpunkt Vorsprung vor der SV VHS Rendsburg.
Am 3. Advent musste unsere 2. Mannschaft in Husum gegen die 2. Mannschaft des Husumer SV antreten. Nach der langen Anreise gab es leider einen ersten raschen Verlustpunkt an Brett 8: Christian Tuckermann verlor durch ein Schachgebot seinen Turm und dadurch auch seine Partie (0:1). Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Dieter Löwenstrom um ein Remis und hatte auch realistische Chancen, doch im Endspiel musste er einen Bauern hergeben und wenig später war die drohende Umwandlung dieses Bauern nicht mehr zu parieren (0:2). Nur wenig später war es auch für Alexander Koch am Spitzenbrett geschehen: Sein anfänglicher Vorteil im Mittelspiel erwies sich als nicht dauerhaft, seine Königsstellung geriet unter Druck und schließlich sah er sich einem unparierbaren Matt ausgesetzt (0:3).
Fast eine Stunde später gab es einen ersten Lichtblick. Gerd
Libuda hatte an Brett 7 einen schön heraus gespielten Sieg
errungen. Im Endspiel konnte er ein Abzugsschach mit dem Turm
geben, was den Damenverlust für den Gegner bedeutet hätte,
worauf dieser aufgab (1:3). Zeitgleich konnte Zeuch seine
Stellung an Brett 2 nicht mehr halten, denn – nachdem er lang
rochiert hatte - gelang dem Gegner ein starker Angriff mit
Bauern, Turm und Dame gegen die empfindliche Rochadestellung,
was schließlich in einem Mattnetz endete (1:4).
Nun hätten alle drei noch ausstehenden Partien gewonnen werden
müssen, um zumindest eine Niederlage abzuwenden; dies war
jedoch unmöglich, was als nächster Holger Hogreve an Brett 5
erkennen musste. Er hatte sich während der gesamten Partie gut
entwickelt und zwei Bauern des Gegners erobert. Doch sein
jugendlicher Gegner konfrontierte ihn mit einer Mattdrohung,
die Hogreve nur kurzzeitig und letztlich vergeblich mit der
Opferung von Dame und Turm parieren konnte (1:5).
Damit war unsere Niederlage besiegelt, an den nun noch
gespielten Brettern zeichneten sich jedoch der
Ergebniskosmetik dienliche Zählergewinne ab. An Brett 3 ließ Hanfried Kiesbye
hoffen, der im Mittelspiel einen Läufer gewonnen
hatte. Im Endspiel ließ sich dieser Materialvorteil aber nicht
gegen einen bedrohlichen Freibauern seines Gegners
durchsetzen, so dass die Partie in ein Remis mündete
(5½:1½). Als Letzter spielte Dieter Eigenberz an Brett 6.
Nach entgegengesetzten Rochaden griff Eigenberz zielstrebig
den gegnerischen König an und eroberte im Laufe der
Angriffshandlungen zwei Bauern, die er sicher ins Endspiel
rettete und trotz hartnäckiger Gegenwehr zum Gewinn führte
(2½:5½).
Der Adventsbesuch in Husum war zwar durch diese deutliche Niederlage getrübt, zumal wir im dritten Kampf zum dritten Mal verloren haben und deshalb den letzten Platz in der Tabelle einnehmen. Aber vier Kämpfe liegen noch vor uns und lassen alle Möglichkeiten offen.
- ein Bericht von Claus Langmann -
Eigentlich wollte ich im November zu einem Turnier in Alkersum auf der schönen Insel Föhr. Aber dieses Turnier wurde abgesagt und so suchte ich nach einem Ersatz. Bei meinen Recherchen fiel mir eine andere Insel auf: Malta. Wärme und Sonne garantiert, aber zunächst schreckten mich die vermutlich doch wohl deutlich höheren Kosten. Aber da hatte ich mich geirrt: Hin- und Rückflug – überwiegend mit Lufthansa – war für 206 € zu haben und Übernachtung und Frühstück im 4-Sterne-Hotel des Spiellokals schlug mit nur 20,75 € zu Buche (allerdings hat das Hotel seine vier Sterne nicht verdient). Summa summarum kam die Reise somit nicht viel teurer als der ursprünglich geplante Ausflug nach Föhr.
Die Flieger brachten mich am 19. November über Zürich nach
Malta, ein Bus dann spät abends nahezu vor die Tür meines Hotels Topaz in
Bugibba. Am nächsten Morgen hatte ich reichlich Zeit, um mir vor Turnierbeginn
meine nähere Umgebung an der Nordküste von Malta anzusehen. Das allerdings
geriet zum Schock: Die Küste war völlig verbaut, die Häuser ohne erkennbare
Architektur und dicht an dicht. Dieser Eindruck änderte sich an späteren Tagen
leider nicht. In der Hauptstadt Valletta und Umgebung herrscht ein ungebrochener
Bauboom. Das produziert Bausünden - stillose Hochhäuser bis zu 20 Stockwerken - und
führt auch dazu, dass etwa 30.000 leere Wohnungen ihre Käufer oder Mieter
suchen. Etwa 3 Millionen Touristen –
ganz überwiegend aus England - müssen auf dieser kleinen Insel (mit 316 qkm kleiner
als Bremen!) jährlich untergebracht werden, bei einer Einwohnerzahl von wenig
mehr als 400.000 sind Missstände vorhersehbar.
Zu dem Turnier hatten sich 124 Spieler aus 22 Nationen eingefunden, davon 7 Großmeister und 13 Internationale Meister. Ich war an Platz 65 gesetzt und versuchte nun in den folgenden Tagen, mein mir selbst gesetztes 50%-Soll zu erfüllen. Wie die Auslosung so will, musste – oder besser durfte ich in den folgenden neun Partien fünf Mal gegen Spieler aus Malta spielen, ich hatte sozusagen gegen die maltesische Nationalmannschaft anzutreten. Zwei dieser Spieler waren allerdings anderer, nämlich belgischer und deutscher Nationalität. Sie waren durch ihre Berufe auf Malta gelandet und wurden dort Mitglieder des einzigen Schachklubs von Malta mit etwa 60 bis 70 Spielern. Am Ende konnte ich mich darüber freuen, dass ich gegen die maltesische Übermacht mit 50% der Punkte bestehen konnte, nur gegen ihren Spitzenspieler Colin Pace (ELO 2152) zog ich den Kürzeren.
In der 6. Runde erlebte ich ein wunderbares Beispiel maltesischer
Schauspielkunst. In der nebenstehenden Stellung zog mein Gegner zuletzt
26. Df3-e2
und kaum hatte er seine Dame
losgelassen, zog über sein Gesicht ein Ausdruck erschreckten, gleichwohl
versteckten Entsetzens. Er wollte mich dadurch zur Gabel 26. ... d3 verführen, die
allerdings mit 27. T:d3 L:b2 28. De3 unnötige Komplikationen produziert hätte.
Ich durchschaute die
böse Absicht, zog 26. ... Dd5 und empfing ihn, als er ans Brett zurückkehrte, mit den Worten: "You are an excellent actor". Die Partie verdarb ich allerdings später doch
noch zum Remis.
Am letzten Spieltag waren zwei Partien angesetzt und ich erschien "pünktlich" um 10 vor 10 im Spielsaal und – erstarrte. Vor mir saßen 123 Spieler an ihren Brettern und grübelten über ihre Züge! Ich hatte es nicht mitbekommen, dass der Spielbeginn an diesem Tag um eine Stunde vorverlegt war. Nach den Regeln – 30 Minuten Karenzzeit waren festgelegt – hatte ich verloren. Mein maltesischer Gegner Ron Sammut erklärte sich gleichwohl bereit zu spielen und so begann ich dann meine Partie mit einer um 50 Minuten verkürzten Bedenkzeit. Fortwährend bewegte mich nun der Gedanke, dass ich gegen einen derart fairen Gegner unmöglich auf Sieg spielen könne. Dann fiel mir eine Lösung ein: In einer schon etwas besser stehenden Stellung um den 15. Zug herum bot ich ihm remis an. Als er das ablehnte, fühlte ich mich befreit, auf Gewinn zu spielen, was mir schließlich auch gelang. Ich hatte damit meine gewünschten 50% erreicht und verabschiedete meinen Gegner mit den Worten: "You are a gentleman!". - Ich war nicht allzu traurig, als ich in der letzten Runde gegen einen Moskowiter verlor. Das ergab Platz 75.
Das faire Verhalten meines Gegners bewog mich, beim
Schiedsrichter und beim Veranstalter vorstellig zu werden und anzuregen, meinen
Gegner durch einen Sonderpreis zu ehren. Der Vorschlag wurde einhellig begrüßt –
aber bei der am selben Tag stattfindenden Siegerehrung leider vergessen.
Den Sieger muss ich natürlich auch noch benennen: Mit 7½ Punkten siegte GM Stellan Brynell aus Schweden vor weiteren sechs Titelträgern mit 7 Punkten.
Sogar beim Rückflug von München nach Hamburg hatte ich noch schachliche Erlebnisse. Als Lektüre genoss ich das Zeit-Magazin und stieß dort auf die nebenstehende Aufgabe: Weiß zieht und hält remis. Nicht schwer, aber überraschend und amüsant. Ein gutes Ende meiner Inselreise.
Am vergangenen Montag waren Edmund Lomer und Bruno Geruschkat auf der Bühne
des "Carls Showpalastes" zu bewundern. Aber auch für dieses
einmalige Erlebnis
gibt es einen guten Grund: Die Heimatgemeinschaft Eckernförde hatte am
05.12.11 zu einem Abend zum Thema "Spiele und Spielzeug – einst und jetzt"
eingeladen und Dr. Mehl - der Organisator der Veranstaltung – hatte unsere
beiden Protagonisten eingeladen, bei dieser Gelegenheit unser königliches Spiel
vorzustellen. Es wurde ein abwechslungsreicher Abend vor etwa 80 Zuschauern.
Eingerahmt von themenbezogenen Lesungen, von einer einschlägigen Bilderschau und
von verschiedenen Vorführungen stellten Lomer und Geruschkat als die beiden
Weltmeister Aljechin und Lasker die entscheidende Phase ihrer 1934 in Zürich
gespielten Partie vor. An einem normalen Turnierbrett sitzend, wurden
Stellung und Züge durch eine Videokamera auf eine Großleinwand übertragen.
Zum guten Abschluss bot "Weltmeister Aljechin" seinem Kontrahenten ein Glas
Wasser an – geschichtlich korrekt wäre es besser ein Wasserglas Kognak gewesen.
Die Lichtverhältnisse waren für die Übertragung nicht optimal, aber nachdem Dr.
Mehl Lomer versichert hatte, dass die Darbietung gut zu sehen gewesen sei und er
sie auch verstanden
hätte, war der Erfolg dieses Teils der Veranstaltung gesichert.
Es ging um die oben stehende Stellung. Der geneigte Leser möge die weltmeisterlichen Gedankengänge nachempfinden. Aljechin als Weißer am Zuge gewinnt die Partie durch einen fulminanten Schlussangriff (der letzte Zug 24. ... f7-f6 war ein entscheidender Fehler). Lasker gab zwei Züge nach der Diagrammstellung aus guten Gründen auf.
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ESC I - TuS Holtenau |
5 : 3 |
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ESC II - Flensburger SK III |
3½ : 4½ |
Am 3. Spieltag ließ unsere 1. Mannschaft nichts anbrennen und hat die Verfolgung vom Turm Kiel II aufgenommen, unserem kommenden Gegner am 4. Spieltag. Diesmal mussten wir nicht nur den Aquarianern, sondern zudem einem Landeskongress der SPD-Damen ausweichen – das bedeutete: ab nach oben links in die Ecke. Der Wettkampf konnte erst mal aber nicht so schnell beginnen. Ein "sehr sehr" guter Spieler von uns wollte noch einmal frische Luft schnappen und öffnete die Tür links vom Klo im ersten Stock. Was dann kam, hätte selbst Antony Perkins in "Psycho" vor dem Duschvorhang verharren lassen. So laut, so laut … aaah, die Ohren! Erste Damen von unten fragten besorgt, ob es uns noch gut gehe – wir verstanden das erst nach dreimaligem Nachfragen. Schließlich kam etwa 15 Minuten später ein sichtlich steif lächelnder – aber dennoch wie immer sehr freundlicher – Leiter der AWO-Eckernförde und stellte den vom Notausgang ausgelösten Alarm aus. Oh wie peinlich …
Die Schachfreunde aus Holtenau kämpften zäh mit 7 Mann, mussten am Ende aber nachgeben. Schon Ulrich Bußmeiers kampflosem Punkt am 8. Brett mussten die Holtenauer eine ganze Weile hinterher laufen. Kai Karl Krüger zog sich am 3. Brett mit den schwarzen Steinen nach drei Schachs in den ersten 10 Zügen gegen sich und einem frühen Damentausch auf d8 nach knapp über zwei Stunden relativ schnell mit einem Remis aus dem aktiven Spielbetrieb (1½:½). Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett folgte gleichfalls mit einem Remis etwa eine Stunde später, nachdem sein Angriff gegen den nach f8 flüchtenden schwarzen König abebbte (2:1). Dieser Vorsprung war nicht gefährdet. Rolf Möller hatte am 5. Brett bequem zwei Bauern Vorsprung und gab davon einen zurück, um im Zentrum auf halbrechts zwei verbundene Freibauern in Gang zu bringen. Eduard Wiederkehr stand am 6. Brett vielleicht etwas schlechter, aber das gab wie stets bei ihm eigentlich nur Anlass zur Zuversicht. Manfred Homuth entwickelte am 1. Brett eine "sehr sehr" gute Stellung, während Hanfried Kiesbye am 7. Brett bei seiner Premiere in der ersten Mannschaft mit den schwarzen Steinen sehr gut und zäh verteidigte. Matthias Braun hatte am 4. Brett eine bessere Stellung erwirtschaftet und wartete nach Remisangebot seines Gegners zwischenzeitlich etwa 20 Minuten die weitere Entwicklung ab. So zog sich der Wettkampf hin.
Rolf Möller baute seinen Vorteil zum Sieg aus (3:1), während unser "sehr sehr" guter Spieler in eine sehr unklare, offene Stellung geriet, in der der ursprüngliche Vorteil verschwand. Er nahm lieber das Remis, da wir schon mit 2 Punkten vorn lagen (3½:1½). Und Matthias Braun wartete auch nach dem zweiten Remisangebot seines Gegners ab, wie es bei Eduard Wiederkehr lief. Dort war es unübersichtlich. Eduards Gegner griff den gefesselten Läufer im Turm/Läufer-Endspiel mit einem Bauern an. Kein Problem für Eduard. Die Türme seitlich links in Stellung – und ausschwärmen, der andere hat auch einen Läufer… Irgendwie - aber das ist ja nicht neu, findet sich taktisch über 5, 6, 7 Züge immer ein Weg für Eduard, um in ein Turmendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln. Völlig sicher, dass das nicht verloren gehen konnte, nahm Matthias das Remis am 4. Brett an, uiuiui, dabei war das Remisangebot seines Gegners nicht mehr gerechtfertigt (4:2). Und Eduard gewann auch noch (5:2). Hanfried Kiesbye musste nach langem Kampf als letzter die Segel streichen, sodass wir mit einem 5:3 sicher gewonnen hatten. Jetzt sind wir schon Zweiter in der Tabelle der Verbandsliga, und der Erste – Turm Kiel II – erwartet uns im Dezember.
Gewinnen wir dort, stehen uns alle Türen offen!
Am selben Tag hatte unsere "Zweite" die 3. Mannschaft des Flensburger Schachklubs zu Gast. Dabei war - im angenehmen Sinne - auffällig, dass fünf der acht angereisten Spieler Jugendliche im Alter zwischen ca. 11 und 16 Jahren waren, die - wie sich zeigen sollte - uns sehr zu schaffen machten (sie erzielten 2½ der möglichen 5 Punkte!)
Der Wettkampf begann verheißungsvoll: Schon nach 45 Minuten hatte Christian Tuckermann an Brett 8 seinen Gegner besiegt, nachdem er ihn in ein zweizügiges Matt am Königsflügel verwickelt hatte (1:0). Eine weitere dreiviertel Stunde später war es Gerd Libuda an Brett 7, der einen halben Zähler erkämpfen konnte, denn er und sein Gegner hatten es immer wieder geschafft, ausgeglichene Stellungen aufs Brett zu bringen (1½:½). Leider gab es kurz danach einen ersten Wermutstropfen, als Bruno Geruschkat (Brett 3) gegen seinen jugendlichen Gegner aufgrund zu großen Materialverlustes die Waffen strecken musste (1½:1½). Eine weitere halbe Stunde später einigten sich auch Holger Hogreve (Brett 5) sowie Alexander Koch (Brett 1) mit ihren jeweiligen Gegnern auf eine Punkteteilung. Koch musste sich mit einem Springer gegen drei Mehrbauern des Gegners auf dem Königsflügel erwehren, hätte aber ein starkes Gegenspiel gegen dessen Damenbauern entwickeln können, so dass dieser seine Kräfte immer auch auf diesen Unruheherd konzentrieren musste und daher das Remis einer unklaren Partiefortsetzung vorzog (2:2). Hogreve geriet nie in Gefahr, konnte aber auch seinerseits keine entscheidenden, Sieg bringenden Akzente setzen. Sein halber Punkt ließ die Mannschaft weiter auf einen zumindest ausgeglichenen Ausgang der Begegnung hoffen (2½:2½). Nach dreieinhalb Stunden konnte sich Dieter Löwenstroms Erfahrung gegen seinen jugendlichen Gegner durchsetzen, letzterer konnte eine in naher Zukunft drohende Bauernumwandlung nicht parieren (3½:2½). Die Freude über die somit erkämpfte Führung währte leider nur kurz, da Dieter Eigenberz die Aussichtslosigkeit seiner Endspielsituation einsehen musste. Im Mittelspiel war er noch im Vorteil gewesen, aber seine Stellung krankte in einer entscheidenden Phase daran, dass sein König kein Luftloch auf der Grundlinie hatte. Dadurch verlor er einen Läufer und somit auch die Partie (3½:3½).
Nun musste Zeuch, der die ganze Zeit aufgrund der unklaren Ergebnislage alles "auf Sieg" setzte und dabei auch reichlich viel riskierte, um seinem Gegenüber wenigstens einen halben Punkt abzunehmen, seine Partie zu einem positiven Ende führen. Doch ein Springeropfer im Mittelspiel gegen einen gegnerischen Bauern im Zentrum sorgte nicht für den erhofften Figurensturm auf den am Königsflügel ziemlich offen stehenden schwarzen Monarchen. Der älteste mitgereiste Flensburger Jugendliche verstand es, seinen Vorteil ins Endspiel zu retten und dort weitere Bauern zu erobern. Dies bewog Zeuch dann zur Aufgabe, womit die knappe Niederlage mit 3½:4½ besiegelt wurde.
An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die freundliche wie spielstarke Nachwuchsmannschaft aus Flensburg, der noch weitere Erfolge in dieser Saison sehr zu gönnen sind.
Für unsere "Zweite" geht es am 11. Dezember nach Husum, wo die dortige "Zweite" auf uns wartet. Möge sich der Status der "Grauen Stadt am Meer" nicht auf uns in Form eines "grauenvollen" Spielergebnisses übertragen.
Auch in diesem Jahr war unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer zu Gast bei dem "Politikerturnier" in Berlin. Hier folgt sein Bericht:
"Schach verbindet alle politische Ebenen - das zeigte sich auch in diesem Jahr beim traditionellen Politiker-Schachturnier, das an einem sonnigen Novembertag in Berlin ausgetragen wurde. Schauplatz war das Quadriga-Forum am Werderschen Markt im Zentrum der Bundeshauptstadt. Beim 21. Turnier waren 46 Teilnehmer aus dem politischen und diplomatischem Bereich aus allen Teilen Deutschlands gekommen, um in 7 Runden um Sieg und Punkte zu spielen. Diesmal fehlte allerdings die ganz große Prominenz, aber dennoch war das Feld sehr stark besetzt.
Schleswig-Holstein war mit dem CDU-Ratsherrn Edmund Lomer (Eckernförde) sowie dem ehemaligen Essener Ratsherrn Gerhard Meiwald (Heide) gut vertreten. Das Turnier wurde im Schweizer System ausgetragen mit einer sehr besonderen Zeitgestaltung, durch die die Spielstärkeunterschiede ausgeglichen werden sollten. In der 4. Runde hatte Lomer zunächst Probleme beim Ausfüllen des Partieformulars: Der Name seines ursprünglich ausgelosten Gegners - des Botschaftsangehörigen Battuvshin Chuluunbaatar - machte ihm einige Schwierigkeiten. Sie lösten sich aber, da eine erneute Auslosung notwendig wurde, die einen Gegner mit einem umgänglicheren Namen erbrachte.
Turniersieger wurde Dr. Dirk Jordan (Dresden) mit 6½ Punkten vor Rainer Dambach (Pasewalk) und dem Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz (je 5½ Punkte). Edmund Lomer erreichte nach verhaltenem Start durch einen überzeugenden Sieg in der Schlußrunde gegen Josef König (Rottal) mit 5 Punkten aus 7 Partien den 4. bis 7. Platz. Gerhard Meiwald belegte mit 3 Zählern Platz 29.
Im Gegensatz zu dem in der Presse bekanntgewordenen Stellungsbild aus der Partie Helmut Schmidt gegen Peer Steinbrück standen bei diesem Turnier alle Bretter richtig.
Ein Bankett mit Gelegenheit zu interessanten Gesprächen gab der besonderen Schachveranstaltung einen ansprechenden Rahmen."
Einen ausführlichen und auch bebilderten Bericht finden Sie in der Dezemberausgabe des Schachmagazins (S. 24 ff). Sie finden dort auch Edmund Lomers Namenszug - zusammen mit denen der übrigen Teilnehmer - auf einem Schachbrett auf dem Feld d6.
Am 14.11.2011 wurden die 9. und 10. Runde unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
|
9. Runde |
10. Runde |
||
|
Homuth - Krüger |
3:0 |
Kiesbye - Homuth |
0:3 |
|
Wiederkehr - Kiesbye |
3:0 |
Krüger - Braun |
1:1 |
|
Ruiz Hampel / Freilos |
3:0 |
Hogreve - Wiederkehr |
0:3 |
|
Schleswiger SV I - ESC I |
2½ : 5½ |
|
SC Schleispringer Kappeln I - ESC II |
6 : 2 |
Zum Auftakt der Saison in der Bezirksliga Nord 2011/12 führte der Weg unserer zweiten Mannschaft nach Kappeln, wo die erste Garnitur des SC Schleispringer auf uns wartete. Der Beginn des Wettkampfs verhieß nichts Gutes, denn Bruno Geruschkat (Brett 4) kam schon in der ersten Viertelstunde der Eröffnung ins Straucheln, verlor schnell eine Leichtfigur und gab dann wenig später auf, als er vor der Wahl stand, eine weitere Leichtfigur oder gar die Dame zu verlieren (0-1). Innerhalb der nächsten zwei Stunden gab es vereinzelt große Hoffnungen, den Spielern aus Kappeln einen ebenbürtigen Kampf zu liefern: An Brett 8 erbeutete Christian Tuckermann im anfänglichen Mittelspiel die Dame seines Gegners, so dass sich hier ein Sieg abzeichnete. Olaf Zeuch (Brett 2) kam temporeich, aber unrochiert aus der Eröffnung heraus, konnte die kleine Qualität erringen und ein druckreiches, farbenfrohes Mittelspiel gestalten. Alexander Koch (Brett 1), Dieter Löwenstrom (Brett 5), Dieter Eigenberz (Brett 6) und Gerd Libuda (Brett 7) hatten solide und ausgeglichen eröffnet und konnten dem Mittelspiel zuversichtlich entgegen sehen. Allerdings kam bei Hanfried Kiesbye (Brett 3) durch eine schwach gespielte c4-Eröffnung schnell "der Wurm" hinein und dies in Form eines Bauernverlustes und einer blockierten Rochademöglichkeit, was ihn zu besonderer Umsicht bei der weiteren Partiegestaltung zwang. Überraschenderweise war Tuckermann in ein starkes Leichtfiguren-Gegenspiel seines Gegners hineingeraten, musste Figureneinbußen hinnehmen und konnte den Damenvorteil nicht zu seinem Vorteil ummünzen. Trotz hartnäckiger Gegenwehr, die er bis weit ins Endspiel hinein zeigte, konnte er sich letztlich nicht dem bis zuletzt ideenreich und stark aufspielenden Gegner erwehren, und so stand es nach ca. zwei Stunden 0:2. Leider nahmen auch in der nächsten halben Stunde zwei weitere Partien eine Wendung zum Bösen: Durch eine Ungenauigkeit im Mittelspiel verlor Alexander Koch einen Bauern und damit sein druckvolles Spiel; letztlich konnte sein starker Gegner im weiteren Verlauf entscheidende Raumvorteile erlangen und ihn überspielen, so dass er aufgeben musste (0:3). Gerd Libuda konnte als Mannschaftsneuling ein gutes Debüt präsentieren, indem er seinem Gegner bis ins späte Mittelspiel einen ausgeglichenen Kampf lieferte, dann sah aber auch er sich nach einer mehrzügigen Abtauschkombination im entscheidenden Stellungs- und Figurennachteil und gab auf (0:4). Löwenstrom hatte derweil durch einen Tempoverlust einen Bauern verloren, konnte aber nach Abtausch aller Schwerfiguren das Endspiel Springer gegen Läufer - trotz des Minusbauern - remis halten (½:4½). Eigenberz überführte seine solide Eröffnung in ein ebenso makelloses Mittelspiel, was dann in ein ausgeglichenes Endspiel mündete; die logische Konsequenz war ein Remis (1:5). Kiesbye konnte sich im Mittelspiel mühsam aus seiner schlechten Stellung herausarbeiten und nach Abtausch fast aller Figuren den anfangs verlorenen Bauern zurückgewinnen; schließlich erreichte auch er eine achtbare Punkteteilung (1½:5½).
Nun sollte Zeuchs Partie noch ca. zwei weitere Stunden dauern, denn der Genannte hoffte zwischenzeitlich auf einen Sieg, da seine beiden Springer und sein schwarzfeldriger Läufer den beiden Türmen und dem weißfeldrigen Läufer des Gegners schwer zusetzten. Der Gegner konnte sich aber gut verteidigen und seinerseits ein vollwertiges Gegenspiel entwickeln, so dass sich beide schließlich nach viereinhalbstündiger Spielzeit auf ein Unentschieden einigten und damit den 2:6-Endstand besiegelten.
Mögen wir uns durch diese deutliche Niederlage nicht verdrießen lassen und am 20.11. im Heimspiel gegen die "Dritte" aus Flensburg wieder frei nach dem Motto "just for fun" unser Bestes geben.
Am vergangenen Montag trafen sich sieben Spieler, um die 7. und 8. Runde unseres Schnellturniers auszutragen. Am späten Abend standen die folgenden Ergebnisse fest:
|
7. Runde |
8. Runde |
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|
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
Braun - Homuth |
0:3 |
|
Bunke - Braun |
0:3 |
Krüger - Wiederkehr |
3:0 |
|
Krüger - Möller |
3:0 |
Kiesbye - Bunke |
1:1 |
|
Freilos - Kiesbye |
0:3 |
Möller - Freilos |
3:0 |
Kai Karl Krüger hat - allerdings in gebührendem Abstand - die Verfolgung zum führenden Manfred Homuth aufgenommen und Hanfried Kiesbye hat einen großen Schritt ins Mittelfeld der Tabelle getan. - Den aktuellen Tabellenstand aller beteiligten Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.
Die nächsten beiden Runden werden am 14.11.11 - wie immer in der Bürgerbegegnungsstätte am Rathausmarkt - ausgetragen! - Anmeldungen sind bis 19:15 Uhr vor Ort möglich, auch Gäste sind gern gesehen!
In der Woche vom 24.09. bis zum 30.09.2011 wurde im Restaurant der Stadthalle zum 5. Mal die Offene Schleswig-Holsteinische Seniorenmeisterschaft ausgetragen. 64 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten sich eingefungen und es besteht eine gute Chance, dass sie alle wiederkommen. Denn jenseits des Schachlichen - aber für die weither Angereisten sicher nicht ohne Wert - wurden die Gäste während der gesamten Woche durch Bilderbuchwetter verwöhnt. Eckernförde zeigte sich von seiner allerschönsten Seite!
Favoriten waren Bernd Baum aus Erfurt (DWZ 2207) und
der Vorjahressieger Juri Ljubarski aus Hannover (DWZ
2133), aber beide konnten sich nicht durchsetzen. Sie
belegten nach 7 Partien mit 5 bezw. 4½ Punkten nur die
Plätze 6 und 10. Der Sieger Peter Heinzel aus Mülheim
erreichte als einziger 6 Punkte. Besonders
bemerkenswert bei diesem Ergebnis war der Umstand,
dass Peter Heinzel - mit einer DWZ von 1955 an
Platz 15(!) gesetzt - diesen Erfolg als "Nestor"
erzielte (dazu muss man mindestens 75 Jahre alt sein)
und dass er trotz seines hohen Alters am Ende des
Turniers einen DWZ-Zugewinn von 54 Punkten verbuchen
konnte. Das ist auf diesem DWZ-Niveau und in diesem
Alter äußerst ungewöhnlich. Nur ein einziger der 64
Spieler tat es ihm gleich: Unser Hanfried Kiesbye
verbesserte sein Rating ebenfalls um 54 Punkte auf
nunmehr 1455 Punkte. Das ist eine Gratulation an
dieser Stelle wert!
Die Einzelergebnisse unserer Spieler - einschließlich unseres Mitglieds Claus Langmann, der in einem einschlägigen Artikel der Eckernförder Zeitung nicht mit aufgeführt wurde - finden Sie in der folgenden Tabelle. Die Ergebnisse aller anderen Spieler, die Abschlusstabelle, Rundenberichte und eine große Anzahl von Fotos finden Sie auf der Seite des Schachverbands hier.
|
|
|
||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Lomer |
16 |
1 |
½ |
0 |
1 |
1 |
0 |
½ |
4/25 |
19 |
|
|
|
|
||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Langmann |
30 |
1 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
3 ½/22 |
35 |
|
|
|
|||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Geruschkat |
55 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
½ |
2 ½/17½ |
55 |
|
|
|||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Kiesbye |
59 |
½ |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
1 |
3/18 |
50 |
- nur 4 : 4 gegen Raisdorfer Schachgemeinschaft -
Am 18.09.2011 hat die Schachsaison für die Mannschaftskämpfe begonnen. Unsere 1. Mannschaft empfing in der 1. Runde als Absteiger aus der Landesliga in der Bürgerbegegnungsstätte die Aufsteiger der Raisdorfer Schachgemeinschaft. Die Favoritenrolle war damit festgelegt. Einen Schock mussten wir aber gleich zu Beginn verdauen, denn Ralf Koch, der sich im vorigen Jahr vor allem durch seine stete Zuverlässigkeit in die Mannschaft gespielt hatte, musste eine Stunde vor Wettkampfbeginn ins Krankenhaus eingeliefert werden und fehlte uns dadurch. An Ersatz war wegen der Kürze der Zeit nicht zu denken. An dieser Stelle noch einmal alles Gute von der gesamten Mannschaft!
Somit gingen wir mit einem Punkt Rückstand in die Begegnung und mussten zudem Edmund Lomer – der wie auch in den vergangenen Jahren immer wieder einige Male urlaubsbedingt passte – und Rolf Möller, der sonst jahrelang kaum ausgefallen war, ersetzen.
Eduard Wiederkehr spielte am 6. Brett so, wie wir es von ihm kennen. Erst schlecht stehen, dann alles abtauschen, und im Endspiel be… - sorry - gewinnen (1:1). Ein wahrer Endspielkönig!!! Ulrich Bußmeier überspielte sodann seinen Gegner am 8. Brett, indem er diesen dazu verleitete, eine Figur einzustellen (2:1). Holger Hogreve verteidigte sich tapfer gegen den Landesturnierleiter am 7. Brett, musste jedoch Bauer um Bauer geben, bis die Stellung nicht mehr zu halten war (2:2). Als sodann Manfred Homuth am 1. Brett souverän aus dem Mittelspiel heraus eine Qualität mit Gewinnstellung herausarbeitete, stand es plötzlich 3:2. Kai Krüger wählte, als er dies sah - nach schnellem Blick auf die Stellungen von Enrique Ruiz-Hampel und Matthias Braun - eine Verschachtelung aller Bauern, um nach 20 Zügen schlechterer Stellung am 3. Brett ein Remis zum 3½ : 2½ zu erzwingen. Denn am 2. Brett stand Enrique deutlich besser, während Matthias am 4. Brett trotz Minusbauern am Damenflügel eine gute Angriffsposition am Königsflügel zu haben schien. Leider ging das Konzept "1 Punkt geht da noch" nicht auf. Enrique übersah die im Analyseraum von Eduard Wiederkehr – unserem Endspielkünstler – sofort aufgezeigte Gewinnvariante und sicherte mit einem Remisangebot lediglich den vierten Punkt. Matthias aber verlor am Königsflügel einen Springer, als er seinen Angriff überzog. Der Wind seines Angriffs ließ seinem Gegner zwar noch eine Abwicklung mit verbleibenden zwei Springern gegen Turm samt jeweils Dame notwendig erscheinen. Mit verrinnender Zeit auf der Uhr konnte Matthias seine Stellung aber nicht mehr halten. Raisdorf holte zum 4 : 4 auf. Damit liegen wir nach dem 1. Spieltag auf dem 5. Platz der Verbandsliga-Nord.
Am Montag, den 12.09.11 fanden sich 10 Spieler zum 3. Tag der Eckernförder Schnellturniere ein. Es ergaben sich folgende Paarungen und Ergebnisse:
|
5. Runde |
6. Runde |
||
|
Ruiz Hampel - Homuth |
0:3 |
Homuth - Krüger |
3:0 |
|
Wiederkehr - Röhl |
1:1 |
Röhl - Ruiz Hampel |
3:0 |
|
Krüger - Braun |
3:0 |
Braun - Wiederkehr |
0:3 |
|
Hogreve - Alexander Koch |
0:3 |
Zeuch - Hogreve |
0:3 |
|
Andreas Koch - Zeuch |
3:0 |
- |
|
Manfred Homuth spielte gegen Enrique Ruiz Hampel ein sauberes Figurenendspiel und gegen Kai Karl Krüger einen fulminanten Königsangriff. Mit großem Abstand hat er die Quartalswertung 07-09 (2011) gewonnen und den Geldpreis in Höhe von 40 € gewählt. Auch an dieser Stelle sei ihm gratuliert!
Mit der nächsten Quartalswertung erhält nicht nur der Quartalssieger einen Geldpreis, sondern auch der beste "Auswärtige" und der beste "Eckernförder". Doppelpreise werden allerdings nicht vergeben.
Den aktuellen Tabellenstand aller Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 10.10.11 ausgetragen!
Der Deutsche Schachbund hatte für das Jahr 2011 in der
Woche vom 17.08. bis 24.08.11 erstmalig einen
Deutschen Senioren-Cup ausgeschrieben. Inspiriert war
diese Idee wohl vom seit Jahren erfolgreich
ausgetragenen Ramada-Cup, denn die
Ausschreibungsbedingungen – Titelvergabe in 4
gestaffelten Gruppen je nach Spielstärke - ähneln
einander in gewisser Weise. Aber wohl nicht auch der
Erfolg, denn kurz vor Beginn des Turniers erreichte
Edmund Lomer ein Anruf von Rainer Gehrmann, dem
Seniorenbeauftragten von SH mit der Bitte, im
Interesse der Sache an diesem Turnier teilzunehmen.
Und so machte sich unser Senior auf den Weg nach Bad
Blankenburg. Dort wartete die nächste Überraschung: In
den Wertungsgruppen A und B hatten sich so wenig
Teilnehmer gemeldet, dass diese beiden Gruppen
zusammen gelegt werden mussten. Er landete auf diese
Weise in der Gruppe A + B ( DWZ über 1801) bei nur 18
Teilnehmern auf Setzplatz Nr. 9. Die insgesamt geringe
Teilnehmerzahl war wohl auch dadurch bedingt, dass nur
wenige Tage zuvor vom 05.08. bis zum 13.08.11 die
Deutsche Seniorenmeisterschaft ausgetragen wurde –
eine ziemlich unverständliche Terminplanung.
Im siebenrundigen Turnier startete Lomer mit zwei durchaus vermeidbaren Niederlagen. Auch in der 3. Runde gab es nur ein Remis. Nach dieser Durststrecke erzielte Lomer den ersten Gewinn gegen Günter Ahlberg/SG Weißensee und auch die folgende Partie gegen Heinz Detert/SK Sieker Bielefeld wurde gewonnen. Nach einem endlich überzeugenden Sieg in der 6. Runde gegen Horst Nietsch/SG Weißensee war dann sogar ein einstelliger Tabellenplatz in Sicht. In der Schlussrunde schlug Lomer aber ein Remisangebot seines Gegners Hilmar Petzold/SG Narva Berlin aus und überzog die Partie zum Verlust. So wurde in der Endabrechnung mit 3½ Punkten aus 7 Partien nur Rang 11 belegt - zweifellos ein etwas enttäuschendes Abschneiden.
Die Spielbedingungen waren ordentlich. Allerdings war die Sportschule Bad Blankenburg vom gewohnten Standard anderer Jugendherbergen etwas entfernt und recht gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer waren recht klein und wurden nicht regelmäßig hergerichtet. Das Kantinenangebot war ausreichend; dass alles selbst besorgt musste (Besteck, Servietten) und persönlich abzuräumen war (dafür war kein Personal vorhanden), sorgte für vermehrte Bewegung.
Im nächsten Jahr findet der Senioren-Cup Mitte Mai in Braunschweig statt. Wahrscheinlich liegt dieser Termin etwas günstiger und wahrscheinlich sind auch die Randbedingungen angenehmer.
|
Deutsche Senioreneinzelmeisterschaft 2011 in Halle |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. / von ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Lomer |
66 / 187 |
1 |
½ |
½ |
½ |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
5 |
69 |
Zum 5. Mal nach 2001 (Dresden), 2005 (Essen), 2009 (Dresden) und 2010 (Berlin) nahm unser Ehrenvorsitzender, Ratsherr Edmund Lomer, an der jährlich ausgetragenen Deutschen Senioreneinzelmeisterschaft teil. Diesmal war Halle an der Saale, die Geburtsstadt Georg Friedrich Händels, vom 05. bis 13.08.2011 Schauplatz des mit vielen bekannten und hervorragenden Spielern besetzten Turniers.
Mit Edmund Lomer hatten sich 187 Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter ein Internationaler Meister, 16 FIDE-Meister und eine FIDE-Meisterin eingefunden, um neun Runden nach Schweizer System auszutragen. Aus Schleswig-Holstein spielten ferner Herbert Nachtkamp (SK Norderstedt), Franz Felser (VSF Flintbek), Joachim Neumann (Kieler SG /Meerbauer), Manfred Plewka (SV VHS Rendsburg), Hans-Christian Ackermann (SC Marne), Adolf Oldigs (SV Büsum) und Henning Geibel (SV Bargteheide) mit.
Deutscher Seniorenmeister wurde - wie auch schon im Jahr 2009 - Prof. Dr. Christian Clemens aus Braunschweig mit 7½ Punkten. Er beendete das Turnier zwar nur als Dritter, aber den beiden ganz knapp nach Wertung vor ihm liegenden Jurij Vasiljev und Boris Gruzmann wurde dieser Titel versagt, wahrscheinlich wohl wegen fehlender deutscher Staatsangehörigkeit.
Edmund Lomer berichtet:
Mein Ziel war klar: Platz 110 des Turniers von 2010 in Berlin zu unterbieten, sollte ein erreichbares Vorhaben sein.
Der Start gelang: Meine erste Partie mit Schwarz gewann ich nach hartem Kampf gegen Barbara Jacob/Ochtrup. In Runde 2 spielte ich mit den weißen Steinen gegen einen Mitfavoriten auf einen Spitzenrang, Hermann Krieger/Ludwigshafen, ebenso Remis wie in der 3. Runde mit Schwarz gegen Gerhard Schmidt/Unterhaching.
Nun erwarteten mich zwei weitere schwere und reizvolle Aufgaben: Gegen den mehrfachen Landesmeister von Schleswig-Holstein, Joachim Neumann, gelang mir in Runde 4 mit Weiß ein sicheres Remis. Die 5. Runde bescherte mir – noch immer ungeschlagen - mit gleicher Farbe einen weiteren Titelfavoriten, FIDE-Meister Manfred Böhnisch aus Leipzig. Nach schwungvoller Eröffnung winkte mir überraschend im 27. Zug ein Figurengewinn. Nach längerer Bedenkzeit schien mir die Annahme dieses Geschenkes zu riskant, was sich jedoch als fehlerhaft erwies – es wäre kein Danaergeschenk gewesen! Nach dieser vergebenen Chance setzte sich die Spielstärke meines Gegners durch und meine erste Niederlage war fällig. Noch stark beeindruckt von der vergebenen Chance spielte ich in der 6. Runde mit Schwarz sehr schwach und verlor folgerichtig gegen Leo Klein/ Aachen. Zum Glück kam ich langsam in die Erfolgsspur zurück: Runde 7 brachte mir mit Weiß ein Remis gegen Prof. Dr. Wilmar Lukas/Berlin und danach wurde es wirklich Zeit für einen erfolgreichen Endspurt: In Runde 8 gelang mir mit Schwarz nach gutem Konterspiel gegen Oswald Smits/Taunus ein Sieg und auch in der Schlußrunde setzte ich mich im Endspiel mit Weiß gegen Wilhelm Brandt/Bernburg erfolgreich durch. Der abschließend erreichte 69. Platz mit 5 Punkten bedeutete ein wesentlich besseres Ergebnis als bei der Meisterschaft 2010 in Berlin und entsprach fast genau meinem Setzplatz.
Es war ein schönes Turnier, verbunden mit einem Wiedersehen wohlbekannter Hamburger Schachfreunde wie Volker Papenbrock und Werner Schirmer. Ein Höhepunkt im Rahmenprogramm war der Besuch des Händelmuseums, verbunden mit viel Musik und interessanten Vorträgen.
Am Montag, den 08.08.11 fanden sich 9 Spieler zum 2. Tag der Eckernförder Schnellturniere ein. Es ergaben sich folgende Paarungen und Ergebnisse:
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3. Runde |
4. Runde |
||
|
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
Homuth - Bunke |
3:0 |
|
Ruiz Hampel - Krüger |
3:0 |
Husfeld - Wiederkehr |
3:0 |
|
Bunke - Kiesbye |
3:0 |
Braun - Ruiz Hampel |
3:0 |
|
Husfeld - Braun |
0:3 |
Kiesbye - Krüger |
0:3 |
|
Dingeldein / Freilos |
3:0 |
|
|
Die sich daraus ergebende Tabelle wird erwartungsgemäß von Manfred Homuth angeführt vor sechs punktgleichen Verfolgern. Bester "Auswärtiger" ist zur Zeit Mike Bunke vom Schleswiger SV auf dem dritten Platz. Matthias Braun, der im ersten Umgang nicht mitgewirkt hat, hat sich auf Anhieb in die Verfolgergruppe gespielt!
Den aktuellen Tabellenstand aller Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 12.09.11 ausgetragen!
In der Woche vom 30.07. bis zum 05.08.2011 fand im Clubhaus der Rudergesellschaft Germania das 24. Kieler Open mit 110 Teilnehmern statt. An diesen sieben Tagen wurden neun Runden ausgespielt, die erste und zweite sowie die dritte und vierte Runde jeweils doppelrundig. Aus unserem Verein nahmen drei Spieler an diesem Turnier teil, nämlich Ralf Koch und Claus Langmann im ELO-Open (70 Teilnehmer) und Holger Hogreve im DWZ-Open für Spieler bis DWZ 1700 (40 Teilnehmer). - Unsere Spieler erzielten folgende Ergebnisse:
|
ELO - Turnier |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Langmann |
36 / 70 |
0 |
½ |
1 |
½ |
0 |
1 |
1 |
0 |
½ |
4½ |
38 |
|
Koch |
43 / 70 |
0 |
1 |
½ |
0 |
1 |
0 |
0 |
1 |
0 |
3½ |
51 |
|
DWZ - Turnier |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Hogreve |
26 / 40 |
½ |
½ |
0 |
½ |
½ |
0 |
½ |
1 |
½ |
4 |
30 |
Unsere Spieler können mit den Ergebnissen zufrieden sein, liefen sie doch auf Plätzen ein, die ihrem jeweiligen Setzplatz nahe kamen. Außerdem erzielten Hogreve (+24) und Langmann (+7) noch DWZ-Gewinne. Lediglich Ralf Koch mußte einige Abstriche (-14) bei seiner DWZ-Entwicklung hinnehmen.
Sieger des Turniers wurde GM David Baramidze mit 8½ Punkten vor GM Zigurds Lanka und Ulrich Gebhardt mit jeweils 7 Punkten.
Claus Langmann schildert nun aus seiner Sicht einige individuelle Aspekte dieses Turniers:
In der 4. Runde bescherte mir die Auslosung eine
besondere Gunst. Ich
mußte
gegen den 10-jährigen Tigran Poghosyan antreten,
wobei wir beide nicht ahnten, dass damit die
Paarung "jüngster gegen ältester Teilnehmer"
aufgerufen war. Es ist mir immer eine Freude,
gegen begabte, siegeswillige Kinder anzutreten und
ich dachte unwillkürlich vor Beginn unseres Spiels
an meine Niederlage gegen den neunjährigen Jiri
Navratil, gegen den ich vor einigen Jahren in
Tschechien verloren hatte.
Entsprechend ernsthaft begann ich mit Schwarz die
Partie. Sie nahm in den ersten Zügen folgenden
Verlauf: 1. e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4. La4 Sf6 5.
0-0 Sxe4 6. d4 d5? (hier "vergaß" ich b7-b5!) 7.
Sxe5 Ld7. An dieser Stelle grübelte mein
kindlicher Gegner für längere Zeit und ich fragte
mich schon: worüber? - aber als er mir 8. Sxf7
vorsetzte, wußte ich es. Den folgenden
Komplikationen entkam ich knapp mit heiler Haut
und wir landeten schließlich in einem
Turmendspiel, in dem ich einen Bauern weniger und
eine schlechtere Bauernstellung hatte. Auch in
dieser Phase spielte Tigran sehr zielbewußt und
schnörkellos und brachte mich an den Rand einer
Niederlage. Bis wir zu der hier abgebildeten
Stellung
kamen.
Zuletzt wurde ein Bauernpaar auf b5 getauscht und der letzte Zug war 55. Kxb5. Ich hatte diese Abwicklung vorausgesehen und überraschte Tigran nun mit dem "Turmopfer" auf d5 - mit nachfolgender Gabel auf c6 - wodurch die Partie ganz plötzlich zum Remis abgewickelt wurde. Tigran war überrascht, aber nicht traurig. Sein Motto war sowieso, auf dem Kieler Open einiges zu probieren, damit er auf der Weltmeisterschaft, an der er teilnehmen möchte, ein gutes Rüstzeug hat. - Tigrans Vater stand während der ganzen Partie - wie auch bei allen anderen - beobachtend dicht daneben. Er verhielt sich dabei völlig korrekt und nahm in keiner Weise Einfluss auf das Geschehen. Und da das durchaus nicht selbstverständlich ist, möchte ich das besonders herausstellen.
Nach der Siegerehrung stand ich zu einem letzten Bier am Tresen und wurde von dort zu einer geselligen Runde auf der Terrasse des Vereinslokals eingeladen. Wir ließen die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren und machten Pläne für die nächsten Monate. Plötzlich brachte Peter Schmidt (Kieler SG / Meerbauer) ein Brett und Figuren an den Tisch und schilderte zur Erheiterung der Anwesenden folgende Kuriosität:
"In dieser (für Weiß natürlich total gewonnenen)
Stellung befanden sich beide Kontrahenten in
Zeitnot. Weiß zog 1. Lb7+?, was Schwarz prompt mit
dem "Gegenschach" 1. … Th6+ (???) konterte. Darauf
hingewiesen, dass dies ein illegaler Zug sei,
stellte Schwarz seinen Turm nach h7 zurück,
ergriff seinen König und begann darüber
nachzudenken, auf welchem Feld er ihn am besten
wieder loslassen solle. Nun protestierte
allerdings Weiß und bestand auf der Anwendung der
Berührt-geführt-Regel. Notgedrungen folgte 1. …
Txb7+! 2. axb7+ Kb8. Erst jetzt ging wohl beiden
Spielern auf, dass Weiß das Patt nur unter Aufgabe
des Bauern vermeiden konnte, man einigte sich
friedlich auf Remis. Zu schade, dass Weiß nicht
schon nach 1. … Txb7+! erkannte, was er
angerichtet hatte, sonst hätte er mit Hilfe der
Springergabel 2. Sd6+(???) mit gleicher Münze
zurückzahlen und die Verwirrung weiter steigern
können."
Mit diesem Nachempfinden einer amüsanten Zeitnotaffäre aus dem ELO-Turnier endete für mich das diesjährige Kieler Open. Und ich fuhr sogar mit einem Preis - einer Flasche Sekt - nach Hause, allerdings nicht für schachliche Leistungen, sondern für den Umstand, dass ich der älteste Spieler im Kieler Open war. Da kann ich nur sagen: Dankeschön und "ad multos annos!"
Am Montag, den 11.07.2011 fanden sich 14 Spieler zum erstmalig ausgetragenen Eckernförder Montags-Schnellturnier in der Bürgerbegegnungsstätte ein. Erfreulich war nicht nur die Anzahl der Teilnehmer, sondern auch der Umstand, dass Spieler aus fünf Schachvereinen erschienen waren. So stellte unser Verein nur eine Minderheit von sechs Spielern, dicht gefolgt von den Schachfreunden aus Schleswig mit fünf Spielern sowie je einem Teilnehmer von den Schachfreunden Hamburg, vom SK Marmstorf und vom SK Bremen Nord. Für Schleswig-Holsteiner Verhältnisse waren wir also "international" besetzt.
Das Turnier wird je Spieltag mit zwei Runden (ähnlich dem Schweizer System und ohne monatliche Teilnahmepflicht) mit einer Bedenkzeit von 45 Minuten pro Spieler und Partie ausgetragen und immer am zweiten Montag eines Monats fortgesetzt. Meldeschluss ist jeweils 19:15 Uhr für die erste und 21:15 Uhr für die zweite Runde. Näheres ist der Ausschreibung zu entnehmen, die im Spiellokal ausliegt. Gegenüber der Ausschreibung besteht keine Notationspflicht. Ein Sieg wird mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt gewertet. - Nichtmitglieder zahlen ein Startgeld von 5 Euro pro Spielabend (oder 10 Euro für ein Quartal bezw. 20 Euro für ein Jahr). Quartalssieger und Jahressieger erhalten Preise.
Am 11.07.2011 wurden folgende Partien gespielt:
|
1. Runde |
2. Runde |
||
|
Dustin Möller – Manfred Homuth |
0:3 |
Manfred Homuth – E. Ruiz-Hampel |
3:0 |
|
Kai Karl Krüger - Peter Husfeld |
3:0 |
Manfred Röhl - Kai Karl Krüger |
3:0 |
|
Jochen Spade – Edmund Lomer |
0:3 |
Edmund Lomer - Eduard Wiederkehr |
0:3 |
|
Enrique Ruiz-Hampel – Mike Bunke |
3:0 |
Dennis Schwarz - Dustin Möller |
0:3 |
|
Hanfried Kiesbye - Manfred Röhl |
0:3 |
Hanfried Kiesbye - Peter Husfeld |
1:1 |
|
Eduard Wiederkehr – Tobias Winker |
3:0 |
Tobias Winker - Jochen Spade |
3:0 |
|
Fabian Winkler – Dennis Schwarz |
0:3 |
Mike Bunke - Fabian Winkler |
3:0 |
Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 08.08.11 ausgetragen!
Unser 2. Vorsitzender Kai Karl Krüger hat sich vor einigen Monaten in Hamburg die Berechtigung erkämpft, in der Endrunde des Ramada-Cups in der A-Gruppe um die Deutsche Meisterschaft zu spielen. Am 23.06.11 beginnt das Tunier in Magdeburg und bis zum 25.06. sind fünf Partien zu spielen. Nach fünf Siegen wäre Kai Deutscher Meister! - Wir drücken ihm die Daumen!
Aber wir haben kläglich versagt. Nach fünf Runden hatte Kai nur einen halben Punkt errungen und belegte damit den letzten Platz unter den insgesamt 33 Teilnehmern. Kai ist geknickt - jetzt liegt es an uns, ihn wieder aufzubauen.
Kai hat die Zeit seit dem 25.06. genutzt und hat sich regeneriert. Seine neu gewonnenen Kräfte haben ihm zu folgendem Bericht verholfen:
"Einige Wochen danach stehe ich drüber. Das Olympische Prinzip hat gesiegt. Dabeisein ist alles. 33. Platz im A-Finale. Gar nicht so schlecht. Vor allen anderen, die sich eben nicht in der Vorrunde qualifiziert haben. Und das waren sehr, sehr viele! Aber auch Letzter. 0,5 Punkte aus 5 Partien. Bei 33 Teilnehmern. Uff. Dort oben im A-Finale ist die Luft eben dünner. Es bedarf des Willens und der Konzentration. So ist Schach. Und ich war Karpfen und nicht Hecht. Habe am Seetang genippt, während die anderen mich geknabbert haben. Ach, apropos knabbern. In Magdeburg gibt es das "El Gaucho", ein Brasilianisches Restaurant. Entdeckt haben Dirk Martens (Büsum), Cai Dieball (Heide) und ich es am zweiten Abend des Turniers. Spezialität: Känguruhfleisch, Krokodilfleisch, Straußenfleisch. Darüber kann ich mich nicht beruhigen, der Brasilianer mit dem Känguruh… Ich nahm lieber den dreifachen Spieß mit Schwein, Rind, Huhn. Und ein paar Gläschen Staroprame. Auf die Tschechische Republik! Aber nur ausnahmsweise, zur Frustbewältigung. Das half am nächsten Morgen leider auch nicht beim Nachdenken.
Übrigens: Nachdem ich wusste, wo ich landen würde, schaute ich im B-Finale die entscheidende Partie an. Die beiden Erstplatzierten spielten mit jeweils 3½ Punkten aus 4 Partien gegeneinander. Wer siegt, der siegt, so war das Motto. Ich schaue auf´s Brett, sehe sofort den Zweizüger mit Gewinnstellung, aber der am Zug befindliche bietet Remis. Der auf Verlust stehend nimmt an. Alle analysieren wild und ich stehe daneben und schüttele den Kopf. Noch einmal komme ich groß als einer vom A-Finale raus. Besser als die Besten des B-Finales. Aber vielleicht war das auch nur Zufall.
Zu empfehlen ist das Finale des Ramada-Cups allein wegen des Gala-Dinners. Insgesamt war es eine pompöse Siegerehrung mit viel Schwung am Büffet."
Edmund Lomer - unser Ehrenvorsitzender - spielt erneut vom 01.07. bis zum 09.07.11 in Freudenstadt die Offene Württembergische Seniorenmeisterschaft mit. Ein etabliertes Turnier, zu dem sich 92 Spieler angemeldet haben. Edmund ist an Platz 11 gesetzt und hat den Ehrgeiz, am Ende einen einstelligen Platz zu belegen. Drücken wir ihm die Daumen - nachhaltiger als bei Kai! - In der 1. Runde spielte er mit Weiß und erzielte ein Remis. Die Ergebnisse der weiteren Runden finden Sie in der folgenden Tabelle.
|
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
½ |
1 |
0 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
7 |
3 (!) |
Und hier ist nun sein persönlicher Bericht:
"Kürzlich lockte es mich aus schachlicher Motivation, wieder auf Reisen zu gehen. Damit es sich auch lohnt, sollte es recht weit und in eine reizvolle Landschaft gehen. So entschied ich mich, erneut nach Freudenstadt zu reisen, um an der 23. Offenen Württembergischen Seniorenmeisterschaft teilzunehmen. Das Städtchen ist wunderschön im Schwarzwald gelegen und von dort sind lohnende Ausflüge möglich. Auch Fahrten nach Freiburg und Straßburg habe ich unternommen, da die Nachmittage frei sind und durch rasche Gewinne (oder Verluste) noch verlängert werden können.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich bei diesem Turnier mit mäßigem Erfolg teilgenommen: 5½ Punkte aus 9 Partien bedeuteten damals lediglich Platz 21. Diesmal hatte ich mir nicht nur ein besseres Schachspiel vorgenommen, sondern auch einen einstelligen Tabellenplatz. Gemäß Setzliste auf Rang 11 eingestuft, sollte mir doch - so hoffte ich - diese Verbesserung möglich sein.
Leider hatte ich aber - wie bei vielen Turnieren - einen eher verhaltenen Start. Zunächst vertändelte ich in Runde 1 mit den weißen Steinen eine gute Stellung gegen Joachim Claus/Witten zum Remis. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Nach einem Pflichtsieg in Runde 2 mit Schwarz gegen Wolfgang Betzen/Wangen übersah ich in Runde 3 mit Weiß in aussichtsreicher Position eine geistreiche Riposte meines Gegners Ekkehard Hinz/Hirschberg, die den sofortigen Verlust bedeutete. Die 4. Runde brachte mir mit Schwarz gegen Josef Wölbl/Rottweil mittels einer Springergabel den zweiten Sieg und nun sollte endlich der Marsch nach vorne beginnen. In Runde 5 gelang mir doch tatsächlich mit nunmehr besserem Spiel ein Gewinn mit Weiß gegen Adolf Woisetschläger/Zell, während in der 6. Runde der mit Schwarz fast schon gewohnte Erfolg gegen Dieter Jauch/Bietingheim die Aufholjagd fortsetzte. So bekam ich in den letzten drei Runden weitaus stärkere Gegner als bislang gewohnt und die daraus resultierenden 2½ Zähler sorgten für ein recht gutes Turnierergebnis.
In Runde 7 war ich mit Weiß (es geht also doch!)
erfolgreich gegen Hans-Ulrich Höschele/Stuttgart
(Setzliste Nr. 3), während die 8. Runde mir meinen
4. Gewinn mit Schwarz (das bedeutete 100 % mit
dieser Farbe!) in einer äußerst spannenden
Kampfpartie gegen Horst Weisenburger/Böblingen
(Setzliste Nr. 2) im wahrsten Sinne des Wortes
bescherte. Hier war während der Spielphasen jedes
Ergebnis im Bereich des Möglichen! Nun stand ich
plötzlich mit 6½ Punkten auf Rang 2 weit vorne und
hatte in der Schlussrunde mit Weiß (leider!) gegen
den einen halben Punkt vor mir liegenden
Spitzenreiter Dieter Hottes/Stuttgart (Setzliste
Nr. 4) anzutreten. Ein Gewinn würde mir den
Turniersieg sichern, ein Verlust mich weit nach
hinten werfen. Was also tun? Sein frühzeitiges
Remisangebot hatte ich zunächst abgelehnt. Im
Partieverlauf bemerkte ich jedoch die aufkommende
Gefahr, das Spiel allmählich zu überziehen. Aus
früheren Schäden etwas klüger geworden, bot ich
gerade noch rechtzeitig remis an, das mein Gegner
annahm, da er im Hinblick auf seinen damit
gesicherten Turniersieg nicht allzu viel riskieren
wollte.
1. Fazit: Rang 3 kann durchaus als gutes Ergebnis angesehen werden. Vielleicht sollte ich für künftige Turniere beantragen, alle Partien mit Schwarz spielen zu dürfen: Black is beautiful! Na, ja, etwas Spaß - mit erstem Hintergrund - muss sein! - 2. Fazit: Es ist wunderschön im Foresta Nera - nicht nur des Schachspiels wegen!"
Alle Jahre wieder stellt sich unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer der Aufgabe, simultan gegen eine ausgewählte Gegnerschaft anzutreten. Nach seinen eigenen Worten so lange, bis er bei einer dieser Auseinandersetzungen eine Niederlage einstecken muss. Einmal war es beinahe so weit: Im Jahre 2002 reichte es nur zu einem knappen 11:9-Sieg. Aber seitdem ging es fast nur aufwärts, gekrönt im Jahr 2006 mit einem überaus deutlichen 13:2-Sieg. Am letzten Donnerstag, am 09.06.2011 versuchten es 18 Spieler erneut, gegen Edmund Lomer zu gewinnen. Und wie in jedem Jahr gelang es auch einigen. Nach gut zwei Stunden Spieldauer, in denen unser Simultanspieler - mit Turnschuhen angemessen ausgerüstet - im schönen Ratssaal an die 60 Runden drehen musste, gab es sechs Sieger! Jörg Meyer, Hans-Jürgen Schäfer, Wittke, Kim Ruiz, Peter Genz und Olaf Zeuch waren die Glücklichen, oder besser: die Tüchtigen. Und weil auch noch zwei Partien - bei Hanfried Kiesbye und Lisa Ruiz - unentschieden endeten, kam es zum Endergebnis von 11:7. Also ein weiterer Sieg von Edmund Lomer und somit eine weitere Verpflichtung zur Simultanveranstaltung im nächsten Jahr.
Am Rande der Veranstaltung gab unser Altbürgermeister und Ehrenbürger Kurt Schulz bekannt, dass er seinem Alter Tribut zahlen möchte und deshalb zum letzten Mal an dieser Veranstaltung teilnehmen werde. Kurt Schulz ist seit vielen Jahren regelmäßiger Gast dieser Veranstaltung und hat Edmund Lomer immer heftigen Widerstand geleistet. Es wäre ein herber Verlust, Kurt Schulz nicht mehr in den Reihen der Spieler zu sehen. Aber jeder Schachspieler hat eine Phase, in der er geradezu schwört, es mit dem Schachspielen aufzugeben - meist nach einer herben Niederlage. Und meist wird dieser Schwur gebrochen. Hoffen wir das auch bei Kurt Schulz!
|
Edmund Lomer sieht es, die Spieler sehen es schließlich auch: Drei unabwendbare Mattdrohungen mit Dame oder Türmen |
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Am 21.05.2011 hatte der Hamburger Schachklub zum 13. Mal zu seinem Schnellschachturnier für Senioren eingeladen. Die Eingeladenen scheinen das Turnier zu lieben, denn 40 Spieler – so viele wie noch nie – bildeten die eindrucksvolle Kulisse des Turniers. Auch einige Spieler aus Schleswig-Holstein – nämlich Dümmke, Scepanik, Zimmermann, Bünger und von unserem Verein Geruschkat und Langmann – waren dabei und spielten in 7 Runden um den Sieg.
Nach drei Runden vor und vier Runden nach dem Mittagessen stand der Sieger fest: Es war Hans Jürgen Schulz vom ausrichtenden HSK (mit 6 Punkten) vor Jürgen Dümmke (Ahrensburger TSV) und Siegfried Weiß (SV Eidelstedt) mit jeweils 5½ Punkten. Der Sieger erhielt die traditionelle Flasche Rotwein für seine erfolgreichen Anstrengungen. Unsere beiden Spieler landeten mit 3½ Punkten (Langmann) und 3 Punkten (Geruschkat) auf den Plätzen 22 und 27.
Der HSK hatte dieses Turnier eingebettet in ein vorangegangenes, über die ganze Woche laufendes Turnier (aus dem Theo Gollasch als Sieger hervorging), insbesondere aber in eine Ehrung für drei Mitglieder des HSK, die im Jahre 2011 ihre 60-jährige Mitgliedschaft im HSK begehen können sowie in eine Ehrung aller 1. Vorsitzenden aus den 50-er Jahren bis in die Neuzeit, die ohne Ausnahme auf der Veranstaltung zugegen waren. Andreas Schild, der 2. Vorsitzende, hielt hierzu eine beeindruckende Laudatio.
Weiteren Einzelheiten können Sie auf der Seite des HSK nachspüren (hier anzuklicken).
- Eckernförder SC gewinnt 4 ½ : 3 ½ gegen SG Glückstadt -
Am Muttertag, den 08.05.2011, fanden sich die ersten Mannschaften des Eckernförder Schachclubs und der SG Glückstadt zur letzten Runde in der Schach-Landesliga in der Bürgerbegegnungsstätte in Eckernförde ein. Zunächst versuchten die Elbstädter, einen Weg der gütlichen Annäherung zu finden, den unsere Mannschaft dankend ablehnte. Wir gingen statt dessen mit dem Ziel in den Wettkampf, den Glückstädtern noch Platz 8 in der Landesliga abzuknöpfen.
Bereits nach einer Stunde zeichnete sich an Brett 1 ein überlegener Sieg unseres Spitzenspielers Manfred Homuth ab. Sein geisterhafter Gegenspieler sah sich nicht in der Lage, die Eröffnungsstellung zu verändern. Manfreds lautstarkes Schimpfen über das eingangs geschilderte 4:4-Angebot hatte seinen Gegner so sehr verschreckt, dass dieser unsichtbar blieb. So gingen die Eckernförder aufgrund Manfreds unbändigen Spielwillens früh in Führung (1:0). Ralf Koch spielte an Brett 8 seine sechste Landesligapartie in dieser Saison. Das hätte er sich vor Saisonbeginn vermutlich nicht träumen lassen. Seine Zuverlässigkeit ist hierbei einwandfrei hervorzuheben. So konnte er auch gegen Glückstadt ein relativ schnelles Remis erzielen (1½:½), gefolgt von Peter Krebs an Brett 5, der mit den schwarzen Steinen ein Remis annahm (2:1). Rolf Möller mühte sich derweil an Brett 3, da sein Gegner, verärgert über unseren Kampfeswillen, ankündigte, durchspielen zu wollen. Rolf verlor bei einer mehrzügigen Abtauschaktion versehentlich eine Qualität und konnte die Partie schließlich nicht mehr halten (2:2). Kai Krüger stand an Brett 2 bedrängt, während Matthias Braun an Brett 4 und Enrique Ruiz Hampel an Brett 6 besser standen. Eduard Wiederkehr hatte, nachdem die Partie auch hätte nach hinten losgehen können, schließlich eine remisträchtige Läufer-Endspiel-Stellung bei noch zwei gegenüber stehenden Bauernpaaren erreicht. Aber ich hatte schon beim Bericht über die 8. Runde etwas über ihn geäußert: Es macht am meisten Spaß, Eduard bei der Endspielführung zuzusehen. Er verursacht so etwas Hypnotisierendes bei seinen Gegnern! Kaum waren die Läufer getauscht, stand er im Bauernendspiel aufgrund guter Königsstellung auf Gewinn. Er konnte mit seinem König den gegnerischen König von dessen Bauern abklemmen und diese dankend einsammeln. Ich finde, dass Eduard unser wahrer Endspielmeister ist (3:2)!
Diese Führung ließen wir uns nicht mehr nehmen. Matthias hatte seinem Gegner im späten Mittelspiel einen Bauern abgeknöpft und sodann alle Figuren tauschen können. Mit dem Minusbauern im Bauernendspiel gab sein Gegner auf (4:2). Enrique hatte eine bessere, aber remisträchtige Endspielstellung mit Springer gegen Läufer bei je drei Bauern erwirtschaftet. Kai hatte sich zäh verteidigt, aber in entscheidender Lage den b-Bauern zur Deckung des vorgerückten c-Bauern nach vorn gezogen, als er schon seinen König in den Damenflügel gelenkt hatte. Die auftauchenden Mattbilder der erstarkenden gegnerischen Schwerfiguren konnte er nur mit "Freiheit für den König" in ein verlorenes Turmendspiel retten. Selbst geschickte Tempogewinne verhinderten die Gewinnabwicklung seines Gegners nicht mehr (4:3). Enrique kämpfte verbissen um seinen Sieg, bis er überrascht auf die Spielberichtskarte sah. Unsere Mannschaft hatte schon vier Zähler, so dass er fröhlich auf seinen Gegner zu rannte, der ihm zum Remis die Hand reichte. Damit hatten wir mit 4½ : 3½ gegen die SG Glückstadt nicht nur gewonnen, sondern sie auch in der Abschlusstabelle hinter uns gelassen.
Mit 4:14 Punkten belegt unsere 1. Mannschaft den 8. Tabellenplatz und ist der beste Absteiger der Landesliga Schleswig-Holstein. Nach den unglaublichen Kämpfen mit drei Schlusssiegen in der vorigen Saison und der Stichkampfserie in der vorvorletzten Saison hat es uns "im dritten Anlauf" erwischt. Wir müssen in der kommenden Saison den Gang in die Verbandsliga Nord antreten.
Bei den Spielergebnissen der abgelaufenen Saison sind Manfred und Eduard hervorzuheben. Manfred erkämpfte nach zwei Startniederlagen an Brett 1 bissig die 50-Prozent-Grenze. Eduard ist der einzige Spieler mit einem positiven Score. Auch Matthias Braun und Peter Krebs haben gut mitgehalten. Zwar konnten sie nicht 50 Prozent der Punkte erzielen. Allerdings waren sie durch die unerwarteten Ausfälle der Spieler an Brett 2 und 3 zuletzt meist an den Brettern 4 und 5 eingesetzt, Bretter, an denen sie stets auf Spieler mit z.T. deutlich höheren DWZ-Zahlen trafen. - Die Einzelergebnisse aller eingesetzten Spieler sind auf der Mannschaftsseite nachzulesen.
Klarer Sieger der Landesliga mit 18:0 Punkten wurde der befreundete Schachclub Turm Kiel. Herzlichen Glückwunsch. Der Eckernförder Schachclub wünscht Euch eine lange Karriere in der Oberliga Nord!
Unser 1. Vorsitzender hat wie im vergangenen Jahr einige unserer Kinder und Jugendlichen zur Landeseinzelmeisterschaft begleitet. Hier folgt sein Bericht:
Nachdem der Eckernförder Schachclub von 1921 in
diesem Jahr erfolgreich die
Landeseinzelmeisterschaften im Schach ausgerichtet
hat, fuhr der 1. Vorsitzende des Schachklubs
Enrique Ruiz Hampel in der Woche vom 25.04. bis
01.05.11 mit neun Jugendlichen zur diesjährigen
Landesjugendeinzelmeisterschaft nach
Neumünster.
Die Landesjugendmeisterschaft im Schach ist mit
über 220 Kindern und Jugendlichen die größte
Jugend-Schachveranstaltung in
Schleswig-Holstein.
Star unserer Gruppe war der erst 8-jährige Arias
Behrens, der sein erstes Turnier bestritt und in
der U10 mit 3 Punkten den 50. Platz belegte. Der
10-jährige Lasse Sieg, der ebenfalls sein 1.
Turnier bestritt, wurde mit 2 Punkten 53. bei 54
Teilnehmern.
In der U12 belegte Malik Frauen den 30. Platz und
Lisa Ruiz wurde 14. in der Gesamtwertung bei 48
Teilnehmern. Lisa Ruiz wurde mit dieser Leistung
gemeinsam mit Anna Zech vom Lübecker Schachklub
Landesmeisterin der U12w. In zwei Wochen findet
zwischen beiden ein Stichkampf um die Teilnahme an
den Deutschen Meisterschaften statt.
Ihre Schwester Kim Ruiz wurde in der U16w
gemeinsam mit Annika Polert von Tura Harksheide
ebenfalls Landesmeisterin und Zweite des
Mädchenturniers.
Phillip Dreyer, Mirko Beyer und sein Bruder Lukas
Beyer spielten ebenfalls ein gutes Turnier. Dabei
spielten sie teilweise um die Spitze in ihrer
Altersklasse mit und belegten abschließend jeweils
einen oberen Mittelfeldplatz.
In der U18 startete der 17 jährige Jan-Niklas
Dingeldein in der Vormeisterklasse und belegte
abschließend den 16. Platz.
Auch bei diesem mehrtägigen Turnier zeigte sich,
dass der Eckernförder Schachclub mit seiner
Jugendarbeit den richtigen Weg beschreitet, gerade
unter Berücksichtigung, dass die großen Klubs aus
Lübeck oder Harksheide mit professionellen
Trainern und anderen finanziellen Mitteln
arbeiten.
An dieser Stelle verfolgen wir die Ergebnisse unserer 11 Spieler, die in der Vorosterwoche an der diesjährigen Einzelmeisterschaft des LV Schleswig-Holstein teilnehmen. - Außerdem verfolgen wir den Kampf um die Titelverteidigung von Aljoscha Feuerstack, der - ebenso wie unser Spieler Claus Langmann - als passives Mitglied bei uns geführt wird.
|
|
Klasse |
Teilnehmer |
gesetzt an ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Feuerstack |
Meister |
16 |
1 |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
1 |
1 |
7½ |
1 |
|
Homuth |
9 |
½ |
½ |
½ |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
5 |
3 |
||
|
Ruiz Hampel |
15 |
½ |
0 |
0 |
0 |
½ |
½ |
½ |
½ |
½ |
3 |
15 |
||
|
Braun |
Vormeister |
22 |
18 |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
0 |
0 |
½ |
0 |
3 |
20 |
|
Koch, Ralf |
Kandidaten |
34 |
22 |
½ |
0 |
1 |
½ |
½ |
+ |
0 |
0 |
0 |
3½ |
27 |
|
Koch, Alexander |
Hauptturnier |
30 |
11 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
0 |
0 |
1 |
./. |
3 |
29 |
|
Möller |
Jungsenioren |
18 |
2 |
1 |
½ |
1 |
1 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
7 |
2 |
|
Hogreve |
Basisgruppe |
16 |
9 |
0 |
1 |
1 |
½ |
½ |
½ |
0 |
0 |
1 |
4½ |
11 |
|
Koch, Andreas |
11 |
1 |
1 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
0 |
4 |
12 |
||
|
Lomer |
Senioren |
31 |
8 |
½ |
1 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
6 |
4 |
|
Langmann |
16 |
1 |
1 |
0 |
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
0 |
3½ |
26 |
||
|
Kiesbye |
31 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0l |
1 |
30 |
Die Landeseinzelmeisterschaft ist beendet. In der Tabelle finden Sie die Einzelergebnisse unserer Spieler. Weitere umfassende Einzelheiten über den Turnierverlauf finden Sie auf der Website des Landesverbandes, die Sie hier anklicken können.
Uns erreichte die Nachricht, dass unser Ehrenvorsitzender Werner Schmidt am 12. April 2011 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Werner Schmidt ist 1963 in unseren Verein eingetreten. Er bereicherte nicht nur den Spielbetrieb, sondern engagierte sich auch als Schriftwart im Vorstand und übernahm von 1985 bis 1996 das Amt des 1. Vorsitzenden. Die Hauptversammlung wählte ihn anschließend zum Ehrenvorsitzenden. Vor einigen Jahren verließ er Eckernförde und zog in die Nähe seiner Tochter nach Bad Oldesloe. Wir werden ihn gern und in guter Erinnerung behalten.
|
|
Am 11.04.11 saßen sich Manfred Homuth und Edmund Lomer in der Schlussrunde des Pokalturniers gegenüber. Die Auslosung der Farben nahm unser 1. Vorsitzender Enrique Ruiz Hampel vor, wonach Homuth die weißen Steine zu führen hatte. Für die Zuschauer nicht überraschend, wählte Edmund Lomer als Eröffnung seine geliebte Skandinavische Verteidigung. Auch bei diesem Kampf leistete sie ihm gute Dienste. Nach einigen Verwicklungen im Mittelspiel blieb Lomer mit zwei Bauern im Plus, was ihm zum Sieg gereichte. - Die von "Fritz 9" analysierte Partie können Sie hier nachspielen. |
|
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SG Turm Kiel - ESC I |
4½ : 3½ |
|
ESC II - TSV Rot-Weiß Niebüll |
3½ : 4½ |
Dem Meister die Stirn geboten
- Unsere Erste verliert denkbar knapp bei Turm Kiel -
Am 03.04.2011 traten die Spieler unserer ersten Mannschaft um 10.00 Uhr bei Turm Kiel an. Turm Kiel war die letzte ungeschlagene Mannschaft mit den beiden Top-Scorern der Landesliga, und wir traten erneut mit zwei Ersatzspielern an. So schienen die Rollen klar verteilt.
Im Verlauf des Kampfes ergab sich jedoch unerwartet eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Dies begann mit einem frühen Remis, das Mannschaftsführer Kai Karl Krüger nach einer Stunde mit den schwarzen Steinen am 2. Brett erzielen konnte. Zur großen Überraschung aller Beteiligten gelang Ralf Koch etwa eine halbe Stunde später gegen Turm Kiels Mr. 100-Prozent (bisher 7 aus 7!) am 8. Brett mit den schwarzen Steinen ebenfalls ein Remis. Er nahm in Kenntnis des Umstands, dass sein Gegner früher in der Bundesliga spielte, in besserer Stellung dessen Remisangebot an. Ein Superergebnis für Ralf!
Rolf Möller wurde nach etwa zweieinhalb Stunden am 3. Brett überspielt, sodass es bis auf weiteres 1:2 gegen uns stand. Da Eduard Wiederkehr und Edmund Lomer je einen Minusbauern hatten, sah es zunächst nach einer doch deutlichen Niederlage aus. Einmal mehr zeigt Eduard am 7. Brett aber, dass er ein Glückspilz ist. Anstatt im Turmendspiel trotz Minusbauern mit Remisaussichten zu mauern, wählte er den Turmabtausch, um das Bauernendspiel zu gewinnen. Niemand außer ihm konnte das verstehen. Doch im Bauernendspiel verrechnete sich sein Gegner, so dass dessen Bauernumwandlung zur Dame erst kam, als Eduard selbst schon seinen weißen h-Bauern auf der 7. Reihe zum sicheren Remisausgang hatte. Eduards unverwechselbares Händereiben mit Grinsen sorgte bei unserem Mannschaftsführer für stilles Entzücken (1½:2½). Dann schlug Peter Krebs am 6. Brett mit den schwarzen Steinen zu. Er hatte einen Mehrbauern im Leichtfigurenendspiel herausgespielt. Nachdem er die gegnerischen Bauern stoppen konnte, setzte er seine Freibauern in Schwung und errang seinen ersten Sieg in der Saison (2½:2½). Dies ist umso erfreulicher, als Peter wegen diverser Spielerausfälle stets um zwei bis drei Bretter aufrücken musste. Seine Erleichterung hat alle Mannschaftsspieler gefreut. So stand es plötzlich 2½ : 2½ und Manfred Homuth stand am Spitzenbrett auf Gewinn. Er hatte eine Qualität nebst Freibauer herausgespielt. Sein Gegner spielte aber in offener Stellung hochtaktisch auf Mattlöcher und sorgte für viel Denkarbeit bei Manfred. Edmund Lomer wandte sich am 4. Brett mit dem Minusbauern gegen Mattdrohungen des zweiten Top-Scorers von Turm Kiel (6½ aus 7) gegen seinen ins Zentrum geflüchteten König, während Matthias Braun am 5. Brett bei Materialgleichheit im Turm- und Leichtfigurenendspiel zunächst Remisaussichten zu haben schien.
Es entstand nunmehr an allen drei noch offenen Brettern ein zäher Kampf. Edmund entrann den Mattbildern und konnte die Damen tauschen. Er schien sich zu konsolidieren. Matthias Gegner rückte seinen h-Bauern als Freibauern gekonnt und überlegt vor, wobei er zugleich den König von Matthias abschnitt. Manfred nahm sich auf Grund eines trickreichen, gefährlichen Manövers seines Gegners eine lange Bedenkzeit von etwa 25 Minuten, um mögliche Mattfallen auszuschließen. Danach ging es bei Manfred forciert zur Sache. Nachdem er sich sicher war, wandelte er einen Bauern zur zweiten Dame um und parierte die scharfen Drohungen seines Gegners mit schnellen, wohldurchdachten Zügen, sodass er mit seinem Sieg zum 3½:2½ punkten konnte. Am Ende reichte es leider nicht mehr für uns, denn Edmund stellte nach fünf Stunden anstrengender Denkarbeit seinen Springer unglücklich nach g4, woraufhin er nach des Gegners Bauernzug h3 kein Rückzugsfeld mehr hatte (3½:3½). Matthias konnte den h-Bauern seines Gegners nicht mehr aufhalten. Der Wettkampf wurde auf diese Weise mit 3½ : 4½ denkbar knapp und mit großem Widerstand verloren.
Der Wettkampf gegen Turm Kiel zeigte einen in dieser Saison oft vermissten Teamgeist. An den Brettern 6 bis 8 sind Peter Krebs, Eduard Wiederkehr und Ralf Koch gegen Spieler mit 200 – 500 DWZ-Punkten mehr über sich hinaus gewachsen. Gegen Turm Kiel reichte es am Ende nicht ganz, aber diese Mannschaft ist nunmehr mit 16 : 0 Punkten bereits einen Spieltag vor Schluss ungeschlagen und souverän Meister der Landesliga. Mit einem solchen Auftritt wie heute werden wir allerdings gute Aussichten haben, trotz des bevorstehenden Abstiegs in die Verbandsliga Nord in der letzten Runde am 8. Mai zuhause gegen Glückstadt zu gewinnen und noch den 8. Tabellenplatz zu erreichen. Wenn da nicht Muttertag wäre und der eine oder andere Familienvater Gewissenfragen zu beantworten hätte … . Welch delikate Terminplanung des Landesverbands!
... und eine ebenso knappe Niederlage der 2. Mannschaft
Am selben Tag war der TSV Rot-Weiß Niebüll (vereint mit Bredstedt) zu Gast bei unserer zweiten Mannschaft, um die siebente und letzte Spielrunde in der Bezirksliga Nord auszutragen. Wir mussten - wie immer in dieser Saison - viele Reservespieler aktivieren, nur die ersten drei Bretter waren mit Stammspielern besetzt.
Dennoch nahmen sich die acht wackeren Gesellen vor, zum Saisonabschluss zumindest eine Niederlage abzuwenden und nachdem die Nordfriesen angereist waren, schien dieses Vorhaben sehr nahe gerückt zu sein, denn für die Gastgeber mussten weder Ulrich Bussmeier an Brett 1 noch Olaf Zeuch an Brett 2 ihre Figuren in Bewegung setzen, da ihre Gegner durch Abwesenheit glänzten. Doch wie schnell kann ein Zwei-Punkte-Vorsprung dahin sein … . Davon und noch einigem mehr soll im Folgenden die Rede sein: An Brett 7 ereilte Andreas Koch schon bald ein Springerverlust, wodurch seine Gegnerin in spielentscheidenden Vorteil kam und bereits nach weniger als einer Stunde den "Anschlusstreffer" für die Gäste markieren konnte (2:1). Im weiteren Verlauf verloren Dieter Löwenstrom an Brett 8, Christian Tuckermann an Brett 6 und Hanfried Kiesbye an Brett 3 jeweils einen Bauern und mussten damit einhergehend mit zunehmender Spieldauer z.T. deutliche Stellungsdefizite hinnehmen. Auch Holger Hogreve an Brett 5 hatte zwischenzeitlich einen Bauern auf der c-Linie verloren, dafür aber seinem Gegner einen isolierten Doppelbauern auf der f-Linie zugefügt, so dass die Stellung insgesamt betrachtet ausgeglichen schien.
An Brett 4 hatte Bruno Geruschkat die Dame seines Gegners fangen können, und er gewann diese im Tausch mit einem seiner Türme, wodurch er in entscheidenden Vorteil kam; sein Gegner leistete aber noch nach besten Kräften Gegenwehr. So kam es, dass zunächst an zwei anderen Brettern Partieentscheidungen zu verzeichnen waren – leider zu unseren Ungunsten. Löwenstrom schien zunächst erfolgreich um ein Remis kämpfen zu können, zog dann im Endspiel jedoch seinen Läufer auf ein schicksalhaftes Feld, das der gegnerische Springer in Verbindung mit einem Schachgebot angreifen konnte. Nach dem Läuferverlust blieb ihm nach ca. zwei Stunden Spielzeit nur noch die Aufgabe (2:2). Tuckermann versuchte ebenfalls - mit drei gegen vier Bauern auf dem Damenflügel - ein Remis zu erreichen, dem gegnerischen König gelang es jedoch, die Opposition auf dem Königsflügel zu erlangen, wodurch er ungehindert die beiden dort stehenden Bauern von Tuckermann erobert hätte, woraufhin seine eigenen zwei Bauern den Marsch zur Umwandlung in je eine Dame hätten antreten können. Diese Aussicht bewegte unseren Spieler, nach ca. zweieinhalb Stunden Spielzeit die Waffen zu strecken (2:3). Etwa eine Viertelstunde später grübelte Hogreve darüber nach, ob er ein Remisangebot seines Gegners annehmen sollte, und aufgrund der nach wie vor ausgeglichen Stellung tat er dies schließlich auch (2½:3½). Bald darauf hatte dann Geruschkat seinen Figurenvorteil derart ausgebaut, dass er mit seiner Dame und zwei Freibauern gegen den Turm und einen Läufer seines Gegners stand. Nun gelang es Geruschkat, den gegnerischenTurm zu erobern, indem er ihn gleichzeitig mit einem Schachgebot angriff, woraufhin sein Gegenüber die Partie aufgab (3½:3½).
An Brett drei musste nun die Entscheidung fallen, und hier sorgte Kiesbye mit seinem Kontrahenten für ein farbenfrohes Endspiel. Der Gast aus Nordfriesland hatte einen gefährlichen Freibauern auf der a-Linie, während Kiesbye ein zunächst weniger gefährlich scheinender Freibauer auf der c-Linie zur Verfügung stand. Nach spannenden Zügen gelangten beide Bauern zur Umwandlung zu Damen, die aber auch schnell wieder abgetauscht waren und Kiesbyes Gegner letztlich mit einem Mehrbauern und einem Läufer im Vorteil liessen. Dies bewog Kiesbye zur Partieaufgabe, und so entschieden die nordfriesischen Gäste die Begegnung mit 4½:3½ für sich.
Damit bedeutet das Saisonende für den ESC II auch gleichzeitig das Tabellenende. Ein Platz, den die Mannschaft voraussichtlich so lange nach jeder Spielsaison einnehmen muss, bis sie regelmäßig auf ihre Spitzenspieler zurückgreifen kann und diese nicht ständig an die "Erste" abgeben muss, um deren Personalnot auszugleichen. Hoffen wir also auf bessere Zeiten.
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ESC I - SC Agon Neumünster I |
2½ : 5½ |
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ESC II - Schleispringer Kappeln I |
3½ : 4½ |
Unsere 1. Mannschaft in der Landesliga weiter in Abstiegsgefahr ...
Niederlage gegen Agon Neumünster aufgrund vieler Ausfälle
Auch am 7. Spieltag gab unsere 1. Mannschaft in
der Landesliga gegen Agon Neumünster zwei
Big-Points ab – wie schon in der Runde davor gegen
den SV Bargteheide. Damit wird der Rückstand zu
diesen Mannschaften – und damit zu den
Nichtabstiegsplätzen – immer größer. Wie schon in
nahezu der gesamten Saison wurde das Team um
unseren Mannschaftsführer Kai Karl Krüger durch
Spielerabsagen stark gebeutelt. Diesmal mussten
wir ohne die Spieler Dreesen, Bernhardt und Lomer
auskommen, immerhin an den Brettern 2, 3 und 6
gemeldet. Dementsprechend rückten diverse
Stammspieler an vordere, spielstärkere Bretter
auf, um den Ersatzspielern an den hinteren
Brettern Platz zu machen.
Der Wettkampf gestaltete sich zunächst über mehr
als drei Stunden ausgeglichen, das bedeutete
bereits: besser als befürchtet.
Rolf Möller (3), Enrique Ruiz Hampel (6) und
Alexander Koch (8) hatten sich erfolgversprechende
Stellungen erarbeitet. Gerade Rolf spielte am 3.
Brett stark auf und ließ ein gefährliches
Figurenopfer seines Gegners – sicherlich auch
aufgrund hervorragender Vorbereitung – ins Leere
laufen. Enrique Ruiz Hampel nahm seinen Gegner in
sehr guter Stellung nicht ernst genug und überzog
seinen Angriff, so dass er sich selbst in einem
Mattangriff wiederfand. Damit stand es 1 : 1. Ralf
Koch (7) wurde von seiner Gegnerin Britta Leib –
wie passend… - am Damenflügel überspielt, während
Peter Krebs (5) im Mittelspiel den c7-Bauern
verlor. Beide konnten ihre Stellungen nicht mehr
halten. (1:3). Unser Spitzenspieler Manfred Homuth
(1) nahm ein Remisangebot seines starken Gegners
an, so dass es 1½ : 3½ stand. In dieser Phase
wartete Matthias Braun (4) zunächst nach einem
Remisangebot seines Gegners ab, ob
damit entscheidende Brettpunkte eingebüßt würden.
Als dann aber Alexander Koch (8) trotz Mehrfigur
im Endspiel von den vielen Mehrbauern seines
Gegners überrannt wurde, war der Mannschaftskampf
bereits zugunsten der Neumünsteraner entschieden
(1½ : 4½) . Somit konnte Matthias im
Springerendspiel dem Remisangebot stattgeben
(2:5). Bei diesem Stand spielte Mannschaftsführer
Kai Karl Krüger (2) nach sensibler
Mittelspielführung und mit taktisch
herausgespielter Mehrqualität mit den weißen
Steinen gegen seinen Gegner Hagenstein (DWZ 2159)
um den zweiten Einzelsieg. Er berechnete die
tatsächlich in Frage kommende Gewinnkombination
nicht weit genug und wählte eine Alternative, in
der sein Gegner mehrzügig ein Dauerschach wählen
konnte. Da somit auch diese Partie Remis endete,
hieß es letztlich 2½ : 5½ im Wettkampf Eckernförde
gegen Neumünster.
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In dieser Stellung zog Weiß D:b7?! und gab damit den Gewinn her. Es folgte 46.D:b7?! – Sd3 47.Td2 – Se1+ 48.Kf2 – Sd3+ 49.Kg2 Remis. - Richtig wäre 46.D:e7! – D:a2!? (sucht Kompensation mit Freibauern, auf Sd3 folgt sofort D:f7+) 47.f4 – Dc4 48.f:e5 – D:e4+ 49.Kh3!! - (mit einem Turm im Plus, denn der Läufer auf e3 ist vergiftet: 49.Kh3 – D:e3? 50.T:f7+ - mit Matt im nächsten Zug). Weiß übersah die Möglichkeit 49.Kh3 und berechnete nur 49.Tf3, woraufhin der weiße Mattangriff verflacht wäre, der schwarze a-Bauer aber durchlaufen könnte. - Nach über fünf Stunden Konzentration sind vier Züge Vorausberechnung manchmal nicht mehr so einfach. So können sich Punkte also auch zu später Zeit halbieren. (Analyse und Kommentar Kai Karl Krüger) |
Für die Mannschaft hätte auch ein Sieg des Mannschaftsführers nichts an der Niederlage geändert. Die Lage für unsere 1. Mannschaft ist inzwischen nahezu aussichtslos. Denn am nächsten Spieltag geht es zum Auswärtskampf nach Kiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter und Aufstiegskandidaten Turm Kiel, der bislang alle Mannschaftswettkämpfe dieser Saison gewonnen hat und insbesondere im hinteren Mannschaftsteil nahezu unschlagbar ist – genau dort, wo wir in dieser Saison stets ersatzgeschwächt Federn lassen mussten. In Reichweite liegt allenfalls noch Platz 8, den derzeit die SG Glückstadt, der Gegner des letzten Spieltages, innehält. Doch da der SK Schwarzenbek in der Oberliga Nord eine Runde vor Schluss Tabellenletzter ist, wird voraussichtlich sogar der Achtplatzierte der Landesliga absteigen müssen.
... und auch unsere "Zweite" verliert, wenn auch äußerst knapp.
Am selben Tag waren die "Schleispringer" aus Kappeln bei unserer "Zweiten" zu Gast. Wir wollten alles daran setzen, auch diesmal eine Niederlage abzuwenden.
Andreas Koch war an Brett 6 der erste, der diese
Hoffnung nährte, indem er sich in der Eröffnung
einen Bauerngewinn sowie eine gute Stellung
herausgespielt hatte. Im Mittelspiel unterlief ihm
jedoch ein Fehler, der dazu führte, dass ihm die
Siegchance entglitt und er im Endspiel mit dem
Glück des Tüchtigen aber immerhin ein Remis
erzielen konnte (½:½). An Brett 5 wählte Holger
Hogreve mit den schwarzen Figuren eine passive
Eröffnungsvariante, konnte seine Stellung aber die
gesamte Spielzeit über ausgeglichen halten. Als
ihm bei kompliziertem Spielverlauf für 16 Züge nur
noch 35 Minuten bis zur Zeitkontrolle blieben,
willigte er nach fast zweistündiger Spielzeit in
das von seinem Gegner angebotene Remis ein (1:1).
Das dritte Remis sollte 20 Minuten später an Brett
4 markiert werden, wo Bruno Geruschkat nach Tausch
der Damen sowie fast aller Leichtfiguren mit
seinen Türmen und seinem Springer gegen die Türme
und den weißfeldrigen Läufer seines Gegners bei
gleicher Bauernzahl stand. Als letzterer eine
Punkteteilung vorschlug, willigte Geruschkat ein
(1½:1½).
Die Zeit der Remisen war damit vorbei, nun ging
es "in die Vollen". Mit diesem Ziel war Dieter
Löwenstrom an Brett 8 Vorreiter für uns; zwar
verlor er schon früh eine Leichtfigur, konnte
diese jedoch später zurückgewinnen und obendrein
einen Mehrbauern herausspielen, der ihm nach
zweieinhalb Stunden Spielzeit schließlich den Sieg
im Endspiel bescherte (2½:1½). Zeitgleich kam aber
auch schon ein Wermutstropfen hinzu, denn Olaf
Zeuch musste an Brett 2 die Waffen strecken. Nach
einem Springergewinn im frühen Mittelspiel sah
Zeuch kurze Zeit später seinerseits einem
unvermeidbaren Figurenverlust entgegen, was bei
der Wahl einer richtigen Spielvariante aber
dennoch eine bessere Stellung für Zeuch bedeutet
hätte, denn ein starker Angriff auf den
gegnerischen König wäre möglich gewesen. Zeuch
entschied sich - bei zunehmender Zeitnot - für ein
Abspiel, das für seinen König letztlich in einem
Mattnetz endete (2½:2½). Ohne Zähler musste auch
Hanfried Kiesbye an Brett 3 bleiben. Das von
seinem Gegner in der Eröffnung gewählte
Damengambit erwiderte Kiesbye mit Albins
Gegengambit. Sein Gegner konnte den Gambitbauern
jedoch verteidigen und nach seiner Rochade eine
starke Angriffsstellung aufbauen. Im weiteren
Spielverlauf verlor Kiesbye einen weiteren Bauern
und nach Abtausch der Figuren war das Endspiel
dann nach fast dreistündigem Kampf für ihn
verloren (2½:3½). An Brett 7 schlug nun die Stunde
des "Youngsters" in den Eckernförder Reihen, dem
erst fünfzehnjährigen Mirco Beyer, der - ebenso
wie sein Zwillingsbruder Lukas, der heute nicht
zum Einsatz beordert wurde - schon in der
laufenden Vereinsmeisterschaft bravourös gespielt
hat.
Beyers Gegner verzettelte sich an einem Punkt der
Partie und verlor dadurch eine Leichtfigur. Diesen
Vorteil ließ sich der in den vergangenen Jahren
von Claus Langmann, Bruno Geruschkat sowie Enrique
Ruiz-Hampel bestens trainierte Mirco nicht mehr
nehmen und baute diesen sogar noch aus, indem er
im Endspiel eine weitere Leichtfigur gewann. Eine
sich anschließende Mattdrohung zwang seinen Gegner
nach dreieinhalb Stunden Spielzeit zur
Partieaufgabe (3½:3½). Das Endergebnis war nun
also noch völlig offen und musste von den an Brett
1 fungierenden Akteuren abschließend kreiert
werden. Ulrich Bußmeier hatte seinem mit einem
Gambit eröffnenden Gegner zunächst die Initiative
überlassen. Im weiteren Verlauf der Partie gab der
Gegner den Bauern zurück und nach Abtausch der
Damen war das Spiel ausgeglichen. Dann opferte
Bußmeiers Gegner einen Turm, um dadurch scheinbar
(!) zu einem Mattangriff überzuleiten. Zumindest
war unser Spitzenspieler so stark von dieser
Opfervariante beeindruckt, dass er zwei Züge
später aufgab. Zu früh und zu Unrecht, wie eine
kurz darauf durchgeführte Spielanalyse zeigte und
das Turmopfer als Bluff - zumindest aber nicht
konsequent zu Ende durchdacht - enttarnte und
Bußmeier die Chance auf einen halben oder gar
einen ganzen Punkt eingeräumt hätte. Das
Endergebnis lautete somit aber 4½:3½ für die Gäste
von der Schlei.
Das gesetzte Ziel, auch diesmal eine
niederlagenfreie Begegnung zu gestalten, schlug
heute zwar fehl, jedoch haben wir gezeigt, dass
wir - obwohl mit fünf Ersatzspielern am Start -
über genug Potential verfügen, um uns gut wehren
zu können und uns daher nicht verstecken müssen.
Immerhin war das heutige Ergebnis die knappste
Niederlage in der laufenden Saison. Wenn nun am 3.
April der siebente und letzte Spieltag in der
Bezirksliga-Nord-Saison stattfindet, wird gegen
die SG Niebüll-Bredstedt eine weitere, sehr
versierte Equipe in unserem Spiellokal gastieren.
Mit einer höchstwahrscheinlich durch Enrique
Ruiz-Hampel an Brett 1 verstärkten Mannschaft
werden wir aber auch diese Begegnung keineswegs
fürchten müssen und - im Gegenteil - auch hier
voller Hoffnung und Selbstvertrauen ein
bestmögliches Ergebnis anvisieren.
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SV Bargteheide I - ESC I |
5½ : 2½ |
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Kropper SC I - ESC II |
4 : 4 |
- Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Mannschaftsseite. -
Unsere "Zweite" erringt den ersten Mannschaftspunkt!
Am 27.02.11 machte sich unsere zweite Mannschaft auf den Weg nach Kropp, um hier den fünften Spieltag in der laufenden Saison der Bezirksliga Nord zu bestreiten. Bei allen Akteuren bestand ein großer Funken Hoffnung darauf, heute einen oder gar zwei Mannschaftszähler mit nach Hause zu nehmen.
Der Beginn der Begegnung stand ganz im Zeichen von Andreas Koch, der an Brett 8 spielend schnell einige Figuren seines Gegners erobern konnte und dementsprechend früh (nach 35 min.) mit einem Mattzug das 1:0 für uns markieren konnte. Eine Stunde später hatte Bruno Geruschkat an Brett 4 eine unerschütterliche Gewinnstellung erreicht, denn sein Gegner hatte bis dahin seine Dame und einen seiner Läufer eingestellt. Diesen Vorteil ließ sich Geruschkat nicht mehr nehmen, und als er mit seinem Bauern auf a2 kurz vor der Umwandlung stand, gab sein Gegner die Partie auf (2:0). Eine weitere halbe Stunde später gab es eine Punkteteilung an Brett 5: nach einer missglückten Eröffnung konnte Holger Hogreve nach Abtausch fast aller Schwerfiguren in ein Remis einlenken (2½ : ½). Nach zwei Stunden Spielzeit hatten auch die Gastgeber ihren ersten Punkt auf dem Konto, denn Christian Tuckermann konnte den zunächst erkämpften Gewinn eines Bauern nicht positiv umsetzen, musste im weiteren Verlauf der Partie einen Mehrbauern auf Seiten des Gegners zulassen und konnte die Stellung dann letztlich nicht mehr halten, da kurz über lang eine Bauernumwandlung seines Gegenübers geschehen wäre (2½ : 1½).
An den vier übrigen Brettern wurde noch allseits nach besten Kräften gerungen. Nach der dritten Spielstunde musste aber Dieter Eigenberz an Brett 6 die Waffen strecken, denn durch eine Springergabel erlitt er im 24. Zug einen Läuferverlust; einen Nachteil, den er weitere 17 Züge lang vergeblich zu kompensieren versuchte (2½ : 2½). Zur gleichen Zeit war Olaf Zeuch an Brett 2 ebenfalls in Figurennachteil geraten: sein Gegner konnte ihm mit seinem Turm ungestraft einen Läufer "stibitzen", das Zurückschlagen mit einem hierfür bereit stehenden Bauern hätte für Zeuch jedoch eine Springergabel mit Damenverlust zur Folge gehabt. Die bis dahin noch Erfolg versprechende Formation der Figuren zu einem Angriff auf den Königsflügel war somit entscheidend geschwächt. Im Endspiel ließ der Kropper Spieler "nichts anbrennen" (2½ : 3½).
Das Blatt hatte sich nun - zumindest vom Zwischenergebnis her - gegen uns gewandt. Hanfried Kiesbye an Brett 3 und Alexander Koch an Brett 1 hatten nun die Möglichkeit - da sie auch die entsprechend guten Stellungen auf dem Brett hatten - doch noch ein gütliches Ergebnis für uns herauszuspielen. Und es sollte gelingen! Zum Helden des Tages wurde dabei Alexander Koch, der gegen den mit 500 DWZ-Punkten mehr "beladenen" Lokalmatadoren Wilhelm Jäke ein grandioses Spiel lieferte. Jäke suchte früh den Damentausch, musste dabei aber einen Doppelbauern auf der h-Linie hinnehmen. Zwischenzeitlich ließ Alexander einen Angriff im Mittelspiel aus und bot zweimal Remis an, was aber beide Male abgelehnt wurde. So wickelte Koch in ein remisträchtiges Endspiel ab, in dem seinem Gegner ein grober Fehler unterlief, wodurch er eine drohende Bauernumwandlung nicht mehr abwenden konnte (3½ : 3½). Nun lag es an Hanfried Kiesbye, seine Partie zu einem glücklichen Ende zu bringen. Viel hatte sich auf dem Brett im Laufe der vergangenen vier Stunden ereignet, ohne dass einer der beiden Spieler einen entscheidenden materiellen oder positionellen Vorteil erringen konnte. So gab es schließlich eine große Figurenabtauschszenerie, nach der Kiesbye zunächst einen Bauern weniger hatte, diesen dann aber wenig später zurückerobern konnte. Da er bei ausgeglichenem Material keine Siegeschancen mehr in der erreichten Stellung entdecken konnte, bot er nach viereinhalb Stunden Spielzeit Remis an, was sein Gegner sogleich annahm.
Mit diesem 4:4 hat unsere "Zweite" einen ersten Mannschaftszähler eingefahren und gezeigt, dass sie auch ohne ihre Spitzenspieler, die regelmäßig in der Landesligamannschaft einspringen müssen, eine Niederlage abwenden können. Bleibt zu hoffen, dass sie auch am 20. März gegen die im Ostseebad gastierenden Spieler vom "Schleispringer Kappeln" in mindestens gleicher Weise bestehen können.
Mit den folgenden Worten erwähnt Andreas Albers vom Hamburger Schachklub das Auftreten von Aljoscha Feuerstack - mittlerweile mit einer Ehrfurcht gebietenden ELO von 2404! - auf der Website www.hsk1830.de. Aljoscha hat sich bis nach Moskau getraut und spielt dort in der B-Gruppe des Aeroflot-Open 2011. Wer seine Erfolge beobachten möchte, kann das unter www.aeroflotchess.com tun.
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Da Dorian Rogozenco und Jonathan Carlstedt ihre Partie unentschieden gestalteten und auch Niclas Huschenbeth GM Markus Ragger ein Schwarzremis abknöpfen konnte, ist die Hamburger Delegation nach der ersten Runde noch unbesiegt! Den Vogel schoss aber Aljoscha Feuerstack ab. Früher als "Schachzwerg" in Eckernförde ansässig, lebt Aljoscha mittlerweile in Hamburg und hat sich unter anderem in Michael Schönherrs Schnellturnieren einen gefürchteten Namen gemacht. Gestern gewann er mit Schwarz gegen den russischen Alt- und Großmeister Vitaly Tseshkovsky. ... |
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ESC I - SK Doppelbauer Kiel |
1½ : 6½ |
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ESC II - Flensburger SK II |
2 : 6 |
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Um 12:43 Uhr waren die meisten Partien der 2. Mannschaft schon beendet, ... |
... während an fast allen Brettern der 1. Mannschaft noch gekämpft wurde. |
Unsere "Erste" ist im Tabellenkeller angekommen ...
Am 06.02.2011 hatte unsere 1. Mannschaft in der Landesliga den SK Doppelbauer Kiel zu Gast. Zunächst musste wie seit Monaten schon das Material angefahren werden, da der angekündigte Schrank für unsere Schachmaterialien zwar bestellt, aber noch nicht geliefert ist. Eine weitere Verzögerung stellte sich ein, weil der Parkplatz am Sky-Markt inzwischen zu unserer aller Überraschung auch sonntags gebührenpflichtig ist. Sowohl für uns wie auch für die Kieler Gäste war also zunächst - in Konkurrenz zu den Fischmarktbesuchern - eine zeitaufwendige Parkplatzsuche angesagt.
Zwar konnten wir zu diesem Wettkampf in
vollständigerer Besetzung antreten als noch in den
Runden davor. Aber schon nach etwa zwei Stunden
musste Enrique Ruiz Hampel an Brett 7 aufgeben (0
: 1). Edmund Lomer - an Brett 5 spielend - konnte
seine bessere Stellung nicht in einen Gewinn
ummünzen und musste sich mit remis zufrieden geben
(½ : 1½). Mannschaftsführer Kai Karl Krüger hielt
an Brett 3 lange dem guten Spiel seines Gegners
stand, übersah aber einmal die richtige
Fortsetzung mit Turmtausch, damit Druckentlastung
im Zentrum und Chancen im Spiel mit einem
Freibauern in der b-Linie, bis er in Zeitnot und
inzwischen schlechterer Stellung eine Figur verlor
und nach dreieinhalb Stunden aufgab (½ : 2½). Rolf
Möller an Brett 4 folgte etwa eine halbe Stunde
später, nachdem er im Läuferendspiel in Nachteil
geraten war. So stand es bereits ½ : 3½, woraufhin
sich Jan Dreesen an Brett 2 und Manfred Homuth an
Brett 1 trotz zwischenzeitlicher Stellungsvorteile
jeweils mit Remis zufriedengaben, womit allerdings
auch der Wettkampf zu unseren Ungunsten
entschieden war (1½ : 4½). Peter Krebs an Brett 6
stand zunächst besser, bis ihm eine Ungenauigkeit
unterlief und er ins Hintertreffen geriet
(1½ : 5½). Ulrich Bußmeier an Brett 8 konnte
entgegen seiner Absicht nicht früh mit Weiß Remis
machen, sondern musste über die volle Zeitdistanz
spielen. Auch er stand deutlich besser, wenn nicht
gar auf Gewinn, denn nach der Zeitkontrolle
spielte er mit Dame und Turm stark gegen den
offenen König des Gegners. Schließlich drehte
dieser aber den Spieß um, baute eine Mattdrohung
auf, die nur mit Turmopfer und Versuch auf
Dauerschach hätte abgewendet werden können, was
aber nicht gelang. So stand am Ende mit 1½ : 6½
eine deutliche Niederlage zu Buche.
Unsere 1. Mannschaft ist nun Vorletzter der
Tabelle und muss gegen Bargteheide auswärts am
27.02.2011 unbedingt gewinnen, um Aussichten auf
den Klassenerhalt zu wahren.
... und auch die "Zweite" atmet Kellergeruch.
Am selben Tag empfing unsere "Zweite" in der Bezirksliga Nord die zweite Mannschaft des Flensburger Schachclubs. Es begann für uns sehr erfreulich, denn an Brett 5 hatte Hanfried Kiesbye schon nach einer halben Stunde einen Sieg verbuchen können, nachdem er seinem Gegner ein Läuferopfer auf f7 widerlegen und seinerseits mit maßgeblicher Beteiligung eines Läufers und eines Springers einen vernichtenden Königsangriff durchführen konnte (1 : 0). Die Freude darüber währte allerdings nur kurz, denn wenig später wurde Andreas Koch an Brett 8 von einem Bauernangriff seines Gegners überrollt (1 : 1).
An den anderen Brettern wurde derweil noch nach besten Kräften gerungen und erst nach mehr als zwei Stunden standen drei weitere Ergebnisse fest. Zunächst war es Dieter Eigenberz, der seine Partie an Brett 7 nicht mehr halten konnte, nachdem seinem Gegner eine Abzugskombination mit einem seiner Läufer gelang, die zum Figurenverlust führte (1 : 2). Olaf Zeuch hatte an Brett 4 schon bald erkennen müssen, dass der Gegner seine Figuren zu einem gefährlichen Königsangriff formierte. Zeuch verlegte sich auf eine überwiegend defensive Spielweise, suchte schnellen Tausch der Leichtfiguren und entschied sich für die Opferung seines h-Bauern, wonach es ihm gelang, genug Wirkungsraum für seine verteidigenden Figuren sowie ausreichende Fluchtmöglichkeiten für seinen König zu schaffen. Nachdem der Flensburger Spieler den Abtausch der Damen und je eines Turmes nicht vermeiden konnte, war auf dem Brett eine ausgeglichene Situation entstanden, so dass ein Remis vereinbart wurde (1½ : 2½). Bruno Geruschkat hatte am 6. Brett schon im 10. Zug einen Bauern verloren und sah sich im Endspiel mit einem seiner Läufer einem Springer und einem Bauern des Gegners gegenüber. Der Springer stellte den Läufer vor nicht zu lösende Aufgaben und sorgte dafür, dass der Bauer unaufhaltsam zur letzten Reihe und damit zur Damenumwandlung schritt, woraufhin Geruschkat die Partie verloren gab (1½ : 3½). Auch unserem Spitzenspieler Ralf Koch gelang trotz souveräner Spielführung kein Sieg – er musste sich mit einem Remis zufrieden geben (2 : 4).
Was konnten bei diesem Zwischenstand Eduard Wiederkehr an Brett 2 und Alexander Koch an Brett 3 noch bewirken? Immerhin bestand noch rein theoretisch die Chance auf eine Punkteteilung beider Mannschaften. Hierzu kam es jedoch nicht, denn Wiederkehr musste dem druckreichen Spiel seines Gegners Tribut zollen und seine Partie nach fast drei Stunden aufgeben (2 : 5). Alexander Koch hatte in einem komplizierten Mittelspiel zunächst die Initiative an sich gebracht, verlor sie jedoch und obendrein einen Bauern durch das Übersehen eines starken Springerzugs seines Gegners, der das Endspiel daraufhin mit hoher Wahrscheinlichkeit für sich entschieden hätte, was Koch zur Aufgabe bewog.
Nach den drei vorangegangenen Niederlagen ist die zweite Mannschaft nun auch im vierten Spiel ohne einen Mannschaftszähler geblieben. Den Spaß am Schachspiel wird sich aber dadurch aber ganz sicher niemand der Akteure nehmen lassen, und unter diesem Aspekt wird man auch am 27.02. den Weg nach Kropp auf sich nehmen, um dort zu versuchen, am fünften Spieltag ein besseres Ergebnis zu erringen.
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Kieler SG / Meerbauer I - ESC I |
6 : 2 |
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SV VHS Rendsburg II - ESC II |
5½ : 2½ |
In der 4. Runde der Landesliga musste unsere "Erste" zum Oberliga-Absteiger Kieler SG / Meerbauer in den Legienhof nach Kiel fahren. Erneut mussten wir stark ersatzgeschwächt antreten, da Jan Dreesen, Gerd Bernhardt und Peter Krebs fehlten. Es zeigte sich früh, dass dadurch einige unserer Mannschaftskameraden etwas zu weit aufrücken mussten. Zwar konnte Ralf Koch an Brett 7 mit Weiß früh Remis spielen, als Ersatzspieler mit längerer Spielpause war das sehr erfreulich. Doch Kai Krüger an Brett 2 und Matthias Braun an Brett 5 mussten früh die Waffen strecken, an Brett 2 wegen einer Fehleinschätzung der Stellung: Nach dem Damentausch machten Läuferpaar und Turmpaar erfolgreich Jagd auf den König. An Brett 5 endete eine mehrzügige taktische Figurenkombination mit einer Minusfigur. Beim Spielstand von ½:2½ verlor auch unser stärkster Jugendlicher Alexander Koch, der - obwohl er bis in die Nacht hatte arbeiten müssen - an Brett 8 eingesprungen war (½:3½). Rolf Möller stand an Brett 3 durchaus besser, berechnete aber den Vormarsch seines f-Bauern nicht bis ins letzte Detail und konnte einen Mattangriff nur mit Materialverlust abfangen (½:4½). Edmund Lomer spielte an Brett 4 solide Remis (1:5). Manfred Homuth kämpfte am Spitzenbrett um den einzigen vollen Punkt, drang aber nicht durch und erzielte ebenso ein Remis (1½:5½) wie der an Brett 6 spielende Enrique Ruiz Hampel, der lange mit einem Mehrbauern einen heftigen Angriff abwehren musste, den Bauern schließlich wieder aufgeben musste und im Endspiel trotz besserer Stellung die Remisbreite nicht durchbrechen konnte. So endete der Wettkampf mit 2 : 6. Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel stecken wir im Abstiegskampf. Und das Ende der Ausfälle von letztjährigen Stammspielern ist noch nicht abzusehen. Dennoch wollen wir versuchen, in der fünften Runde am 06.02.11 zuhause gegen unseren Lieblingsgegner Doppelbauer Kiel den zweiten Saisonsieg einzufahren, so wie in den beiden letzten Jahren.
Am 16.01.11 war es für unsere 2. Mannschaft an der
Zeit, den Weg nach Büdelsdorf anzutreten, um in
der dortigen Bürgerbegegnungsstätte die 3. Runde
in der Bezirksliga Nord gegen den SV VHS Rendsburg
II zu bestreiten. Dabei mussten wir auf sechs
Stammspieler verzichten, während der Gegner nur
auf zwei Reservespieler zurückgreifen musste. So
war unsere Ausgangsposition alles andere als
rosig.
Zunächst begann es für uns zunächst sehr
erfreulich, denn der an Brett 8 spielenden Dieter
Löwenstrom gewann nach einer Damenbauereröffnung
und einer ruhigen, soliden Stellungsentwicklung im
17. Zug einen Springer. In der Folgezeit konnte er
die offene c-Linie für ein starkes Spiel seiner
Türme nutzen und seinen Gegner derart unter Druck
setzen, dass dieser nach 70 Minuten Spielzeit
aufgab. Diese 1:0-Führung währte etwa eineinhalb
Stunden, da musste Bruno Geruschkat an Brett 3 die
Waffen strecken, nachdem er im 27. Zug einen
Springer eingestellt hatte und sich im Endspiel
zudem gegen zwei verbundene Freibauern auf dem
Königsflügel wehren musste, von denen einer die
Umwandlung zur Dame schaffte (1:1). Eine weitere
Viertelstunde später waren auch die Partien an
Brett 2, an dem Olaf Zeuch sein Glück versuchte
sowie an Brett 5, an dem Christian Tuckermann zu
Werke war, entschieden. Tuckermann verlor gleich
zu Beginn einen Bauern, wurde dann im Mittelspiel
regelrecht eingeschnürt, verlor noch drei weitere
Bauern und musste schließlich - trotz eines bis
ins Endspiel hinein zäh geführten Kampfes -
aufgeben (1:2). Zeuch entschied sich in der
Eröffnungsphase für einen Angriff auf die
gegnerische Königsstellung, indem er seinen
g-Bauern opferte und die dadurch geöffnete Linie
für ein druckreiches Spiel mit seinen Türmen
nutzte. Nach farbenfrohem Spiel und einigen
Abtauschzügen gelang es dem Gegner, sich stets
ausreichend zu verteidigen und den Druck auf
seinen Königsflügel zu entschärfen. Schließlich
bot er Remis, was Zeuch sogleich annahm
(1½:2½).
Nun dauerte es wiederum nur weitere 15 Minuten,
da hatten auch die beiden jugendlichen Zwillinge
Mirco (Brett 6) und Lukas Beyer (Brett 7) ihre
Partien beendet. Mirco konnte sich zunächst gut
entwickeln und baute mit trickreichem Spiel eine
verheißungsvolle Stellung auf, in der er sich
schon Hoffnung auf einen Sieg machte. Sein Gegner
jedoch überraschte ihn mit einem Angriff auf seine
Dame; zur Abwendung eines Damenverlustes musste
Mirco schließlich erhebliche Stellungsnachteile
hinnehmen. Dies führte dazu, dass sein Gegner bis
zum Erreichen des Endspiels drei verbundene
Freibauern herausgespielt hatte, die Mirco
schließlich zur Aufgabe zwangen (1½:3½). Lukas
verlor in der Eröffnungsphase zwar einen Bauern,
gestaltete das Mittelspiel aber derart solide,
dass sein Gegner keine Möglichkeit sah,
entscheidende Akzente zu setzen, so dass beide ein
Remis vereinbarten (2:4). Nun hätten die beiden
noch laufenden Partien gewonnen werden müssen, um
noch ein Unentschieden zu erreichen. Diese
Hoffnungen zerschlugen sich jedoch nach mehr als
vier Stunden Spielzeit, als der an Brett 4
eingesetzte Holger Hogreve - der schon im 22. Zug
einen Qualitätsverlust hinnehmen musste - sich in
einer zunehmend passiver werdenden Stellung
wiederfand, die er schließlich nicht mehr halten
konnte (2:5).
Nun galt es noch das Ergebnis an Brett 1
abzuwarten, wo Ulrich Bussmeier und sein Gegner
für den Krimi des Tages sorgten. Stets von
zahlreichen Kiebitzen umringt, die sich u.a. auch
aus der zur gleichen Zeit in einem Nachbarraum
stattfindenden Verbandsliga-Begegnung zwischen
Rendburg I und Schleswig I rekrutierten, gelang es
Ulrich Bussmeier, mit seiner Dame und einem
Springer in die gegnerische Königsstellung
einzubrechen. Vom 40. Zug an musste der
Rendsburger Spitzenspieler noch mindestens weitere
15 Züge lang stets die genau richtige Antwort
finden, um nicht von Bussmeier in ein Mattnetz
verstrickt zu werden oder durch ein
Springermanöver seine Dame zu verlieren. Nach fast
5 Stunden Spielzeit musste Bussmeier anerkennen,
dass seinem Gegner die Verteidigung gelungen war
und er fügte sich in das Remis.
Mit diesem 2½:5½ schlägt wiederum eine recht hohe
Niederlage zu Buche. Und so kann die Mannschaft
nur darauf hoffen, dass sie in einer wesentlich
schlagkräftigeren Besetzung gegen die am 6.
Februar gastierende - und an der Tabellspitze
rangierende - zweite Mannschaft aus Flensburg ein
zufriedener stimmendes Ergebnis erzielen kann.
Seit dem 07.01.11 kämpfen fünf unserer Mitglieder in Konkurrenz zu etwa 400 Spielern um den Ramada-Cup in Hamburg-Bergedorf. Die Spieler werden je nach Spielstärke einer von 5 Gruppen von A bis F zugeteilt (A: 2101 - 2300; B: 1901 - 2100; F: < 1300 TWZ). Die Ergebnisse unserer Spieler können Sie hier verfolgen:
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Gruppe / Teilnehmer |
Name |
TWZ |
gesetzt an ... |
Runde |
Punkte |
Buchholz |
Platz |
||||
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|||||||
|
A / 33 |
Krüger |
2223 |
6 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
3 |
11,0 |
9 |
|
Homuth |
2143 |
23 |
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
2½ |
12,0 |
15 |
|
|
B / 71 |
Ruiz Hampel, E. |
2025 |
27 |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
3 |
11,0 |
26 |
|
F / 75 |
Ruiz, Kim |
970 |
41 |
1 |
½ |
0 |
1 |
½ |
3 |
12,0 |
24 |
|
Ruiz, Lisa |
810 |
54 |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
2 |
12,5 |
43 |
|
Noch am letzten Tag des Turniers lief ein Bericht von Kai Karl Krüger ein, der anschaulich auch über den Verlauf des Turniers schildert. Hier sein Bericht:
Kai, Kim und Lisa konnten sich beim Ramada-Cup verbessern
Die Eckernförder Schachspieler schrammten beim diesjährigen Ramada-Cup in Hamburg Bergedorf knapp am Mengenrabatt vorbei: Es fehlte leider noch ein sechster Spieler, der 6,00 € Erstattung für jeden gebracht hätte!
Als unser Spitzenspieler trat Manfred Homuth in der A-Gruppe mit dem Ziel an, ganz vorne mitzuspielen. Leider zeigten sich in der dritten Runde die Tücken des Fischer-Bedenkzeit-Modus. Bei 1½ Punkten aus 2 Partien stand Manfred auf Gewinn, bis die Zeit - für ihn völlig unerwartet - abgelaufen war. Statt wirklich ganz oben zu stehen, war das Turnier bei nur 5 Runden trotz guter spielerischer Leistung durch diesen Verlustpunkt jedenfalls für höhere Ziele so gut wie gelaufen.
Kai Karl Krüger startete auch in der A-Gruppe mit einem Schwarz-Sieg und stand in der zweiten Runde auch gegen den späteren Turniersieger – den Jugendlichen Till Schreiner – schon früh mit einem glatten Mehrbauern auf Gewinn, bis die zweistündige Anfahrt bei anfänglichem Glatteis, eine verschleppte Erkältung und die lange erste Partie ihren Tribut forderten: Schwupp waren ohne wirkliche Heldentat des Gegners binnen drei Zügen zwei Bauern eingestellt, was die Partie kostete. Am Abend half nur das Treffen mit einigen alten und auch neuen Bekannten im Schweinske, um bei einem (na, leicht untertrieben) Guiness (Kai) bzw. Bit (Manfred) vom Fass die Erkenntnis zu haben, dass Schach nur ein Hobby ist und das Leben trotzdem schön.
Manfred und Kai konnten sich aber gut fangen. Gerade für Kai wurde das Turnier mit einem Schlusssieg und 3 Punkten aus 5 Partien schließlich noch rund und die Belohnung sind 20 Punkte Gutschrift auf die DWZ. Der neunte Platz wird voraussichtlich nicht für einen Nachrückerplatz zur Finalrunde im Mai 2011 in Magdeburg reichen. Trotzdem gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass die A-Gruppe bei einer Turnierwertungszahl von 2101 beginnt und Kai mit einer DWZ von 2000 antrat – die alte ELO-Zahl von 2223 aus den frühen 90er Jahren half dabei mit… Manfred wurde mit 2½ Punkten aus 5 Partien Fünfzehnter und konnte immerhin einen DWZ-Punkt ergattern.
Enrique Ruiz Hampel war mit seiner ganzen Familie angereist und erspielte in der B-Gruppe 3 Punkte aus 5 Partien. Er selbst war allerdings schon mit dem Motto: Es kommt auf das Rahmenprogramm an, in das Turnier gegangen. Erfreulich gut lief es für seine Töchter: Kim konnte in der F-Gruppe 3 Punkte erspielen und ihre DWZ-Zahl um sage und schreibe 152 Punkte verbessern, doch auch Lisa spielte erstaunlich gut mit, holte 2 Punkte und verbesserte sich um 56 DWZ-Punkte.
Das Turnier ist zwar kurz, doch gerade dies hat einen gewissen Reiz. Das günstige Angebot, u.a. Doppelzimmer für 44,00 € pro Tag und Person inkl. Frühstück sollten vielleicht noch einigen aus unserem Schachverein Motivation geben, an dieser Turnier-Reihe teilzunehmen (mehr unter www.ramada-cup.de ).
Drei unserer Mitglieder nahmen in diesem Jahr "zwischen den Tagen" am 27. Travemünder Open teil. 203 Teilnehmer stritten sich um die Punkte. An vier Tagen waren insgesamt 7 Runden angesetzt, so dass an drei Tagen jeweils zwei Partien ausgetragen werden mussten. Zwei unserer Spieler erfüllten ihre TWZ-Erwartungen, nur Peter Krebs wird mit seinem Ergebnis nicht zufrieden sein: er hat nach dem vorläufigen Berechnungsergebnis 33 DWZ-Punkte und 15,6 Elo-Punkte verloren. Die Einzelergebnisse sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich.
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Name |
gesetzt an ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd.7 |
Pkte |
Buchh. |
Platz |
DWZ |
Elo |
|
Homuth |
48 |
1 |
1 |
0 |
1 |
½ |
0 |
½ |
4 |
26½ |
57 |
+./. 0 |
- 2,4 |
|
Krebs |
95 |
1 |
0 |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
3½ |
17½ |
124 |
- 33 |
-15,6 |
|
Langmann |
109 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
1 |
½ |
3½ |
22½ |
106 |
-1 |
-1,3 |
Das herausragende Ergebnis des Turniers war das sehr gute Abschneiden des 13-jährigen Rasmus Svane. Gesetzt an Platz 30 (!), mischte er im Laufe des Turniers munter und erfolgreich im Kreis der Großmeister mit und belegte mit 5½ Punkten nach Wertung einen hervorragenden 5. Platz. Sieger des Turniers mit 6 Punkten wurde GM Zakhartsov (Russland). Der Favorit Jan Gustafsson belegte mit 5½ Punkten (nach Wertung) den 4. Platz. Weitere Einzelheiten über das Turnier erfahren Sie auf der Website des Veranstalters hier.
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ESC I - Lübecker SV III |
1½ : 6½ |
Am 12.12.2010 hatte unsere 1. Mannschaft in der Landesliga die 3. Mannschaft des Lübecker SV zu Gast. Die Begegnung fand diesmal in der Pestalozzi-Schule statt. Unsere Mannschaft musste auf vier ihrer Stammspieler verzichten und konnte dementsprechend nur ersatzgeschwächt antreten. Insbesondere die krankheitsbedingte und unvorhersehbare Abmeldung unseres Spitzenspielers Manfred Homuth noch am Sonntagmorgen war für die Mannschaft ein harter Schlag, da eine Stunde vor Beginn des Wettkampfs kein weiterer Ersatzspieler herangezogen werden konnte. Die Lübecker traten demgegenüber kompakt mit den schon in den Vorrunden eingesetzten Spielern an.
Nach dem kampflosen Verlust an Brett 1 musste
auch Eduard Wiederkehr an Brett 6 nach fast drei
Stunden die Segel streichen, nachdem er eine Figur
verloren hatte (0:2). Unsere Mannschaft holte aber
noch auf, weil Edmund Lomer an Brett 4 bei seinem
ersten Saisonauftritt gegen seinen erfahrenen
Gegner Andreas Richter sehr stark aufspielte, in
dessen Stellung eindrang und souverän gewann
(1:2). Der Lübecker kam kurze Zeit später
konsterniert, laut lachend auf Kai Karl Krüger,
unseren Mannschaftsführer zu und fragte: "Sag´ mal
Kai, was hat das da im Flur auf dem Türschild zu
bedeuten? Ich werd´ weich!" - In der Tat war und
blieb zunächst rätselhaft, was sich hinter
der Tür zum Nebenraum mit dem Türschild
"Fettabscheiderraum" verbergen konnte.
Kai Karl Krüger spielte an Brett 3 gegen seinen ehemaligen Vereinskollegen Marco Frohberg, mit dem er in den neunziger Jahren einige Jahre in Lübeck gespielt hatte. Nachdem er mit den schwarzen Figuren gut aus der Eröffnung herauskam, konnte er den weißen König in der Mitte festhalten, setzte aber nicht mit einem möglichen starken Springeropfer im Zentrum fort, das die Diagonalen und Linien gegen den König geöffnet hätte, sondern suchte einen strategischen, langfristigen Vorteil. Die Partie wurde letztlich zum Remis abgewickelt (1½:2½). Bei diesem Stand lehnte Jan Dreesen an Brett 2 ein Remisangebot ab und opferte im Zentrum einen Bauern für gutes Spiel. Alexander Koch, unser stärkster Jugendlicher, hielt bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft lange Zeit seinem Gegner an Brett 8 stand, wurde aber schließlich doch mattgesetzt (1½:3½). Sein Vater Ralf Koch an Brett 7 hatte nach längerer Schachabstinenz hingebungsvoll an Brett 7 gekämpft, bis seine Stellung am Damenflügel zusammenbrach und er aufgeben musste (1½:4½). Bei diesem Punktestand war der Wettkampf bereits zugunsten der Lübecker entschieden. In Zeitnot konnte Jan Dreesen seine dynamische Stellung nicht umsetzen, sondern geriet in einen Mattangriff, den er nur mit deutlichem Materialverlust abwenden konnte. Die Partie war trotz tapferer Gegenwehr nicht mehr zu halten (1½:5½). Matthias Braun spielte an Brett 5 gegen den Lübecker Zeitnotspezialisten Martin Herrnkind, der schon nach 18 Zügen nur noch 6 Minuten Bedenkzeit hatte. In dieser Situation hatte Matthias Braun ein starkes, aber unklares Springeropfermanöver riskiert, um die Zeitnot seines Gegners auszunutzen. Noch nach der Partie wunderte sich unser Spieler, wie souverän der Lübecker über eine sage und schreibe 22-zügige Zeitnotphase hinweg stets die richtigen, komplizierten Züge fand, um die Stellung zu halten. So musste auch Matthias Braun schließlich aufgeben (1½:6½). Der Wettkampf ging somit sehr deutlich verloren. Gleichwohl stehen wir nach dem Sieg in der Vorrunde auf dem 7. Tabellenplatz der Landesliga, d.h. im hinteren Tabellenmittelfeld auf einem Nichtabstiegsplatz. - Die nächsten Wettkämpfe im Januar und im Februar gegen die Kieler Mannschaften Meerbauer und Doppelbauer werden die Weichen für den weiteren Saisonverlauf stellen.
Per E-Mail konnten Andreas Richter und Kai Karl Krüger inzwischen den Sinn des Wortes "Fettabscheiderraum" klären. Mit dem Fettabscheider wird Fett von Wasser getrennt, da beides in gewerblichen Betrieben aus Umweltgründen gesondert entsorgt werden muss.
Unser Mitglied Claus Langmann hatte sich in der Woche vom 30.10. bis zum 07.11.2010 für die Teilnahme an der 17. Offenen Hamburger Seniorenmeisterschaft angemeldet. Hier sein Bericht:
"Es ist 14 Jahre her, dass ich mich an der - seinerzeit noch nicht "Offenen" - Hamburger Seniorenmeisterschaft beteiligt hatte. Damals erreichte ich den guten 3. Platz von etwa 30 Teilnehmern. Solch ein angenehmes Ergebnis stand heuer außerhalb der Erwartungen: gesetzt war ich an Platz 17 von 55 Teilnehmern. Es wachsen halt alljährlich gute Senioren nach - in dieser Altersgruppe gibt es keinerlei Nachwuchssorgen! - Quartier fand ich durch eine Internetvermittlung direkt am Fischmarkt, sehr günstig gelegen für alle Arten von Unternehmungen. Das Turnier war auf 9 Runden (ohne Doppelrunden) ausgelegt und fand am nördlichen Stadtrand in Schnelsen in den komfortablen Klubräumen des SC Königsspringer statt. Natürlich traf ich eine große Zahl von Bekannten aus meinem Hamburger Schachleben, nicht nur die zehn Spieler aus meinem Heimatverein HSK, sondern auch aus anderen Vereinen, mit denen ich im Laufe der Jahrzehnte Kontakt hatte. - Das Turnier begann für mich sehr vielversprechend: Nach 6 Runden lag ich mit 4 Punkten nach überwiegend gut gespielten Partien im vorderen Viertel, obwohl ich bis dahin einige recht starke Gegner hatte, was sich in der Schlußabrechnung mit der besten Buchholzwertung in meiner Punktegruppe auszahlte. Die letzten drei Runden allerdings waren eine rechte Katastrophe, ich machte in jeder dieser Partien dicke Fehler und erzielte nur noch einen halben Punkt. Endergebnis also 4½ Punkte und Platz 24 von 55 Teilnehmern - nicht berauschend, aber da sich meine DWZ nur um 3 Punkte verringerte, war es auch kein Einbruch. Hamburger Seniorenmeister wurde FM Gerd Putzbach mit 7½ aus 9 Partien. Er verteidigte damit seinen Titel vom Vorjahr!
Die Spielbedingungen waren einwandfrei, wir wurden gut mit Essen, Trinken und Informationen versorgt und die Turnierleitung durch den Internationalen Schiedsrichter Hugo Schulz und den Hamburger Seniorenbeauftragten Martin Bierwald waltete souverän und humorvoll ihres Amtes. Ein angenehmes Turnier, das ich in guter Erinnerung behalten werde - und doch möchte ich einige Worte der Kritik hinterlassen. Das Turnier war als "Offenes" Turnier ausgeschrieben und dennoch hatten sich zum Turnier nur vier auswärtige Spieler - Joachim Neumann aus Kiel, Rolf Hunold aus Letmathe (Iserlohn), Hannelore Hoose aus Bremen-Vahr und ich aus Eckernförde - zum Turnier eingefunden, es war also eine fast ausschließlich Hamburger Veranstaltung. Paradox angesichts der Attraktivität, die Hamburg ausstrahlt, aber der Grund für diese Zurückhaltung der Auswärtigen ist schnell gefunden: Es war die unglückliche Ansetzung der Spielzeit - täglich von 16 bis 21 Uhr! Selbst ich werde mir sehr überlegen, ein weiteres Mal unter diesen zeitlichen Voraussetzungen an diesem Turnier teilzunehmen, denn so wird der Tag zerrissen und verlockende abendliche Aktivitäten werden unterbunden. Wenn die Hamburger Veranstalter weiter ein "Offenes" Turnier anbieten wollen, dann sollten sie die Spielzeit z.B. auf einen 10-Uhr-Beginn verlegen, denn sonst bleibt das Turnier weiterhin etwas provinziell und deutlich weniger attraktiv als vergleichbare Turniere anderer Landesverbände.
Ich selbst hatte Glück und konnte im Laufe der neun Runden gegen alle drei Auswärtigen spielen, und alle diese Partien wurden remis! - Weitere Einzelheiten über das Turnier können Sie hier erkunden."
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Eine interessante Schlußstellung: Weiß droht matt durch Df7 oder Lh6 - aber Schwarz wehrt sich durch "Ewiges Schach"! |
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Ein Bild aus der 6. Runde: Die Partie Langmann (HSK) - Neumann (Kieler SG/Meerbauer) endet remis. |
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TSV Travemünde I - ESC I |
3½ : 4½ |
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Husum II - ESC II |
5½ : 2½ |
Unsere 1. Mannschaft hat am 14.11.2010 als Tabellenletzter die lange Reise nach Travemünde zum Konkurrenten gegen den Abstieg angetreten. Wie schon in der ersten Runde mussten wir wieder auf unsere Stammkräfte Gerd Bernhard und Edmund Lomer verzichten und traten somit ersatzgeschwächt an, Travemünde hingegen nahezu in Bestbesetzung. Nach zunächst ausgeglichenem Beginn in den ersten zwei bis drei Stunden kam Jan Dreesen (Brett 2) lächelnd auf den Mannschaftsführer Kai Karl Krüger zu: Er hatte ohne Rücksprache ein Remisangebot abgelehnt, weil er bei offener Stellung auf Gewinn stand. Er spielte seine Überlegenheit am Brett konsequent zum Gewinn aus (1:0). Eduard Wiederkehr (8) stand im Mittelspiel ungünstig, zeigte aber, was er kann: Mut zur Lücke, Partie drehen und gewinnen (2:0). Sein Einsatz als Ersatzmann hatte sich vollauf gelohnt. Rolf Möller (4) opferte im Mittelspiel eine Qualität für aktives Spiel, konnte sich aber nicht durchsetzen, sondern ließ die Dame seines Gegners in seine Stellung eindringen und verlor (2:1). So stand es zwischenzeitlich trotz dieser Niederlage hoffnungsvoll 2:1 für uns.
Kai Karl Krüger (3) sah sich einem Wolga-Gambit gegenüber und musste dem Spiel der schwarzen Figuren schließlich nach mehrzügiger Abwicklung Tribut in Form eines Qualitätsverlustes zollen. Er spielte dennoch tapfer weiter, da inzwischen die Stellungen bei Manfred Homuth (1) und Matthias Braun (5) einen ungünstigen Verlauf nahmen. Peter Krebs (6) hatte eine solide Stellung mit den schwarzen Figuren herausgearbeitet, während die offene Partie von Enrique Ruiz Hampel (7) unklar stand. Im weiteren Verlauf überzog Ruiz Hampel die Partie, indem er nicht genau genug abwickelte, wodurch seinem König plötzlich ein undeckbares Matt drohte (2:2), während Manfred Homuth einen zwischenzeitlichen Materialgewinn aufgrund eines schwerwiegenden Mattangriffs des Travemünder Spitzenspielers wieder hergeben und sogar Materialverlust hinnehmen musste (2:3). Durch diese beiden Niederlagen kippte der Wettkampf zum 2:3. Peter Krebs konnte in seiner Partie keinen Materialgewinn erzwingen, so dass der Mannschaft eine Niederlage drohte, bis etwas geschah, dass man mit "Stellungsglück" vorsichtig umschreiben sollte.
Matthias Braun zwang die Dame seines Gegners mit einem Turmmanöver auf ein Feld, von dem aus sie den Angriff scheinbar verstärkte, was indes eine tödliche Springergabel gegen Dame und König nach sich zog, wonach der Travemünder Gegner sofort aufgab (3:3). Noch immer drohte eine knappe Niederlage, obwohl sich Kai Karl Krüger bereits 26 Züge mit Minusqualität tapfer verteidigte. Nachdem sein Gegner erkannte, dass er mit dem Rückopfer der Qualität einen Zentrums-Bauern im Bauernendspiel gewinnen konnte (nebst Zentralisierung seines Königs), setzte er diesen Plan sofort um – ermöglichte aber unserem Mannschaftsführer am Königsflügel mit f-Bauern und h-Bauern gegen f-Bauern und g-Bauern das Aushebeln der Stellung. Unser Spieler konnte mit seinem h-Bauern dadurch zwei Züge früher zur Dame durchziehen als sein Travemünder Gegner mit dessen d-Bauern, mit der Folge eines von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Partiegwinns. Anlass genug für Peter Krebs, seine Partie zeitgleich remis zu geben, wodurch der Mannschaftssieg gesichert war.
Der glückliche 4½:3½-Auswärtssieg führte für unsere sonst eher introvertierten Schachspieler zu einem gemeinsamen Jubelausbruch vor den beiden PKWs, als die Rückfahrt angetreten wurde.
Durch diesen Sieg sind wir in der Landesliga vom letzten Platz auf den 5. Tabellenplatz geklettert. In der nächsten Spielrunde am 12.12.2010 wird die 3. Mannschaft des Lübecker SV bei uns gastieren, derzeit überraschend nur Tabellenachter. Wir wollen versuchen, mit einem Überraschungssieg einen weiteren Schritt in Richtung des sicheren Tabellenmittelfeldes anzustreben.
Am selben Tag fuhren acht hoffnungsvolle Spieler der 2. Mannschaft in die "nordfriesische Hauptstadt" Husum, um gegen die dortige 2. Mannschaft des Husumer SV anzutreten. Auch in diesem Wettkampf mussten wir auf einige Stammspieler verzichten, die für den Einsatz in der 1. Mannschaft gebraucht wurden.
Es war noch keine volle Stunde gespielt, da konnten die Gastgeber am letzten Brett einen ersten vollen Punkt verbuchen, denn unser Nachwuchsspieler Andreas Koch hatte sich schon recht früh mit einer kurzen Rochade in eine missliche Königsstellung gebracht und konnte den Druck seines Gegners auf dem Königsflügel nicht mehr parieren (0:1). Die nächste Niederlage musste Bruno Geruschkat an Brett 5 nur 45 Minuten später hinnehmen, als er nach einem Fehler im 20. Zug seinen Bauern auf h2 verlor und sein Gegner entscheidend in seine Königsstellung einbrechen konnte (0:2). Etwa zeitgleich erwischte es auch Christian Tuckermann an Brett 7, der durch einen Bauernsturm seines Gegners zwei Leichtfiguren verlor und in der Folge im 37. Zug aufgab (0:3). Hanfried Kiesbye hatte an Brett 4 in der Eröffnung durch ein besonnen geführtes Damenbauernspiel zunächst eine ausgeglichene Stellung herbeiführen können. Im 13. Zug verlor er jedoch durch einen schweren Fehler eine Figur, wodurch sich seine Stellung zunehmend verschlechterte. Als nach 29 Zügen ein weiterer Figurenverlust nicht zu verhindern gewesen war, gab Kiesbye die Partie verloren (0:4).
Zu diesem Zeitpunkt leuchtete aber auch schon ein heller Hoffnungsschimmer über dem Brett 6, an dem Dieter Eigenberz zu Werke war und seinem Gegenüber das sonntägliche Schachleben sehr schwer machte. Aus einem zunächst ruhigen, ausgeglichenen Spielaufbau gelang es Eigenberz, mit der Zeit das Zepter in die Hand zu nehmen und seinem Gegner im Verlauf von 32 Zügen zwei Bauern abzuluchsen. Bald darauf gewann er zudem durch ein Abzugsschach einen Springer, zwang obendrein den gegnerischen König ins Zentrum und setzte ihn dort auf dem Feld f4 matt (1:4). Das zarte Flämmchen der Hoffnung erlosch jedoch sehr bald, weil Ulrich Bußmeier diesmal leider eine seiner wenigen Niederlagen in einem Mannschaftskampf hinnehmen musste. Mit den weißen Figuren stand er in der Eröffnungsphase sehr gedrückt und begann dann, das Spiel zu komplizieren, um die Fehlermöglichkeiten seines Gegners zu erhöhen. Tatsächlich beging der Gegner dann auch einen Fehler, wodurch Bußmeier einen Bauern sowie die Initiative im Spiel gewann. Leider blieb er selbst aber auch nicht ohne Schwächen und nach einem groben Fehlzug sah er sich einem verheerenden Angriff ausgesetzt, den er nur durch ein Turmopfer hätte verhindern können. Den Angriff spielte sein Gegner dann souverän und nach einem drohenden Damenverlust gab Bußmeier schließlich auf (1:5).
Nun galt es die Ergebnisse an den noch
verbleibenden Brettern abzuwarten, wo Alexander
Koch an Brett 2 nach einer Abtauschkombination
einen Bauern gewinnen konnte. In der Folgezeit
spielte er stark auf, so dass er noch einen
weiteren Bauern gewann, um dann in ein überlegenes
Endspiel überzuleiten, in dem es ihm schließlich
gelang, einen Freibauern auf dem Königsflügel
entscheidend in eine Dame umzuwandeln (2:5).
Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits viereinhalb
Stunden ins Land gegangen waren, konnte zwischen
dem an Brett 3 spielenden Olaf Zeuch und seinem
"Nordsee-Gegner" noch keine Spielentscheidung
herbeigeführt werden. Nach einer verheißungsvollen
Eröffnung wähnte sich Zeuch in einer
aussichtsreichen Position: Die Entwicklung seines
Gegners war insbesondere auf dem Königsflügel
empfindlich gestört, ein Springer, ein Turm und
die Dame standen zeitweise als armselige, passive
Gesellen in der Ecke des Königsflügels. Da
unterlief Zeuch ein völlig unverständlicher
Patzer, als er bei einem Schachgebots übersah, das
sein schachbietender Läufer doppelt angegriffen,
jedoch nur einmal gedeckt war. Reichlich
deprimiert spielte er dennoch weiter, immer darauf
bedacht, seine nach wie vor gute Stellung zum
Ausgleich zu nutzen. Einige Züge später war es
dann soweit: Der Husumer Spieler verlor unter
Angriffsdruck stehend und durch eine grobe
Unachtsamkeit ebenfalls einen Läufer, so dass
Zeuch nun mit einem Läufer und vier auf dem Brett
verteilten Bauern gegen einen Springer und vier
Bauern des Gegners im Endspiel angelangt war. Dies
endete dann schließlich in Krimimanier mit einem
Remis, denn Zeuch vermochte es in zunehmender
Zeitnot nicht mehr, einen seiner beiden
verbundenen Freibauern gegen den Springer des
Gegners zum Sieg zu führen (2½:5½).
Nach dieser Niederlage geht die zweite Mannschaft nun bereits in die Weihnachtspause, wird dann aber am 16. Januar des neuen Jahres im Spiel gegen die "Zweite" aus Rendsburg hoffentlich in Bestbesetzung antreten - und dann auch ein oder zwei Mannschaftspunkte einfahren können.
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ESC I - Flensburger SK I |
½ : 7½ |
|
ESC II - MTV Leck II |
2 : 6 |
Am 10.10.2010 hatte sich unsere 1. Mannschaft
vorgenommen, besser als in den beiden Vorjahren in
die Landesliga-Saison zu starten. Das missglückte
mit voller Schlagseite. Die Spieler der ersten
Mannschaft des Flensburger SK traten mit vier
dänischen Staatsbürgern an, die allesamt dänische
Erst- oder Zweitligaerfahrung haben. Wir hingegen
mussten den Ausfall Gerd Bernhardts an Brett 3
verkraften, starteten also bereits mit 0:1 in den
Wettkampf. Bereits nach weniger als zwei Stunden
zeichnete sich ein Debakel ab, nachdem sich zuerst
Enrique Ruiz Hampel und dann Jan Dreesen an den
Brettern 8 und 2 durch Züge-Verwechslung
Verluststellungen einhandelten. Somit stand es
0:3. Lediglich Kai Karl Krüger hatte sich an Brett
4 Materialvorteil erarbeiten können, allerdings
beidseits mit un-rochierten Königen. Nach etwa
drei Stunden gab Peter Krebs an Brett 7 seine
Partie remis (½:3½), als er schon deutlichen
Zeitnachteil hatte. In der Phase danach kippte der
Wettkampf vollends, nachdem Rolf Möller und
Matthias Braun an den Brettern 5 und 6 Qualitäten
geben mussten, um ihre Stellungen zu halten.
Manfred Homuth hatte sich eine remis-trächtige
Stellung mit den schwarzen Steinen erarbeitet. Kai
Karl Krüger lehnte ob der drohenden Niederlage
tapfer ein Remis-Angebot seines Gegners ab, obwohl
dieser bereits mit Dame und Turm in seine Stellung
eingedrungen war und den König im Zentrum in die
Enge trieb. Nachdem Rolf Möller und Matthias Braun
ihre Stellungen aufgeben mussten (½:5½), wurde
Manfred Homuth für seine Risikobereitschaft im
Endspiel ebenso bestraft (½:6½), wie Kai Karl
Krügers König letztendlich ins Matt getrieben
wurde. So ging unser Schiff auf
dänisch-Flensburger See bei Orkanböen mit ½ : 7½
unter.
Der Flensburger SK hat damit seine 0:8–Schmach aus
der vorletzten Saison ebenso getilgt wie die
Dänen, die in ihrer Flensburger Mannschaft die
Historie etwas aufbesserten und dem Eckernförder
Stolz, im Jahre 1849 die „Christian VIII.“
versenkt zu haben, einen kleinen Rache-Stüber
gaben. Wie in der Vorsaison muss unsere 1.
Mannschaft das Landesligafeld wieder von hinten
aufrollen. Wurde letztes Jahr besser aufgeholt,
als es Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga tat,
sollte dieses Jahr der VfB Stuttgart unser Maßstab
sein. Denn wer glaubt schon, dass die
absteigen!?
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Die 2. Mannschaft in ihrer Besetzung am 10.10.10 (v.l.) mit Alexander Koch, Mannschaftsführer Zeuch, Geruschkat, Hogreve, Tuckermann, Andreas Koch, Mirko und Lukas Beyer. |
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So wie die Bezirksliga-Saison 2009/10 für die unsere 2. Mannschaft am 21.März 2009 ausklang, so begann für sie auch die neue Saison 2010/11: mit einer Begegnung gegen die 2. Mannschaft des MTV Leck. Konnten wir in dem vorangegangenen Mannschaftskampf noch in voller und bester Besetzung antreten, während die nordfriesischen Gäste seinerzeit mit zwei Spielern weniger anreisten und dann auch mit 3:5 unterlagen, so waren die Voraussetzungen diesmal gänzlich andere: Leck konnte heuer alle Bretter besetzen und dies mit Spielerinnen und Spielern, die alles andere als schwach einzustufen waren. Eine große Aufgabe lag somit vor unserem Team und dies umso mehr, als sämtliche für die Bretter 1-4 sowie für das Brett 6 gemeldeten Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung standen, weshalb einige Reservespieler aktiviert werden mussten. Aus diesem Grund kamen z.B. auch die beiden Zwillingsbrüder Mirko und Lukas Beyer zum Zuge, und gerade sie sollten dafür sorgen, dass die Mannschaft nicht sang- und klanglos unterging.
Doch der Reihe nach: Die Begegnung hatte nach knapp zwei Stunden den ersten Sieger in den Reihen der Gastmannschaft zu verbuchen, denn Christian Tuckermann, der zunächst aussichtsreiche Stellungsvorteile herausgespielt hatte, übersah die Gefahr einer zweizügigen Mattkombination, die sein Gegner mit Hilfe eines Damenopfers und eines Matt setzenden Turmes vortrug (0:1). Wenig später schätzte der am 8. Brett spielende Lukas Beyer seine Stellung schlechter als die seines Gegners ein und bot ihm Remis an. Dieser hatte deutlich weniger Zeit auf der Uhr und beurteilte seine Stellung wohl als nicht gut genug, um aussichtsreich auf Sieg spielen zu können; daher willigte er in das Angebot ein (½:1½). Wieder nur kurze Zeit darauf geschah an Brett 7 etwas außerordentlich ärgerliches für den Spieler aus Leck: Sein Handy klingelte, obwohl Olaf Zeuch als Mannschaftsführer und Gastgeber in seiner Begrüßungsansprache darauf hingewiesen hatte, die Handys auszuschalten. Die Folge war, dass der Punkt aufgrund dieses Vorkommnisses an Mirco Beyer ging (1½:1½) . Leider währte die Freude über diesen Zwischenstand nicht lange, denn schon ca. 15 min. später musste Andreas Koch an Brett 6 die Waffen strecken, nachdem er im Endspiel einen positionellen Fehler begangen hatte (1½:2½).
Innerhalb der auf diese Niederlage folgenden Stunde gab es noch drei weitere Eckernförder Spieler, die ihre Partien aufgeben mussten. Zunächst traf es an Brett 4 Holger Hogreve, der einen isolierten Bauern nicht mehr verteidigen konnte und in der Folge noch mehr Figurenmaterial verlor (1½:3½) . Somit brauchten unsere Gäste nur noch einen Punkt zum Sieg, der ihnen schon bald an Brett 1 zuteil wurde, denn Alexander Koch konnte sein im Mittelspiel erbrachtes Springeropfer gegen zwei gegnerische Bauern nicht in den erhofften siegreichen Angriff ummünzen; und obwohl des Gegners Königsstellung zeitweise geradezu "offen wie ein Scheunentor war", konnte sich dieser stets ausreichend verteidigen und das Endspiel letztlich mit dem Springervorteil für sich entscheiden (1½:4½). Nun kam die Reihe an Bruno Geruschkat, der sich an Brett 3 über dreieinhalb Stunden lang hervorragend gegen Dietlind Meinke - der Siegerin in der Frauenwertung bei den kürzlich in Eckernförde stattgefundenen Offenen Landesmeisterschaften der Senioren - gewehrt hatte, aber letztlich in entscheidenden Nachteil kam, als er einen Läufer für einen ansonsten unaufhaltsam vorrückenden Freibauern geben musste (1½:5½) . Zu guter Letzt war am 2. Brett nach fast vierstündiger Spielzeit noch Olaf Zeuch gegen seinen 15-jährigen Gegner "am Werke". Zeuch konnte im Mittelspiel eine verheißungsvolle Stellung erzielen, erspielte sich z.B. einen Freibauern auf der e-Linie und drohte auch mit einem Königsangriff. Seinem Gegner gelang es jedoch, auf dem Damenflügel ein ausgleichendes Gegenspiel aufzubauen und als er zum zweiten Male Remis anbot, willigte Zeuch in das Unentschieden ein (2:6). Dieses 2:6 bedeutet aus unserer Sicht zwar eine klare Niederlage, jedoch war dies Ergebnis aufgrund der fehlenden starken Mannschaftskameraden an den vorderen Brettern absehbar. So sollte diese Begegnung mit Leck als ein Sammeln wertvoller Spielerfahrung angesehen und der Blick auf den 14. November gerichtet werden, wenn die Mannschaft - in hoffentlich optimaler Besetzung - auswärts gegen Husum antreten muss.
In der Woche vom 26.09. bis zum 02.10.2010 wird im Restaurant der Stadthalle Eckernförde mit ungestörtem Blick auf die Ostsee zum vierten Mal die Offene Einzelmeisterschaft der Senioren ausgetragen. Es haben sich 69 Teilnehmer zu diesem Wettbewerb angemeldet, darunter drei Spieler unseres Vereins. Wir werden die 7 Runden dieses Turnier besonders unter dem Blickwinkel der Eckernförder Spieler begleiten. - Die 1. Runde hat am Sonntag um 15 Uhr begonnen, alle anderen Runden beginnen morgens um 10 Uhr.
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DWZ |
Setz.-L. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
Langmann |
1833 |
25 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
½ |
0 |
3½ |
34 |
|
Geruschkat |
1472 |
58 |
1 |
0 |
½ |
½ |
½ |
½ |
0 |
3 |
44 |
|
Kiesbye |
1387 |
65 |
0 |
0 |
1 |
0 |
+ |
½ |
½ |
3 |
54 |
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Bruno Geruschkat und Hanfried Kiesbye beim konzentrierten Spiel. |
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Am 02.10. endete das Turnier mit dem Sieg von Juri Ljubarski. Er erzielte aus den 7 Partien 6 Punkte (28½ Buchholz) vor Joachim Neumann (6/26½) und Wolfgang Meier (5½).
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Nachdem die letzte Partie des Turniers zwischen Friedemann Albers und Leo Klein schiedlich friedlich endete, konnte der Turnierleiter Torsten Mäder zusammen mit dem Seniorenbeauftragten Rainer Gehrmann dem Sieger Juri Ljubarski gratulieren. |
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Einen detaillierten Blick auf die Ergebnisse sämtlicher Spieler erhalten Sie auf der Seite des Schachverbandes SH, wenn Sie hier anklicken.
Unser Verein ist Ausrichter der 19. Deutschen Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände. In der Zeit vom 13.09. bis zum 19.09.10 kämpfen 26 Mannschaften in der Stadthalle in Eckernförde um den Titel. Von unserem Verein nimmt nur ein Spieler an dieser Meisterschaft teil, allerdings nur als Ersatzspieler in der Hamburger Mannschaft.
Zunächst die Spieltermine:
13.09. - 15:30 Eröffnung, 16:00 Runde 1
14.09. bis 18.09. - 09:00 - Runden 2 bis 6
19.09. - 08:30 Runde 7; ca. 15:30 Siegerehrung, (1 Stunde nach Ende der letzten Partie).
-.-.-.-.-.-.-.-.-
Schleswig-Holstein nimmt mit zwei Mannschaften an dieser Meisterschaft teil, und zwar mit folgenden Spielern (einschließlich der Ersatzspieler):
SH 1 - 1. Salov, 2. Dr. Marxen, 3. Neumann, 4. Böttcher, 5. Seeck
SH 2 - 1. Quiring, 2. Firnhaber, 3. Berenstein, 4. Erhart, 5. Meiwald
Die Mannschaften sind auf Grund ihrer Turnierwertungszahlen 2087 und 1952 an den Plätzen 11 und 21 gesetzt. - Die Einzelergebnisse:
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NiedS II |
Baden I |
M.Pom I |
NRW II |
SaAnh I |
Baden II |
RhPf II |
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Salov |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
½ |
- |
3½ |
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Dr. Marxen |
1 |
- |
½ |
0 |
½ |
1 |
½ |
3½ |
|
Neumann |
½ |
½ |
- |
½ |
0 |
0 |
½ |
2 |
|
Böttcher |
1 |
½ |
+ |
0 |
- |
0 |
1 |
3½ |
|
Seeck |
- |
0 |
1 |
- |
0 |
- |
½ |
1½ |
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Brettpunkte |
3 ½ |
1 ½ |
3 |
1 |
1 |
1 ½ |
2 ½ |
14 |
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Mannschaftspunkte |
2 |
0 |
2 |
0 |
0 |
0 |
2 |
6 |
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Baden II |
M.Pom II |
S.Anh. I |
RhPf I |
Sachsen |
RhPf II |
Brabg II |
|
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Quiring |
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
1½ |
|
Firnhaber |
½ |
0 |
- |
½ |
0 |
0 |
½ |
1½ |
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Berenstein |
0 |
1 |
0 |
0 |
½ |
- |
½ |
2 |
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Erhart |
0 |
- |
½ |
1 |
½ |
1 |
- |
3 |
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Meiwald |
- |
½ |
1 |
- |
- |
½ |
1 |
3 |
|
|
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Brettpunkte |
1 |
2 |
1 ½ |
2 |
1 |
1½ |
2 |
11 |
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Mannschaftspunkte |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
1 |
3 |
Das Turnier ist beendet. Sieger wurde die Mannschaft Hessen I mit 12 Mannschaftspunkten und 20 Brettpunkten vor Baden I (12/18) und NRW I (10/18½). Die beiden Mannschaften aus Schleswig-Holstein beendeten das Turnier auf den PLätzen 16 und 24.
Einen Überblick über die übrigen Ergebnisse dieses Turniers sowie die einschlägigen Rundenberichte des Pressewarts des DSB erhalten Sie hier (unter dem Reiter "Ergebnisdienst").
Die sommerliche Schachpause nähert sich dem Ende! Vier unserer Spieler (Jan Dreesen, Alexander und Andreas Koch und Holger Hogreve) nehmen in der Zeit vom 07.08. bis zum 13.08.10 am 23. Kieler Open teil. Über deren Erfolge vermag ich nicht zu berichten, weil der Veranstalter bis zum heutigen Tag keine Ergebnistabelle veröffentlicht hat. Und schon am Wochenende darauf findet auch in Kiel am 15.08.10 die SH-Meisterschaft der Senioren im Schnellschach statt, vielleicht unter Beteiligung einiger unserer Senioren.
Wenige Tage später - am 21.08.10 - kann man in der Dänischen Schule in Rieseby schon wieder Turnierschach (im Schnellschachmodus) spielen, und zwar ausgeschrieben für Jugendliche und auch für Erwachsene. Anmeldungen nimmt Ilka Ruiz (Tel. 04355 - 9746) gern entgegen.
Etwas weiter am zeitlichen Horizont Horizont nähern sich dann - zum Zuschauen - die Deutsche Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, die vom 13.09. bis zum 19.09. in der Stadthalle in Eckernförde ausgetragen wird sowie vom 26.09. bis zum 02.10. die 4. Offene SH-Meisterschaft der Senioren, zu der sich schon fast 40 Spieler angemeldet haben, darunter auch Spieler unseres Vereins.
(Der aktuelle Vorstand ohne den Turnierleiter Alexander Koch, der erst im Laufe der Hauptversammlung gewählt wurde)
Ein Pressebericht des 1. Vorsitzenden
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der 1.Vorsitzende Enrique Ruiz Hampel erklären, dass die Bemühungen, zwei Schachgroßveranstaltungen nach Eckernförde zu holen, erfolgreich waren. So richtet der Eckernförder Schachklub vom 13.-19.09.10 die 19. Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände mit ca. 28 Mannschaften und ca. 150 Teilnehmern aus ganz Deutschland und vom 16.-22.04.11 die 66. Schleswig-Holsteinischen Einzelmeisterschaften mit ca. 200 Teilnehmern aus. Für beide Veranstaltungen hat Herr Bürgermeister Sibbel die Schirmherrschaft übernommen.
Sportlich konnte der Eckernförder Schachklub mit seiner 1. Mannschaft den Klassenerhalt in der Landesliga durch einen tollen Schlußspurt sichern. Bei den internen Schachturnieren konnte Manfred Homuth alle Turniere gewinnen und ist damit Vereinsmeister. Der Mitgliederbestand ist mit 73 Mitgliedern konstant geblieben, doch ist dieses nur der verstärkten Jugendarbeit zu verdanken. Erstmals überwiegt der Anteil der Jugendlichen im Verein.
Die Verstärkung der Jugendarbeit zeigt einerseits Früchte, denn sportlich wurde die Jugendmannschaft Vizemeister in der Verbandsliga A und Bezirksmeister in Nord. Andererseits hat dieses aktive Engagement und das Bemühen um mehr Öffentlichkeitsarbeit natürlich zu höheren Kosten geführt, so dass man auf einer anschließenden Vorstandssitzung ein Sparpaket beschliessen musste. So wurden die Bezuschussung der Talentförderung für den Landeskader und für die Teilnahme an der Bezirksjugendmeisterschaften in Neumünster eingestellt. Weiterhin spendeten zwei Vorstandsmitgliedern spontan namhafte Geldbeträge.
Somit ist der Spielbetrieb für die nächste Saison gesichert und die Jugendarbeit kann weiterhin erfolgreich und engagiert fortgesetzt werden. Vier der jugendlichen Vereinsmitglieder – nämlich Kim Ruiz, Lukas Beyer, Mirko Beyer und Andreas Tigran Koch - nehmen noch in diesem Jahr an den Jugendleiterlehrgängen teil und unterstützen Bruno Geruschkat bereits jetzt bei der Jugendarbeit. Enrique Ruiz Hampel löst Claus Langmann als Jugendtrainer ab.
Die Spielabende für die Erwachsenen und Jugendlichen finden bis zum 05.09.2010 in der Pestalozzischule im Raum N12 statt. Das Jugendtraining beginnt hierbei um 17 Uhr, auch Neue und Neugierige sind auch im Rahmen der Aktion Ferienspaß herzlich willkommen.
Alle Jahre wieder! – zum zehnten Mal stellte sich Edmund Lomer – Ratsherr, Spitzenspieler und Ehrenvorsitzender unseres Vereins - der Herausforderung zum Simultanspiel im Ratssaal des Rathauses. Auch in diesem Jahr fanden sich 17 Spieler ein, die unter den Bedingungen eines Simultanspiels gegen Lomer einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden einfahren wollten. Die Voraussetzungen für eine derartige Überraschung sind nicht schlecht, muss sich doch der Simultanspieler – in der Runde von Gegner zu Gegner wandernd – im Durchschnitt alle 10 Sekunden für einen Zug entscheiden, um in angemessener Zeit das Programm zu absolvieren. Seine Gegner haben den Nachteil, dass sie ziehen müssen, wenn der Simultanspieler an ihr Brett tritt – da wundert sich mancher Spieler, wenn Lomer schon nach scheinbar kurzer Zeit wieder vor seinem Brett steht und den gegnerischen Zug anfordert.
Die Veranstaltung wurde eröffnet durch Stadtrat Rainer Bunte, der ein Grußwort des Bundesfinanzministers Dr. Schäuble verlas. Dr. Schäuble ist ein begeisterter Schachspieler, der seit Jahren - und wenn seine Pflichten es ihm gestatten - genau wie Edmund Lomer am alljährlichen Berliner Politikerschachturnier teilnimmt. Daher rührt auch die Bereitschaft, für das Eckernförder Simultanturnier ein Grußwort zu schreiben.
17
Gegner
traten gegen Lomer an, darunter viel Prominenz und
insbesondere einer, der trotz fortgeschrittenen
Alters das Schachspiel nicht lassen und die
Simultanveranstaltung nicht missen kann: unser
Altbürgermeister Kurt Schulz hat bisher keine der
Veranstaltungen verpasst und Lomer im Laufe der
bisherigen neun Spiele ein Unentschieden entrissen
und eine Niederlage beigefügt. In diesem Jahr war
ihm eine Wiederholung
dieser
Erfolge allerdings nicht vergönnt. Nach längerem
Kampf musste er sich geschlagen geben. Ganz anders
erging es dem ehemaligen Standortältesten
Hans-Jürgen Schäfer: kombinationsmäßig gestärkt
von der Teilnahme an der
Senioreneinzelmeisterschaft im letzten Herbst in
Eckernförde, setzte er Lomer – dem ein
vermeintlicher Bauergewinn auf c7 wohl
vorübergehend die Schärfe des Verstandes raubte –
einzügig durch Dxf2 matt.
Ein weiterer Sieg gelang Enrique Ruiz Hampel. Dessen Sieg war allerdings nicht sehr überraschend, weil Lomer und Ruiz Hampel etwa die gleiche Spielstärke haben und der Simultanspieler durch die Aufteilung seiner Kräfte auf 17 Spieler einen erheblichen Nachteil hat, so dass er normalerweise gegen gleich starke Spieler nicht bestehen kann.
Ganz anders ist der Erfolg seiner knapp 11-jährigen Tochter Lisa Ruiz zu werten. Sie leistete erheblichen und gesunden Widerstand und als die Partie in fortgeschrittenem Zustand schon zum Unentschieden neigte, stellte Lomer einen seiner beiden Türme ein. Diesen Vorteil nutzte Lisa zielstrebig zum Sieg, wobei sie noch den Triumph auskostete, dass sie das abschließende dreizügige Matt einen Tick eher entdeckte als ihr Vater.
Es gab auch zwei Partien, die unentschieden endeten. In einer dieser Partien führte Hanfried Kiesbye, ehemaliger Direktor des Jungmanngymnasiums, die schwarzen Steine. Kiesbye spielt seit etwa einem Jahr wieder aktiv Schach und ist kürzlich bis in die Pokalendrunde unseres Vereins vorgedrungen. Durch einen Sieg gegen Lomer hätte er die Saison sehr erfolgreich beenden könne, aber weil er einer der letzten Spieler in der Runde war und der Simultanspieler dadurch immer schneller vor sein Brett trat, fehlte ihm die Zeit, um siegreiche Fortsetzungen seiner gut stehenden Partie zu finden. Deshalb einigten sich die Kontrahenten auf Unentschieden.
Der letzte noch spielende Gegner war Karl-Heinz Huber, lebende Verkörperung einer Eckernförder Schachdynastie. Sein Großvater war Mitbegründer des ESC, sein Vater zwischen 1938 und 1978 14-facher Klubmeister und er selbst hat anscheinend von beiden die Schachgene geerbt. Obwohl Schach nicht praktizierend, bereitete er Lomer erhebliche Schwierigkeiten und konnte in ein Endspiel mit Qualitätsvorteil abwickeln, das er sehr konsequent behandelte. Die Gewinnchancen waren absolut realistisch, zum Ende fehlten ihm aber einige technische Kenntnisse, so dass Lomer sich erleichtert in ein Remis retten konnte.
Alle anderen Partie konnte Lomer siegreich beenden, so dass nach zweieinhalb Stunden Spieldauer das Endergebnis mit mit 13:4 zu Lomers Gunsten feststand. Gefragt, wie oft er diese Veranstaltung noch ausrichten wolle, antwortete er: "Bis ich in einem dieser Wettkämpfe unterliege".
Spannender hätte die Paarung des letzten Spieltages der Verbandsliga A nicht gesetzt werden können. Unsere Jugendmannschaft erwartete als Tabellenerste den Tabellenzweiten Elmshorn. Wir führten in der Tabelle mit einem Mannschaftspunkt, somit wäre ein Unentschieden zum Aufstieg in die Landesliga ausreichend gewesen.
Wir waren mit Alexander Koch am ersten Brett stärker besetzt als Elmshorn mit Jasper Werwitzke, während Elmshorn an den übrigen drei Brettern ein klares Übergewicht hatte. Für uns kein Problem, denn unsere Mannschaft konnte während der gesamten Saison das spielerische Übergewicht der anderen Mannschaften ausgleichen und führte daher zwar überraschend, aber verdient die Tabelle der Jugendverbandsliga A an.
Nunmehr am letzten Spieltag kam alles anders als erwartet: Alexander Koch hatte ziemlich schnell am ersten Brett seinen Läufer eingestellt und musste in hoffnungsloser Situation aufgeben. Am zweiten Brett machte es sein Bruder Andreas Tigran besser. Er konnte die Partie gegen Mike Kevin Hopson lange offen halten und stand teilweise besser. So kam die Meldung, dass auch er seine Partie verloren hatte, etwas überraschend. Nun lag die Hoffnung bei Mirko Beyer und Kim Ruiz. Kim gewann sicher und zügig gegen Maximilian Otto, der sie wohl etwas unterschätzt hatte. Jedenfalls verlor Maximilian bereits nach kurzer Spieldauer einen Springer und Kim konnte ihren Vorteil im Endspiel verwerten. Mirko kam sehr gut aus der Eröffnung und konnte auch im Mittelspiel überzeugen. Hier setzte sich dann im Endspiel aber die größere Routine des Elmshorners Onur Altunel durch. In schlechterer Stellung bot Mirko daher Remis, Elmshorn nahm sofort an. Denn dadurch waren Sieg und Aufstieg in die Landesliga für Elmshorn gesichert. Unsere Mannschaft wiederum schließt diese Saison mit dem zweiten Platz in der Verbandliga ab, insbesondere nach dem 9. Platz in der letzten Saison ein toller Erfolg. Somit wurde anschließend der Saisonabschluss gebührend gefeiert.
Der Schachclub Eckernförde hat die Jugendarbeit intensiviert und etwas verändert. Nunmehr wird montags in der Bürgerbegegnungsstätte ab 17:00 Uhr durch die Jugendlichen Mirko, Lukas und Andreas-Tigran für unterschiedliche Altersgruppen Schach angeboten. Schachschulung erfolgt anschließend ab 17:45 Uhr weiterhin bei Claus Langmann und Bruno Geruschkat. Danach ist freies Spielen. In Rieseby wird weiterhin für Kinder bis 10 Jahren Schach bei Kim und Lisa Ruiz an der Dänischen Schule freitags ab 15:30 Uhr angeboten. Weitere Auskünfte gerne unter Tel. 04355/9746.
In der letzten Runde des Pokalwettbewerbs trafen Manfred Homuth und Hanfried Kiesbye aufeinander. Eine bemerkenswerte Konstellation, denn der ehemalige Schüler traf als Favorit auf seinen ehemaligen Schuldirektor und wurde nach dreistündiger Spieldauer seiner Favoritenrolle gerecht. - Unsere Gratulation gilt dem Pokalsieger Manfred Homuth!
Vom 13.05. bis zum 16.05.2010 nahmen drei unserer Spieler am Haspa-Schachpokal in Bargteheide teil. Dieses Turnier mit sieben Runden an vier Tagen hat eine schon längere Tradition und wurde heuer zum 13. Mal ausgetragen. Die Teilnehmer trafen sich in zwei Gruppen. In Gruppe A (84 Teilnehmer) musste man eine ELO/DWZ-Wertung von mindestens 1800 nachweisen, in der größeren Gruppe B (125 Teilnehmer) durfte man keine höhere Wertung als DWZ 1900 haben.
Gerd Bernhardt spielte dementsprechend in der Gruppe A und war gesetzt an Platz 47. Nach 7 Runden hatte er 3 Punkte und Platz 52 erkämpft.
Ralf Koch hatte sich zusammen mit seinem Sohn Andreas für die Gruppe B entschieden. Vater Koch war gesetzt an Platz 10 und erreichte mit 4½ Punkten Platz 23, Sohn Andreas - gesetzt auf Platz 98 - lief leicht verbessert mit 3 Punkten auf Platz 93 ein.
Das nebenstehende Foto von Arthur Hofmeier könnte
den Eindruck vermitteln, als ob es den Senioren
beim 12. Einladungsturnier des Hamburger
Schachklubs in erster Linie um die Genüsse am
Kalten Buffet ginge. Dem war aber beileibe nicht
so. Und dafür gibt einen unverdächtigen Zeugen:
Gerhard Meiwald, Pressereferent der
Seniorenkommission des DSB und einer der Gäste des
Turniers, hat das Turnier auch als
Berichterstatter begleitet. Seine Eindrücke lesen
Sie hier:
Bereits zum 12. Seniorenschnellschachturnier hatte der HSK durch Klaus Hadenfeldt wie immer im Mai seine Mitglieder und Freunde des Seniorenschachs aus nah und fern eingeladen. In gewohnt entspannter Atmosphäre nahmen die Teilnehmer das Turnier in Angriff. Die Besetzung hatte sowohl qualitativ als auch quantitativ einiges zu bieten.
Angeführt vom amtierenden deutschen Seniorenmeister Prof. Dr. Christian Clemens, Jürgen Dümmke, Seniorenmeister in Schleswig-Holstein 2008, Wolfgang Schulz, mehrfacher Hamburger Seniorenmeister und Karl-Heinz Nugel, Seniorenspitzenspieler des HSK, Prof. Hans Mittig, Mitglied der Deutschen Meistermannschaft des HSK aus früheren Zeiten und auch Ludwig Rellstab, Sohn des Internationalen Meisters Ludwig Rellstab, nahmen insgesamt 26 Teilnehmer den Kampf um den Turniersieg auf. Gespielt wurden 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten je Spieler unter der fachkundigen Turnierleitung von Claus Langmann.
Schon in den ersten beiden Runden wurde deutlich, dass es Christian Clemens in diesem Jahr schwer haben würde, das Turnier zu dominieren. Nach zwei Remispartien gegen Berend Feddersen und Gerhard Meiwald gelang ihm erst im dritten Spiel der erste Sieg gegen Jürgen Dümmke, einen der Mitfavoriten. Da hatte Wolfgang Schulz schon mächtig vorgelegt. Aber auch Karl-Heinz Nugel und Hans Mittig waren mit 2 Siegen ins Turnier gestartet.
In der dritten Runde konnte Wolfgang Schulz sich mit einem Sieg zum ersten Mal allein an die Spitze setzen, denn seine Verfolger Karl-Heinz Nugel und Hans Mittig trennten sich remis.
Nachdem sich die Teilnehmer an dem opulenten kalten Buffet des Ehepaars Stejskal gestärkt hatten, wurde die zweite Turnierhälfte in Angriff genommen.
Wolfgang Schulz war gänzlich unbeindruckt von den Gaumengenüssen und setzte seine Serie mit einem Sieg gegen Friedemann Albers fort, während sich Karl-Heinz Nugel gegen Hans-Jürgen Scepanik und Hans Mittig gegen Gerhard Meiwald mit einem Remis zufrieden geben musste. Christian Clemens konnte mit einem Sieg gegen Wilhelm Graffenberger etwas Boden gutmachen.
In der 5.Runde behielt Wolfgang Schulz die Nerven und konnte sich gegen seinen inzwischen härtesten Verfolger Christian Clemens durchsetzen. In der Verfolgerposition konnte Karl-Heinz Nugel gegen Berend Feddersen die Oberhand behalten, ebenso wie Jürgen Dümmke gegen Helmut Salzmann.
Als sich in der 6.Runde Wolfgang Schulz auch gegen Karl-Heinz Nugel durchsetzen konnte, waren alle Zweifel an seinem Turniersieg beseitigt, insbesondere nachdem sich Jürgen Dümmke gegen Gerhard Meiwald und Christian Clemens gegen Jürgen Scepanik mit remis getrennt hatten.
In der letzten und 7.Runde zeigte sich Wolfgang Schulz gegen Hans Mittig friedlich gestimmt und gestattete seinem Gegner sein erstes Remis. Karl-Heinz Nugel behielt gegen Gerhard Meiwald die Oberhand, ebenso wie Jürgen Dümmke gegen Ludwig Rellstab.
Claus Langmann, der das Turnier als Mitspieler hervorragend leitete, musste sich ob dieser Belastung mit 3½ Punkten und einem Mittelplatz zufrieden geben.
Die Reihenfolge auf den ersten 10 Plätzen:
|
1. |
Wolfgang Schulz |
6½ |
26½ |
|
6. |
Christian Clemens |
4 |
31½ |
|
2. |
Karl-Heinz Nugel |
5 |
30 |
|
7. |
Gerhard Meiwald |
4 |
29 |
|
3. |
Hans Mittig |
5 |
29½ |
|
8. |
Hans-Jürgen Scepanik |
4 |
28½ |
|
4. |
Berend Feddersen |
5 |
26 |
|
9. |
Klaus Hadenfeldt |
4 |
25 |
|
5. |
Jürgen Dümmke |
4½ |
24 |
|
10. |
Wolfgang Gergs |
4 |
22 |
Das Foto - auch dieses wieder von Arthur Hofmeier - zeigt die strahlenden Sieger Karl-Heinz Nugel (links) und Wolfgang Schulz, die den Veranstalter Klaus Hadenfeldt einrahmen. - Aus Eckernförder Sicht darf nicht unerwähnt bleiben, dass neben Claus Langmann auch Bruno Geruschkat und der vereinslose Spieler Otto Jeschke aus Saxtorf an diesem Turnier teilgenommen haben. Bruno G. erfüllte sich einen Wunschtraum, nämlich endlich einmal nach vielen vergeblichen Versuchen die 50%-Marke zu erreichen, was ihm mit 3½ Punkten auch gelang. Otto J. "erkämpfte" trotz angestrengten Trainings nur 0 Punkte, was er aber mit "Tapferkeit & Humor" trug, so steht es jedenfalls auf der Website des HSK unter www.hsk1830.de.
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Kieler SG/Meerbauer II - ESC I |
3½ : 4½ |
Am vergangenen Sonntag musste sich das Schicksal unserer 1. Mannschaft entscheiden: Verbleib in der Landesliga oder Abstieg in die Verbandsliga Nord. Gegen die 2. Mannschaft der Kieler Schachgesellschaft/Meerbauer, die nur einen Mannschaftspunkt Vorsprung hatte und bei einer Niederlage gleichermaßen vom Abstieg bedroht war, musste unbedingt gewonnen werden, um den Abstieg zu vermeiden.
Nach miserablem Start in die Saison 2009/10 war durch zwei Siege in Folge in den Runden 7 und 8 gegen Eutin und Doppelbauer Kiel unser Selbstbewusstsein deutlich gestiegen und bei gleicher Aufstellung sollte nun durch einen Sieg in der Schlussrunde in Kiel der krönende Schlussakkord folgen.
Schon von der ersten Minute an war an allen acht Brettern zu spüren, dass es für beide Mannschaften um sehr viel ging, wobei den Kielern schon mit einem 4:4 geholfen gewesen wäre. Zunächst erreichten Gerd Bernhardt (Brett 4) und Edmund Lomer (Brett 5) jeweils (nur) ein Remis, obwohl beide Spieler bessere Positionen erspielt hatten – besonders letzterer ließ bei zwei Gewinngelegenheiten reichlich Gnade walten, anstatt seinem Gegner den vollen Punkt abzunehmen. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Matthias Braun (Brett 8) wählte in recht ordentlicher Stellung eine falsche Abwicklung und verlor ebenso wie Enrique Ruiz Hampel (Brett 2), der – furios angreifend, ohne seinen König ausreichend zu schützen – ein fein gesponnenes Mattnetz übersah. Der Zwischenstand von 1 : 3 versprach wenig Hoffnung, aber immerhin war die Lage an den restlichen Brettern eher rosig. Sollte es vielleicht doch noch reichen?
Zunächst sorgte Jan Dreesen am 3. Brett, souverän aufspielend, für den ersten Gewinn und Peter Krebs (Brett 6) ließ die Hoffnung noch höher steigen durch eine blitzsaubere Partieführung, die mit einem verdienten Sieg belohnt wurde. Rolf Möller allerdings hatte am 7. Brett einen schweren Abwehrkampf vor sich, aber in der weiteren Folge überzog sein Gegner und verlor diese so enorm wichtige Partie. Dadurch war ein 4:3-Zwischenstand erreicht und Manfred Homuth am Spitzenbrett willigte ins siegbringende Remis ein, nachdem er gewinnverheißende Vorteile eingebüßt hatte. Mit diesem 4½:3 ½-Gewinn war der Klassenerhalt erreicht und ein weiteres Jahr in der Landesliga Schleswig-Holstein gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass in der kommenden Saison auch der Start gelingt und keine Zittersaison folgt.
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Ein Dankschreiben des Mannschaftsführers Kai Krüger
Kai Krüger - Mannschaftsführer der 1. Mannschaft - konnte wegen einer Reha-Maßnahme an den letzten Kämpfen der Mannschaft nicht teilnehmen. Er richtete am 10.05.2010 aus Damp das folgende Dankschreiben an seine Spieler:
Liebe Mannschaftsfreunde,
Euch ein herzliches Danke für die beiden Siege zum Schluss der Saison!
Ich erinnere an die Tabelle nah der 6. Runde: 1:11 Punkte, 9. Platz. Ich habe Euch vorgerechnet, dass vier Punkte am Ende reichen können, wenn wir Eutin schlagen und Norderstedt II Wrist schlägt. Dann hätten wir das leichteste Restprogramm mit KSG/Meerbauer II in der 9. Runde. Bei drei Absteigern hätte das reichen können. Ich spürte Euer mildes Lächeln, und Wrist schlug Norderstedt II.
Plupp, dann fiel ich aus, genauer: um!
Und Ihr anderen aus unserer "Neun" habt zusammengehalten. Danke Dir, Jan! Sorry Manfred, ich danke auch der Aschewolke, im Sinne der Mannschaft. Nach dem 5:3 gegen Eutin das überraschende 5:3 gegen Doppelbauer Kiel. Ich habe daran geglaubt, als Ihr zwei plötzlich da sein konntet. Plötzlich rutscht Agon Neumünster in der Oberliga auf einen Abstiegsplatz. Showdown. Ich rutschte ungeduldig in der Reha vor der Ärztin auf dem Stuhl herum. Sie bleibt hart. Kein Freigang am 09. Mai 2010.
Es gibt Situationen im Leben von Menschen (ich bin ja nur einer von sechs Milliarden), in denen solche "Kleinigkeiten" wie ein Mannschaftskampf im Schach eine eigentümliche Spannung erzeugen. Sonntagabend habe ich es dann nicht mehr ausgehalten, mit einigen von Euch telefoniert, bis ich sicher war: Wir waren Hertha, aber Hertha hat nicht mit uns mitgehalten. So ein klein bisschen Bochum - Hannover. Auswärts drei ins Netz hauen.
Manfred und Matthias, Ihr wart immer da, absichernd vorne und hinten: 5,5 und 5 aus 9. Enrique und Edmund, Euch mussten wir oft mit durchschleppen. Ihr habt jeder 1,5 Punkte geholt. Genau dort, wo es wichtig war: Gegen Eutin und Norderstedt II, KSG/Meerbauer II. Jan, Du bist drei Mal angetreten, trotz Koblenz und Familie, die schlicht wichtiger ist. 3 aus 3 - ohne Worte! Gerd, Du hast 5 aus 8 gemacht, oft am längsten mit Matthias ausgespielt, zu Recht vor mir eingesetzt, auch wenn ich mich ja in den Runden 5 - 7 gefangen habe. Rolf: 4 aus 8, davon 2,5 aus 3 am Schluss, als es darauf ankam. Teamgeist! Peter, in Runden 6 - 8 mit drei Remisen gefangen, hast Du Deinen einen Sieg zur Punktlandung gemacht. Genau, als es darauf ankam. Dank Dir!
Danke Euch für den grandiosen Schlussspurt!
Euer Mannschaftsführer Kai.
"Tue Gutes und rede darüber!" - wo ist das besser möglich als in den Einkaufszentren der Städte?! - Deshalb hatte der Flensburger SK seine Öffentlichkeitsarbeit für einige Tage in die Galerie am Holm verlegt. Eines der damit verbundenen Angebote war ein Seniorenturnier am 27.04.10. Und so machte sich unser Senior Claus Langmann an jenem Tag auf die Reise nach Flensburg, allerdings nicht nur wegen des Turniers, sondern auch wegen der attraktiven Stadt, wegen der 50-jährigen Erinnerungen an schöne Erlebnisse und wegen der freundschaftlichen Verbindung zum Veranstalter Jürgen Nickel. Er sah sich einer Übermacht gegenüber: Elf Kontrahenten des Flensburger SK versuchten, ihm in einem Schnellturnier über sieben Runden Erfolgserlebnisse zu versagen. Das gelang ihnen mit einigem Erfolg. Sie verpassten ihm eine Niederlage und knöpften ihm ein Remis ab, so dass er mit 5½ Punkten nach Wertung Dritter hinter den beiden Spielern Dr. Meyer (6 Punkte) und Hermann Welk (5½) wurde. Dieser Erfolg wurde mit dem Buchgeschenk "Weltmeister lehren Schach" besiegelt. Und vor der Rückfahrt nach Büstorf belohnte er sich noch mit einem Besuch der sehen- und erlebenswerten Weinstube im Krusehof, die sich auf der Rechnung mit dem freundlichen Gruß "Kiek mol wedder in" verabschiedete. - Zu Himmelfahrt findet übrigens in Flensburg das nächste Schacherlebnis statt: Die Bezirksschnellschachmeisterschaft (2 x 30 Min/Partie) wird dort in 7 Runden ausgetragen. Spielort ist das Gemeindehaus St. Johannis, Anmeldung zwischen 09:15 und 09:30 Uhr, Startgeld 6 Euro.
Der nächste Besuch in einem Einkaufszentrum
geschah nicht allein, sondern in Begleitung von
Bruno Geruschkat. Am 28.04.2010 war das Ziel das
Elbe-Einkaufs-Zentrum in Hamburg, wo der Hamburger
Schachklub - an diesem Tag im Rahmen des
Breitensports gerade zum "Verein des Jahres"
ernannt - zum 12. Mal über mehr als eine Woche
offensiv "Schach" anbot. Unter anderem werden dort
von 10:00 bis 15:00 Uhr regelmäßig drei
Schulklassen mit dem Schach vertraut gemacht,
anschließend zeigen männliche und weibliche
Großmeister ihr Können in Simultan- oder
Blitz-Handicap-Vorstellungen. Ganz aktuell trat
sogar der frisch gekürte Deutsche Meister Niclas
Huschenbeth zum Simultanspiel an.
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Geruschkat denkt ... |
... und Ftacnik lenkt. |
... und Langmann denkt ... |
Unsere beiden hatten sich zu einer Simultanvorstellung des GM Ljubomir Ftacnik angemeldet. Weitere 20 Spieler - zum Teil von erheblicher Spielstärke - taten es ihnen gleich und machten dem Großmeister das Leben schwer. Ftacnik spielte relativ schnell, aber mit einem sorgfältigen Spielaufbau. Er verlor von den 22 Partien nur eine einzige - gegen den amtierenden Hamburger U18-Meister Arijit Gupta - und musste drei Partien remis geben. Eine davon gelang unserem Spieler Claus Langmann, in dessen Partie sich nach 49 Zügen ein Remis durch Zugwiederholung ergab. Auch diese Leistung wurde belohnt: Aus der Power-Play-Serie von Chessbase durfte er für sich die DVD von Daniel King auswählen, die sich dem Thema Verteidigung widmet.
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ESC I - SK Doppelbauer Kiel I |
5 : 3 |
Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Mannschaftsseite.
Ein Überraschungssieg ermöglicht uns eine Chance auf den Verbleib in der Landesliga
Ein Blick auf die mögliche Mannschaftsaufstellung des SK Doppelbauer Kiel verhieß für unser Heimspiel am vergangenen Sonntag nichts Gutes. An den Spitzenbrettern hatten die Kieler die spanische Großmeisterin Monica Ruiz Calzetta sowie die Internationale Meisterin Luba Kopylov - gefolgt von diversen Meisterklassenspielem - gemeldet. Als das Spiel um 10:00 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte begann, war der Kieler Riese aber auf Menschengröße geschrumpft. Von der Stammbesetzung fehlten nicht weniger als sechs Spieler, unter ihnen die gefürchtete weibliche Doppelspitze. Zudem ließen die Kieler ein Brett krankheitsbedingt unbesetzt.
Unsere Mannschaft nutzte die Gunst der Stunde zu einem 5:3-Sieg, mussten dafür aber mehrfach die Hilfe der Glücksgöttin in Anspruch nehmen. Nach dem kampflosen Sieg von Gerd Bernhardt an Brett 4 war lediglich Enrique Ruiz-Hampel an Brett 2 vorteilhaft aus der Eröffnung herausgekommen. Sein Gegner hatte einen Läufer geopfert, was der Eckernförder durch ein schönes Gegenopfer zu widerlegen schien. Manfred Homuth (Brett 1), Rolf Möller (Brett 6), Peter Krebs (Brett 7) und Matthias Braun (Brett 8) waren allesamt in defensive Stellungen geraten. Edmund Lomer hatte an Brett 5 den Verlust von zwei Bauern in Kauf nehmen müssen und dafür keine ausreichende Kompensation erhalten. Eine Mannschaftsniederlage, die gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der Landesliga wäre, zeichnete sich ab.
Doch mit dem Rücken zur Wand entwickelten unsere
Spieler immense Zähigkeit und auch das notwendige
Glück stand ihnen in nicht unbedeutendem Maße zur
Seite. Während Manfred Homuth noch relativ sicher
den Remishafen erreichte, hatte Peter Krebs bis
zur vereinbarten Punkteteilung einige bange
Momente zu überstehen. Derweil konnte Jan Dreesen
an Brett 2 den Versuch seines Gegners, eine Figur
zu "fangen" mit einem tödlichen Bauernvorstoß zur
zwischenzeitlichen 3:1-Führung kontern. Ein
Mannschaftssieg lag dennoch in weiter Ferne.
Enrique Ruiz-Hampel hatte bei der Verwertung
seines Eröffnungsvorteils eine zu aggressive
Fortsetzung gewählt und dabei einen teuflischen
Zwischenzug seines Gegners übersehen, der zum
Verlust der Partie führte. Auch Edmund Lomer
musste nach stundenlanger erbitterter Gegenwehr
seine Partie aufgeben. Die Wende zum Guten brachte
dann ein Akt der Verzweiflung. Matthias Braun
spekulierte in schwieriger Lage einfach darauf,
dass sein Gegner eine mehrzügige Gewinnkombination
übersehen würde. Und tatsächlich: statt der
Gewinn- folgte die "Verlustkombination"; und
Eckernförde führte mit 4:3. Als "gemeiner"
Fallensteller entpuppte sich dann auch Rolf
Möller, der seinem Widersacher einen "vergifteten"
Bauern zum Schlagen anbot und damit noch
erfolgreicher war als die böse Schwiegermutter bei
Schneewittchen.
Sollte unsere Mannschaft am letzten Spieltag den Tabellennachbarn KSG/Meerbauer besiegen, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit der Klassenerhalt geschafft. Nach diesem Sieg scheint alles möglich.
Am 24.04.2010 beginnt die Weltmeisterschaft zwischen dem Herausforderer Veselin Topalov und dem Titelverteidiger Viswanathan Anand. Die offizielle Website für diesen Wettkampf erreichen Sie »hier.
Mit zehn Jugendlichen hat unser Verein in der Woche nach Ostern an der Landesjugend-Einzelmeisterschaft 2010 in Neumünster teilgenommen.
Die Jugendlichen spielten in unterschiedlichen
Klassen eine Woche lang Schach. Dabei hat der
Betreuer Enrique Ruiz Hampel auch Wert darauf
gelegt, dass neben Schach genug Zeit für andere
Freizeitaktivitäten blieb, so für einen
Schwimmbadbesuch und einen Kinonachmittag. Pokale
konnten unsere Jugendlichen nicht eringen, doch
konnten sich die Erfolge sehen lassen. Malik
Frauen spielte in der U10 sein erstes
Turnier und erreichte mit
5½ Punkten
aus 11 Runden den 25. von 54 Plätzen. Erster wurde
hier Fin Niklas Tiedemann vom Lübecker SV.
In der U12 erreichte Lisa Ruiz den 3. Platz
bei der Mädchenwertung punktgleich mit Anna Lena
Schramm von Tura Harksheide, mit der sie noch
einen Stichkampf um die Teilnahme an der Deutschen
Meisterschaft in Oberhof/Thüringen austragen wird.
Landesmeisterin der U12 wurde Anna Zech vom
Lübecker SV.
In der U14 erreichten Kim Ruiz den 32. und
Philipp Dreyer den 40. Platz bei 49 Teilnehmern.
Erster wurde hier Mathis Birkhan ebenfalls vom
Lübecker SV.
Bei der U16 Vormeisterklasse wurde Andreas
Koch mit 5½
Punkten 10., Mirko Beyer mit
3½ Punkten
30., einen Platz vor seinem Zwillingsbruder Lukas.
Alle drei spielten lange Zeit im oberen Bereich
mit, fielen dann aber etwas ab. Judith Koch
erreichte einen guten 36. Platz und Jan-Niklas
Dingeldein wurde mit einem Punkt 40. Sieger dieser
Gruppe wurde Moritz Funk vom MTV Leck.
In der U18 durfte Alexander Koch aufgrund
eines Freiplatzes in der Meisterklasse starten.
Von der Spielstärke her betrachtet, war er dort
chancenlos – doch konnte er immerhin 2 Punkte
erzielen und wurde 9. von 10 Teilnehmern.
Alexander spielte gegen Teilnehmer, die bereits in
der Bundesliga Erfahrung haben. Sieger wurde hier
Joschka Marx mit 7 Punkten aus 9 Partien.
Die Ergebnisse zeigen, dass unser Klub, wie auch
bei den Erwachsenen, Schach in der Breite anbieten
und zur persönlichen Entwicklung beitragen kann.
Dabei zeigen die Jugendlichen viel Spass und
Engagement. Mit den großen Vereinen aus Kiel,
Lübeck und Norderstedt kann man sich im
Turnierschach aufgrund anderer
Trainingsmöglichkeiten nicht messen, in
Eckernförde stehen dafür gemeinsame Erlebnisse und
Unternehmungen im Mittelpunkt.
Der Schachklub bietet weiterhin für Jugendliche Trainingsmöglichkeiten bei Claus Langmann, Bruno Geruschkat und Enrique Ruiz Hampel am Montag in der Bürgerbegegnungsstätte ab 17:30 Uhr und freitags ab 15:30 Uhr in Rieseby in der Dänischen Schule bei Kim Ruiz an.
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|
Klasse |
Setzplatz ... von ... |
Punkte |
Wertung |
Platz |
DWZ-Entwicklung |
|
Ruiz Hampel |
Vormeister |
7/16 |
5 |
43½ |
5 |
-5 |
|
Bernhardt |
5/16 |
5 |
43½ |
6 |
+8 |
|
|
Koch, Ralf |
Hauptturnier A |
2/16 |
6 |
41 |
3 |
-10 |
|
Lomer |
Senioren |
5/44 |
5½ |
43 |
7 |
-14 |
|
Langmann |
17/44 |
5 |
42½ |
15 |
+12 |
|
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von links: Enrique Ruiz Hampel, Gerd Bernhardt, Ralf Koch und Edmund Lomer (der Fotograf Claus Langmann steht wieder hinter der Kamera) |
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In der Woche vom 27.03. bis zum 02.04.2010 wurde in Büsum in neun-rundigen Turnieren die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein ausgetragen. In verschiedenen Klassen nahmen fünf Spieler unseres Vereins daran teil (unser leider nur passives Mitglied Aljoscha Feuerstack verteidigte erfolgreich seine Landesmeisterschaft! - auch an dieser Stelle unsere Gratulation!). Die Ergebnisse der Bemühungen unserer "aktiven" Mitglieder sehen Sie in der oben dargestellten Tabelle. Alle weiteren Einzelheiten finden Sie hier !
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ESC I - SV Eutin I |
5 : 3 |
|
ESC II - MTV Leck II |
5 : 3 |
Ein Sieg gegen den Abstieg!
Am 21.03.2010 empfing unsere 1. Mannschaft in der Landesliga den Tabellennachbarn SV Eutin. Für uns ging es bereits um die letzte Chance, mit einem Sieg den Klassenerhalt in Reichweite zu halten. Bis auf Jan Dreesen konnten wir die Bestbesetzung aufbieten, während die Eutiner leicht ersatzgeschwächt antraten. Bereits nach etwa drei Stunden konnte Matthias Braun am 8. Brett gewinnen und seinen vierten Punkt in dieser Saison einfahren. Kurz darauf erzielte Peter Krebs am 7. Brett sein zweites Remis in Folge. Manfred Homuths Partie am Spitzenbrett endete gleichfalls remis. Er bleibt dadurch - ohne Verlustpartie in der bisherigen Saison! - mit 4½ Punkten weiterhin unser bester Mannschaftsspieler. Gerd Bernhardt, in dieser Saison neben Enrique Ruiz Hampel aufgrund guter Leistungen in der Vorsaison in der Mannschaftshierarchie aufgerückt, spielte seine Eröffnung mit den schwarzen Steinen am 3. Brett unorthodox, konnte indes nach fast vier Stunden ebenfalls ein Remis erreichen, sein drittes in Folge. Somit stand es 2½:1½ für unsere Mannschaft. Edmund Lomer verlor am 5. Brett bei gedrückter Stellung im Mittelspiel den Faden und musste, da sein Gegner den a-Bauern durchziehen konnte, aufgeben, während Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett mit den weißen Steinen endlich seinen ersten Saisonsieg einfuhr. Damit stand es 3½:2½. Kai Krüger hatte sich am 4. Brett nach drohendem Königsangriff des Gegners im Mittelspiel während der Zeitnotphase durch mehrfachen Figurenabtausch eine vom Gegner verkannte bessere Endspielposition erarbeitet. Nachdem sein Gegner wegen des Rückstandes der Eutiner einen Bauern opferte, um mit seinem Turm Jagd auf Kai Krügers Einzelbauern zu machen, widerlegte dieser es mit einem drohenden Turmopfer, nach dem sein f-Freibauer hätte durchlaufen können. Als daraufhin die Stellung des Gegners zusammenbrach, gab dieser auf. Kai Krüger hatte damit seinen dritten Einzelsieg in Folge eingefahren. Damit stand unser erster Saisonsieg fest. Rolf Möller beendete daraufhin seine Partie trotz eines Mehrbauern mit einem Remis zum 5:3-Sieg gegen Eutin.
Unsere Mannschaft hat sich in den letzten Spielen deutlich konsolidiert. Gleichwohl stehen wir mit nunmehr 3:11 Mannschaftspunkten auf dem vorletzten Platz der Landesliga, aber mit nur einem halben Brettpunkt hinter der 1. Mannschaft von Eutin. Es wird trotz des Sieges sehr schwierig werden, den Abstieg zu vermeiden, da die Ergebnisse in den höheren Ligen befürchten lassen, dass es in diesem Jahr wegen voraussichtlich zwei schleswig-holsteinischen Absteigern aus der Oberliga Nord vier Absteiger aus der Landesliga geben wird. Nur zwei Siege in den letzten beiden Runden gegen den Tabelldritten Doppelbauer Kiel und den Tabellensechsten KSG Meerbauer werden den Klassenerhalt sichern können.
Unter diesem Titel startet der Hamburger
Schachklub seit langem offene Turniere für alle
Liebhaber des Schachs. Am Wochenende vom 13. zum
14.03.10 wurde für dieses Turnier zum 25. Mal
eingeladen und dieses Jubiläum war für unseren
Jugendtrainer Claus Langmann Anlass genug, sich an
seiner alten Wirkungsstätte anzumelden.
Ihm taten es 29 weitere Spieler aus ganz
Norddeutschland gleich. Der Veranstalter ordnete
die angereisten Spieler nach der Spielstärke und
bildete dann - von "oben nach unten" - in sich
etwa gleich spielstarke Vierergruppen, die unter
Turnierbedingungen den Sieger ausmachen sollten.
Der jeweilige Gruppensieger erhält dann die
Flasche Sekt, die drei Unter